BLAULICHT

Auch der dritte Anlauf ist gescheitert

ls; 14.10.2021, 12:30 Uhr
BLAULICHT

Auch der dritte Anlauf ist gescheitert

ls; 14.10.2021, 12:30 Uhr
Gummersbach - Prozess wegen Veruntreuung gegen 37-Jährigen erneut geplatzt - Der Angeklagte befindet sich nach Suizidversuch in der Psychiatrie.

Von Leif Schmittgen

 

Wegen gewerbsmäßiger Veruntreuung in 203 Fällen sollte sich heute Alexander K. vor dem Amtsgericht Gummersbach verantworten. Er befindet sich derzeit aber nach einem Suizidversuch in einer Marienheider Klinik. Beim eigentlichen Prozessauftakt vor einigen Monaten hatte sich der 37-Jährige mit einem hausärztlichen Attest abgemeldet. Unmittelbar vor dem zweiten Versuch brach er am Eingang des Gerichtgebäudes zusammen und wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

 

Wie Neef mitteilte, bescheinigten ihm die Ärzte lediglich etwas Flüssigkeitsmangel, ansonsten erfreute sich der Mann aber bester Gesundheit. Daraufhin erließ der Richter einen Haftbefehl, der zunächst auch vollzogen wurde. Nach einer Beschwerde kam K. aber wieder auf freien Fuß. „Das Landgericht hat mich gerügt, weil vor dem Haftbefehl hätte geklärt werden müssen, ob er überhaupt verhandlungsfähig ist“, so Neef. Vorgestern schließlich flatterte beim Gericht ein ärztliches Schreiben ein, mit der Mitteilung, dass sich der Angeklagte stationär in der Psychiatrie befinde.

 

Mi dem heute gefällten Beschluss hält man sich an die vorgegebene Reihenfolge. Demnach soll ein Gutachten den Gesundheitszustand und die dauerhafte Verhandlungsfähigkeit des Angeklagten klären. Danach wird entschieden, ob erneut ein Haftbefehl erlassen und die Verhandlung fortgesetzt wird. Ursprünglich angeklagt war auch der Vater von K.. Der 82-jährigen wurde bereits vor dem ursprünglichen Prozessbeginn als dauerhaft verhandlungsunfähig erklärt.

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