HANDBALL

Sigurdsson-Team erwartet im Eisenacher Hexenkessel schwierige Aufgabe

pn; 16.09.2021, 17:00 Uhr
Foto: Michael Kleinjung ---- Stepan Zeman war einer der Gründe, warum der VfL Gummersbach beim Heimauftakt nur 22 Gegentore kassierte.
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Sigurdsson-Team erwartet im Eisenacher Hexenkessel schwierige Aufgabe

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pn; 16.09.2021, 17:00 Uhr
Gummersbach – Der VfL Gummersbach muss am zweiten Spieltag zum ThSV Eisenach reisen – ThSV-Trainer Murfuni verspricht dem Favoriten einen heißen Tanz - 'RPP - Ambulantes Therapie- und Reha-Zentrum' und AggerEnergie präsentieren die Berichterstattung über den VfL Gummersbach.

Von Peter Notbohm

 

ThSV Eisenach – VfL Gummersbach (Freitag, 20 Uhr).

 

Als Tabellenführer reist der VfL Gummersbach am Freitag zum ersten Auswärtsspiel der Saison. Die Mannschaft von Gudjon Valur Sigurdsson gastiert beim ThSV Eisenach. Auch die Thüringer starteten erfolgreich in die neue Spielzeit. Das Team von Markus Murfuni gewann nicht nur im DHB-Pokal mit 35:31 in Lübeck-Schwartau, sondern ließ auch am 1. Spieltag mit dem 29:26-Auswärtscoup bei der SG BBM Bietigheim aufhorchen. Kein Wunder also, dass der isländische VfL-Coach vor dem Spiel vor einem gefährlichen Gegner warnt. „Das ist eine sehr gute Mannschaft, die einen schnellen Handball spielt“, meint er.

 

Doch auch der oberbergische Altmeister hat gegen Lübeck-Schwartau am Dienstagabend viel Selbstvertrauen getankt und will unbedingt nachlegen. „Wir haben richtig Bock auf die ersten Auswärtspunkte“, sagt Rechtsaußen Lukas Blohme, der in der SCHWALBE arena mit sechs Toren seine Angriffslust bereits unterstrich. Viel Arbeit wird aber vor allem auf die VfL-Defensive zukommen: Eisenach strahlt von jeder Position Gefahr aus, Dreh- und Angelpunkt ist aber Spielgestalter Fynn Hangstein, der beim Erfolg in Bietigheim nicht nur sechs Tore erzielte, sondern auch mit sieben Assists glänzte.

 

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Verzichten müssen die Oberberger auf Ellidi Vidarsson, der nach seiner blauen Karte eine Automatiksperre absitzen muss. Seinen Platz im Kader könnte Nachwuchskreisläufer Bruno Eickhoff einnehmen. Tibor Ivanišević und Janko Božović werden dagegen die Reise in den Osten der Republik antreten: Sie zogen sich gegen Bad Schwartau nur kleinere Blessuren zu, ihre Einsätze sollten nicht in Gefahr sein.

 

Für einen Eisenacher ist das Spiel natürlich eine besondere Angelegenheit: Trainer Markus Murfuni arbeitet zwar in der Wartburgstadt, hat seinen Lebensmittelpunkt aber weiterhin im Oberbergischen. Sentimentale Gefühle haben für ihn in der Spielvorbereitung aber keinen Platz. „Ich muss sagen, dass ich dieses Thema komplett ausblende. Mein Fokus liegt vollkommen auf meinem Team. Natürlich bin ich Gummersbacher, aber mittlerweile hatte ich so viele Duelle mit diesem Verein, dass das Thema auch irgendwann einmal durch ist“, sagt er.

 

Seinem Heimatverein verspricht er einen heißen Tanz in der Werner-Assmann Halle. „Der VfL gehört zwar in die 1. Liga, aber das zu bewerkstelligen ist nicht meine Aufgabe. Wir können gegen den Ligafavoriten ohne Druck aufspielen und werden versuchen, ihn zu ärgern“, so Murfuni, der gleichzeitig aber um die Qualitäten des Tabellenführers weiß: „Natürlich haben wir in der Analyse ein paar Anknüpfungspunkte gefunden, aber Gummersbach ist nur schwer ausrechenbar. Wenn bei ihnen ein Köster oder ein Pregler eine Pause benötigen, kommen ein Schneider oder Herrmann.“

 

Für Eisenach ist es das erste Heimspiel mit Fans nach anderthalb Jahren, entsprechend dürfte die Luft in der Wartburgstadt knistern. Das Hygienekonzept des ThSV erlaubt unter Einhaltung der 3G-Regel 2130 Zuschauer in der 3140 Menschen fassenden Sporthalle. Auch Gästefans sind zugelassen. „Wer die Stimmung bei uns kennt, weiß wie schwer es ist, hier zu gewinnen“, sagt Manager René Witte. Er hofft auf mindestens 1.500 Zuschauer, weiß aber, dass sich viele Menschen weiterhin vorsichtig verhalten. Das musste auch der VfL Gummersbach feststellen, auch in die SCHWALBE arena strömten zum Auftakt „nur“ 1.510 Menschen.

 

Die Partie wird auf sportdeutschland.tv übertragen.

 

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