JUNGE LEUTE
Kinder helfen Kindern: Lautstarker Auftakt zu Spendenaktion
Gummersbach - Heute begaben sich rund 250 Vorschulkinder aus 14 verschiedenen Kitas von Friesenhagen bis Frielingsdorf auf eine Trommelreise um die Welt – Damit starteten sie die Aktion „Solibrot“.
Von Louisa Krüger
Im Pfarrsaal im Haus Franziskus der Katholischen Kirchengemeinde St. Franziskus hat heute mit einer großen Trommelaktion mit rund 250 Vorschulkindern der Auftakt der Aktion „Solibrot 2026“ stattgefunden. Diese geht über mehrere Wochen und Ziel ist es, durch den Verkauf von Brot und Gebäck Spenden für wohltätige Zwecke zu sammeln. Ins Leben gerufen wurde die bundesweite Aktion vom Aachener Hilfswerk Misereor. Für die oberbergischen katholischen Pfarreien (Oberberg Mitte, Süd und Nord) ist es das dritte Mal, das beim Solibrot mitgemacht wird, sagte Kreisdechant Christoph Bersch.
Doch bevor gebacken wird für den guten Zweck, begaben sich am Freitagmorgen die Kinder aus Kitas von Friesenhagen bis Frielingsdorf mit dem Musiker und Theaterpädagogen Markus Hoffmeister gemeinsam auf eine gedankliche Reise nach Ostafrika. Damit es ordentlich laut wurde, stellte Hoffmeister für alle Teilnehmer Trommeln aus Ghana zur Verfügung, auf denen der Saal spielerisch und musikalisch zum Klingen gebracht wurde.
Zusammen stiegen sie in die Geschichte über einen Elefanten und sein Wasserloch ein. Das Rüsseltier beanspruchte das Wasserloch für sich allein und bat eine Schildkröte, in seiner Abwesenheit darauf aufzupassen. Als die Schildkröte jedoch anfing, das Wasser auch anderen durstigen Tieren anzubieten, war das eine Lehre für den Elefanten, dass Teilen etwas Gutes ist.
Teilen ist zugleich das Motiv der Solibrot-Aktion. Die Kinder sollen dafür sensibilisiert werden, dass es ein Privileg ist, täglich Brot essen und Wasser trinken zu können, ein Dach über dem Kopf zu haben und Bildung und Förderung erfahren zu dürfen.
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Miriam Thiel von Misereor betonte: „Die Kinder machen die Erfahrung: Wenn ich etwas abgebe oder auf etwas verzichte, habe ich nicht weniger, sondern mehr, weil es mich reich macht.“ Die Kinder erfahren, dass sie durch Teilen helfen können und dass auch sie einen Einfluss auf die Welt haben, so Thiel.
In den weiteren Wochen der Aktion backen insgesamt 700 Kinder der teilnehmenden Kitas Brote, Waffeln oder anderes Gebäck. Auch örtliche Bäckereien nehmen an der Aktion teil und kooperieren mit den Kitas. Anschließend werden die Teigwaren verkauft und Spenden gesammelt. Dazu tragen die Kitakinder die Aktion auch hinein in die Gemeinden vor Ort, sagte Bersch. „Alle werden mitgenommen.“
Der Erlös geht einem von drei Misereor-Projekten in Südamerika, Asien und Afrika zugute. Welches davon unterstützt wird, entscheiden die Kinderparlamente der jeweiligen Kitas. Zur Auswahl steht die Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung in Kambodscha, die Errichtung von Schulen in Madagaskar oder die Stärkung der Landwirtschaft in Bolivien.
Wie lange Spenden gesammelt werden, bleibt den Kitas überlassen. „Manche Einrichtungen verbinden das Ende der Aktion auch gerne mit einem Fest“, so Thiel. Nach den Erfolgen in den vergangenen Jahren weiß Thiel: „Auf die Kinder in Oberberg ist Verlass“.
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