SOZIALES
Zwölf Betten zum Wohl der kleinen Patienten
Gummersbach – Förderverein der Kinderklinik spendete weitere Mutter-Kind-Betten, damit Eltern auch nachts beim Nachwuchs bleiben können.
Von Leif Schmittgen
Seit zehn Jahren engagiert sich der Förderverein der Kinderklinik im Gummersbacher Kreiskrankenhaus um die Vorsitzende Ina Albowitz mit Sachspenden, die den Alltag der kleinen Patienten erleichtern sollen. Und in einem Punkt waren sich die Beteiligten – neben Albowitz' Kinderarzt Dr. Roland Adelmann, Ärztin Tabea Ems, Klinikum-Geschäftsführer Sacha Klein, Vize-Stationsleiterin Maike Holländer sowie Landrat Klaus Grootens – einig: Die Zeiten werden nicht einfacher. Streichungen von Mitteln und Budgetkürzungen machen besonders im Gesundheitswesen nicht Halt.
Vor zwei Jahren – so berichtete Albowitz – wurde die erste Charge Mutter-Kind-Betten über den Förderverein angeschafft. Damals waren es neun Betten im Wert von etwa 15.000 Euro. Nun folgten zwölf weitere im Wert von etwa 23.000 Euro. „Ich habe noch nie eine Absage bekommen, wenn ich den Leuten gesagt habe, wofür ich das Geld brauche“, berichtete die eifrig spendensammelnde Vereinschefin. Große und kleine Unternehmen, aber auch Privatpersonen zählen zu den regelmäßigen Wunscherfüllern der Kinderklinik. „Dabei sind es keineswegs Luftschlösser, die hier angeschafft werden“, betonte Klein. Vielmehr handelt es sich um dringend benötigte Gegenstände.
„Die Kinder sind die schwächsten und schutzbedürftigsten in der Gesellschaft und hier ist bürgerschaftliches Engagement besonders wichtig“, dankte Grootens, der auch Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums ist. „Zwar gab es auch vorher Beistellbetten, diese hatten aber eher den Charme einer Jugendherberge.“ Die neuen – klappbaren – Modelle sind nicht nur platzsparender als die Patientenbetten: „Jetzt ist die Betreuung auf Augenhöhe möglich, weil die Höhe angepasst werden kann“, so Adelmann.
Und die Fördervereinschefin ist guten Mutes, dass bis zum Herbst auch die noch ausstehenden neun Betten ausgetauscht sind. Bis dahin möchte Albowitz wieder liquide Mittel zur Anschaffung bereithalten und bittet erneut um Spenden.