WAHLWERBUNG

Gut leben in Oberberg – gemeinsam Quartiere entwickeln

WAHLWERBUNG; 13.05.2022, 16:00 Uhr
Fotos: Bündnis 90/Die Grünen Oberberg.
WAHLWERBUNG

Gut leben in Oberberg – gemeinsam Quartiere entwickeln

WAHLWERBUNG; 13.05.2022, 16:00 Uhr
Oberberg - Als Inhaber seines Pflegedienstes hat Uwe Söhnchen das Thema „Gut alt werden in Oberberg“ täglich im Blick. Aus seiner Erfahrung mit Menschen und Situation zeichnet er die Vision eines Miteinander, die Alte und Junge gemeinsam an den Tisch bringt. Umdenken ist hier gefragt.

Eine Tragödie. Auf der Fahrt mit ihrem pflegebedürftigen Mann zum Arzt verunglückt die alte Dame. Eine Katastrophe bricht über das Ehepaar herein. Eine Katastrophe, die nicht hätte sein müssen, die aber beispielhaft das Dilemma all jener veranschaulicht, die hier bei uns auf dem Land in Würde selbstbestimmt alt werden wollen. Zum Glück gab es für die Erste Hilfe gute Nachbarn.

 

Nach wie vor können wir hier in Oberberg auf die gute Gemeinschaft zählen. Dieser Zusammenhalt in der Not löst aber nicht die Frage, wie wir im Alter möglichst selbstständig bleiben können. Wie sähe ‚Gut alt werden in Oberberg‘ aus, wenn der Hausarzt das alte Ehepaar zuhause aufgesucht, das Dorf ein vernünftiges Netz und damit ein Telemedizin-Angebot möglich gewesen wäre? Was, wenn ein Fahrdienst die Senioren sicher transportiert, oder zumindest ein brauchbarer Anschluss an den Öffentlichen Personennahverkehr bestanden hätte?

 

Schnell wird klar, wie die Zahnräder ineinander greifen. Wir verstehen, wie angesichts zunehmender Lebenserwartung vor Ort ein tragfähiges und zuverlässiges System des Wohnens und der Versorgung mit dem Fokus „Teilhabe und Inklusion von Senioren“ in unserer Gesellschaft immer dringender wird.

 

 

Als auf einer zentral gelegenen Brachfläche Wohnungen für junge Familien geplant wurden, meldeten sich Senioren aus angrenzenden Straßen bei der Verwaltung. Die Sorge, mit fortschreitendem Alter die Aufgaben in und um ihre Wohnhäuser nicht mehr bewältigen zu können, schaffte Raum für Umdenken. Schließlich wurden die neuen Mehrfamilienhäuser mit Wohnungen für Senioren gebaut, während die alten Herrschaften ihre Häuser an junge Familien verkaufen konnten.

 

Ob in Gummersbach oder Marienheide. Die Wohnungsnot im Oberbergischen trifft insbesondere unsere Senioren. Wohnungen, eingebettet in eine Infrastruktur, die auch alten Menschen ein würdevolles Leben in einer guten Umgebung ermöglichen, sind weithin Mangelware.

 

 

Durch Grüne Landespolitik wurden in den vergangenen gut 20 Jahren viele solcher Wohnprojekte initiiert, unterstützt und begleitet. Der Fokus dieser Unternehmungen lag bislang jedoch zumeist auf den Ballungsgebieten. Quartiersentwicklung – ein Begriff, der durch überzeugende Erfolge zunehmend Beachtung erfährt, bewährte sich als Konzept, das allen Bürger*innen dieser Quartiere die Möglichkeit bietet, gemeinschaftlich selbst zu bestimmen, was sie wirklich brauchen. Für  uns Oberberger*innen sind solche „Quartiere“ bekannt als „Orte“, „Weiler“ oder „Kleinstädte“. Zentral bei solchen Projekten muss sein, flächendeckend, systematisch und gemeinsam mit professioneller Begleitung zu planen, anzulegen und zu begleiten.

 

[Grafiken: Bonfanti-Architekten --- Pläne zu einem aktuellen Quartiers-Wohnprojekt Uwe Söhnchens in Wiehl.]

 

Diese partizipativen Quartier-Ansätze wurden unter konservativer Führung in NRW leider zugunsten eines Heimatgedankens aufgegeben, bei dem Verwaltungsstrukturen und Fürsorge im Mittelpunkt stehen. Das muss dringend korrigiert werden. Wählen sie dafür Grün. Gemeinsam wollen wir mit ihnen die Quartiersentwicklung - hier im Oberbergischen – wiederbeleben. Für ein weitgehend selbstbestimmtes, menschenwürdiges Altern in einer vertrauten Umgebung.

 

Das geht nur im Miteinander…. 15. Mai – Alle stimmen Grün!

WERBUNG