WIEHL
„Es gibt auch Brücken, über die man sich freuen kann“
Wiehl – Heute Morgen wurde die neue Brücke zwischen Brucher Straße und Wheelpark offiziell eröffnet.
Von Mika Härtel
Skater, Fußgänger und Radfahrer können nun kürzere Wege nutzen, um in den Wiehlpark oder zur anliegenden Skateranlage zu kommen. Zwischen der Brucher Straße und dem „Wheelpark“ hat die Stadt Wiehl heute Morgen die neue Brücke offiziell für eröffnet erklärt. „Es gibt auch noch Brücken, über die man sich freuen kann“, sagte Wiehls Bürgermeister Ullrich Stücker mit einem Schmunzeln angesichts der angespannten Situation der Wiehltalbrücke.
Es sei eine unzweifelhaft erforderliche und wichtige Investition gewesen. So können Parkbesucher, die ihr Auto auf dem Parkstreifen in der Brucher Straße abstellen, wieder direkt über die neue Überführung auf die Vergnügungsanlage gelangen. Die alte Holzbalkenbrücke war marode und musste abgerissen werden.
Der Neubau ist mit 2,50 Metern deutlich breiter und kann höhere Lasten tragen. Somit können nun auch die Pflegefahrzeuge der Stadt bis 3,5 Tonnen die Querung nutzen. Die Spannweite über die Wiehl misst 19 Meter, und Radfahrer sind durch ein 1,30 Meter hohes Geländer geschützt. Bei der Konstruktion handelt es sich um eine Fachwerk-Trogbrücke, bei der der Fahrbahnträger (Trog) zwischen zwei seitlichen Fachwerkträgern liegt. Dadurch, dass das Bauwerk hauptsächlich aus Aluminium besteht, ist eine Korrosionsbeständigkeit gewährleistet. Auch die Natursteinverblendung, die an die Tradition der Wiehler Steinbrüche erinnern soll, wurde saniert.
Ende April dieses Jahres hatten die Bauarbeiten begonnen. Dabei war Millimeterarbeit gefragt: Die neuen Widerlager mussten exakt gesetzt werden, damit die an einem Stück gelieferte Fertigteilbrücke genau zum Liegen kam. „Da hat man schon Herzflattern, wenn der Kran die Brücke am Haken hat“, erklärt Pascal Hilgenberg, Fachbereichsleiter für Tiefbau der Stadt Wiehl. Insgesamt lagen die Kosten für die Maßnahme bei 380.000 Euro.

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