WIEHL
Auto Mobil Schau in Wiehl als Publikumsmagnet
Wiehl - Die 23. Auto Mobil Schau, samt umfangreichem Rahmenprogramm, lockte heute bei strahlendem Spätsommerwetter tausende Besucher in die Wiehler Innenstadt.
Von Ute Sommer
Als Höhepunkt der Aktion „Heimat shoppen“ mit vielen Angeboten und Rabattaktionen von Gastronomie, Handel und Dienstleistungsunternehmen punktete heute, im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntags, die Auto Mobil Schau mit den neuesten Fahrzeugmodellen, den Trends zum Thema Mobilität und individueller Fachberatung vor Ort. Mit zahlreichen Karossen namhafter Automobilhersteller, E-Bikes und E-Mopeds hatte sich die gesamte Wiehler Innenstadt in einen Open-Air-Showroom für moderne Mobilität verwandelt. Mit dabei die Autohäuser Hoppmann, Stahlhacke, Schumacher, Kaltenbach und Fischer mit Fahrzeugmodellen für Fahranfänger ab 15 Jahren, mobilen Stadtflitzern, Kleinwagen und Familientransportern, bis hin zum Geländewagen und Pick-up mit robusten Off-Road Kapazitäten. K ein Wunder, dass in Zeiten horrender Kraftstoffpreise eine hohe Beratungsnachfrage nach elektrisch oder hybrid betriebenen Fahrzeugen bestand.
[Bürgermeister Ulrich Stücker fand lobende Worte für die Kreativität und Einsatzbereitschaft des Organisationsteams, die Grundlage für das Gelingen der 23. Auto Mobil Schau waren.]
Für das Autohaus Schumacher präsentierte Verkäufer Michel Hoof neben mehreren E-Autos und Hybriden der Marken Dacia und Renault auch den Dacia Duster mit Tribrid-Technik, die auf die Kombination von LPG, Benzin und Strom setzt. Dennis Gründler vom Autohaus Hoppmann berichtete von hohem Interesse an bezahlbaren Elektrofahrzeugen, mit Anspruch auf staatliche Förderung. Neben der persönlichen Fachberatung diene die Präsenz auf der Autoschau dem direkten Kundenkontakt in entspannter Freizeitatmosphäre. „Tatsächlich hatten wir eine mündliche Kaufzusage, mehrere Probefahrt-Vereinbarungen und Terminabsprachen“. Das Alleinstellungsmerkmal von Auto Fischer waren die Fahrzeuge aus chinesischer Produktion, die den deutschen Automobilmarkt seit Jahren mit einem attraktiven Preis-Leistungsangebot überrollen, wie Verkäufer Alexander Flick unterstrich.
Daniel Schenk, Mobilitätsmanager der Stadt Wiehl, informierte über den Sachstand der Radwegeplanung im Stadtgebiet. In Zusammenarbeit mit den Teilnehmern des Radlerstammtischs sichteten die Pedaleure das Radwegekonzept von Kreis- und Landstraßen, das im künftigen Fortgang mit Ertüchtigung von Feld- und Waldwegen zu einem regionalen Netz Radfahrerfreundlicher Touren ausgeweitet werden soll. Eine Online-Beteiligung auch außenstehender Radsportler ist bereits in Planung. Für die Zweiradspezialisten der Firma Schwalbe warben Manuela Zahn-Simons, Manfred Greff und Karsten Tobschall für innovative Clik-Valve-Ventilsystem, das das früher mühsam, vertrackte Aufpumpen von Reifen zum Kinderspiel vereinfacht. „Es ist uns eine Ehre, als oberbergisches Familienunternehmen hier erstmals unsere Produkte präsentieren zu dürfen“, sagte Sales Managerin Zahn-Simon.
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[Die Familienunternehmen BPW Bergische Achsen und Schwalbe zeigten in Wiehl Präsenz.]
An einem Messestand, aufgebaut auf dem Auflieger eines 40-Tonnen DAF-Trailers, informierten Lehrlinge der BPW Bergische Achsen Wiehl über Aufgaben und Inhalte von rund 16 Lehrberufen, in denen das Wiehler Traditionsunternehmen ausbildet. „Für unsere nächstes Ausbildungsjahr 2027 suchen wir mehr als 30 Fachkräfte und hoffen hier vor Ort Interesse bei jungen Leuten zu wecken“, betonte BPW-Ausbildungsleiter Stefan Wolfslast.
Mit mehr als 60 historischen Autos, Sportwagen, Zugmaschinen und einem „Schwarm“ legendärer Simson Schwalben stand der gesamte Weiherplatz im Zeichen von Auto und Zweirad-Historie. Als Mitglieder des Stammtischs der „Bröltal Classics“ hatten Udo Dabringhausen und Wilfried Maxeiner ihre PS-Beziehungen spielen lassen und ihnen bekannte Oldtimer-Besitzer zur Stippvisite auf der Autoschau bewegt.
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[Mit seinem Freightliner FLD 120, mit dem noch Schüttung aus dem familieneigenen Steinbruch ausgeliefert wird, bildete Günter Jung einen Blickfang auf dem Weiherplatz (Foto oben); die Simsonfreunde Oberberg waren mit S 50 und S 51 Kult-Schwalben aus den Baujahren zwischen 1974 und 1986 angereist (Foto unten).]
Eben diesen Beziehungen auch zu verdanken die Anwesenheit des „Formula Student Electric Teams“ der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, die das aktuelle Modell ihres Rennwagen-Projektes zur Schau stellten. Das Team von rund 60 Studenten aus verschiedenen Fachrichtungen, rund um Team-Captain Antonia Arweiler konzipierte in diesem Jahr ein Modell im Wesentlichen aus den Werkstoffen Aluminium und Carbon, in dem ein 600 Volt Heck-Akku verbaut ist, das über vier radnahe Motoren und Getriebe verfügt, von null auf Hundert nur 2,3 Sekunden benötigt und in der Spitze 120 km/h auf die Gokartbahn bringt.
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[Automobil-Rennsport der nächsten Generation präsentierten die jungen Forscher des „Formula Student Electric Teams“ der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.]
„Es ist etwas Besonderes, wenn man bereits vor dem Ende einer Veranstaltung von einem Erfolg sprechen kann, wie es hier der Fall ist“, lobte Wiehls Bürgermeister Ulrich Stücker das Organisationsteam aus Industrie- und Handelskammer, Wiehler Ring, Gewerbering Bielstein und dem Citymanagement der Stadt Wiehl. Zwar könne die Stadtverwaltung für gute Rahmenbedingungen sorgen, doch A und O eines gelingenden Events seien die Ideen und die Einsatzbereitschaft der Menschen vor Ort. „Dank an Sie alle, wir können in Wiehl zuversichtlich nach vorn blicken“.

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