WIEHL

Kontinuität in schwierigen Zeiten

Red; 10.06.2026, 17:07 Uhr
Foto: privat --- Bei der Feier zum 80. Geburtstag von Monika Höhn: Mercedes Hernandez (v.li.), Monika Höhn, Michael Höhn, Martha Hernandez.
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Kontinuität in schwierigen Zeiten

Red; 10.06.2026, 17:07 Uhr
Wiehl – Das vom Wiehler Ehepaar Monika und Michael Höhn initiierte Ometepe-Projekt in Nicaragua wird von Verein aus Bonn weitergeführt – Unterstützung ist weiterhin notwendig.

Fünf Jahre nach der Übergabe ihrer Projektarbeit haben Monika und Michael Höhn zum ersten Mal an einer Mitgliederversammlung der Nicaragua-Hilfe Bonn teilgenommen. Das Wiehler Ehepaar hatte das Ometepe-Projekt im Juli 2021 nach 28 Jahren aus Altersgründen in die Hände des Vereins aus Bonn übergeben. Ihr Fazit fällt durchweg positiv aus: Die Hilfe für die Menschen vor Ort läuft stabil und nahtlos weiter.
„Uns war es wichtig, dem neuen Team den nötigen Raum zu lassen, um diese große Verantwortung zu übernehmen“, betonen die Eheleute Höhn. „Nachfolgern das Recht zuzugestehen, eigene Wege zu gehen, war uns ein wichtiges Anliegen.“
 

Dass die Hilfe die Menschen auf der nicaraguanischen Insel Ometepe – insbesondere Kinder mit Beeinträchtigungen – weiterhin erreicht, ist in der aktuellen politischen Lage keine Selbstverständlichkeit. Seit 2018 wurden in Nicaragua aus politischen Gründen mehr als 5.000

Nichtregierungsorganisationen (NGOs), kirchliche Träger und Universitäten verboten. In diesem schwierigen Umfeld erweist sich die enge Kooperation der Nicaragua-Hilfe Bonn mit der lokalen Kleinbauern-Vereinigung UCA in der Stadt San Ramón als stabiles Fundament.

 

28 Projektreisen unternahmen die Höhns nach Nicaragua. Mehr als 200 Fachkräfte, darunter Ärzte, Pflegekräfte und Lehrkräfte sowie Freundinnen und Freunde, begleiteten sie im Laufe der Jahre. Rund zwei Millionen Euro an Spenden flossen in dieser Zeit in die Projektarbeit. Dieses Netzwerk trägt die Arbeit in Bonn und vor Ort weiter. Erfahrene Mitstreiter aus der Wiehler Zeit bringen ihre Expertise heute im Vorstand des Bonner Vereins ein – darunter der Arzt Diether Steves, Jürgen Neubert (ehemals Berufskolleg Gummersbach), die Kölner Ärztin Dr. Susanne Lindner sowie das Ehepaar Mayer aus Alfter, das jährlich mehrere Wochen auf der Insel verbringt.


Wie tief die Verbundenheit der ehemaligen Weggefährten ist, zeigte sich auch im vergangenen Jahr, als mehr als 50 nicaraguanische, zum Teil ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Monika Höhn zum 80. Geburtstag mit einem  Fest überraschten. „Wir haben allen Spenderinnen und Spendern in Deutschland zu danken, vor allem aber unseren Freundinnen und Freunden auf Ometepe, von denen wir in der Entwicklungszusammenarbeit unendlich viel gelernt haben“, so Michael Höhn. „Diese Arbeit war nie eine Einbahnstraße.“
 

Weitere Informationen zu den aktuellen Projekten sowie Möglichkeiten zur finanziellen Unterstützung unter www.nicaraguahilfe-bonn.de und www.ometepe-projekt-nicaragua.de

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