BERGNEUSTADT
Brücke fertiggestellt: K 23 früher als erwartet freigegeben
Bergneustadt – Seit heute kann die Kreisstraße durchs Othetal wieder befahren werden, nachdem der Neubau der Brücke bei Immicke abgeschlossen wurde.
Die Othebachbrücke an der Kreisstraße 23 in Höhe der Ortschaft Bergneustadt-Immicke ist nach letzten Restarbeiten am heutigen Montag wieder für den Verkehr freigegeben. Die marode Brücke (Baujahr 1959) war seit Februar 2024 gesperrt. Sie wurde im gleichen Monat abgerissen und unmittelbar danach vollständig erneuert. Mit der vorzeitigen Fertigstellung der Baumaßnahme endet auch die Umleitungsregelung für den Durchgangsverkehr. Die Beschränkung für den Schwerlastverkehr auf 16 Tonnen wurde aufgehoben.
"In Vorbereitung der aufwendigen Baumaßnahme mussten wir von einer Bauphase bis Ende des Jahres ausgehen. Dass die Arbeiten an der Othebachbrücke bereits nach sieben Monaten abgeschlossen werden können, ist dem guten Zusammenwirken aller daran Beteiligten zu verdanken", sagt Landrat Jochen Hagt. "Ich danke insbesondere meinen Mitarbeitenden des Baudezernats für die hervorragende Projektleitung. Die Ausschreibung sowie die Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro und den bauausführenden Firmen sind sehr gut verlaufen. Glücklicherweise war die Wetterlage relativ stabil, um die Bauarbeiten ohne größere Unterbrechungen durchzuführen."
Die Baukosten betragen gut eine Million Euro: Für den Straßenausbau, einschließlich Baustelleneinrichtung und Bushaltestellen wurden rund 320.000 Euro investiert, für den Brückenbau (Abriss und Neubau) knapp 700.000 Euro.
[Im Zuge der Baumaßnahme wurde unter anderem auch die Fahrbahn erneuert und ein Rad-/Gehweg angelegt.]
Mit der neu errichteten Brücke würden sich zahlreiche Verbesserungen ergeben, sagt der Baudezernent des Oberbergischen Kreises, Felix Ammann: "Wegen statischer Probleme wurde die Brücke vor Jahren bereits für den Durchgangsverkehr auf eine Maximallast von 16 Tonnen beschränkt. Auf der alten Brücke war keine Gehwegbreite vorhanden. Für Unterhaltungsarbeiten gab es lediglich zwei sehr schmale Betriebswege. Im Zuge der Neuerrichtung wurde die Brücke zusätzlich verbreitert. So besteht im Nachgang die Möglichkeit auch den Fahrradverkehr sicher über das Bauwerk zu führen, sobald der von der Stadt Bergneustadt geplante Rad-/Gehweg umgesetzt wird."
Neben einem neuen Überbau (Hauptträger, Brückenkappen und Fahrbahnplatte) mussten auch die beiden Wiederlager ersetzt werden. Darüber hinaus wurde die Asphaltbefestigung der Fahrbahn im näheren Umfeld mit erneuert und die bestehenden Bord- und Entwässerungsanlagen saniert. Mit dem Brückenneubau wurden auch die angrenzenden Bushaltestellen barrierefrei mit solarbetriebener Beleuchtung erneuert. Zwischen den gegenüberliegenden Bushaltestellen wurde eine Überquerungshilfe erneuert. Bereits vor der Baumaßnahme waren einige Telekommunikationsleitungen neu verlegt worden.
Im Bereich der Baumaßnahme musste die Kreisstraße 23 komplett gesperrt werden. Grund dafür waren die beengten örtlichen Verhältnisse und die Verkehrssicherheit, beziehungsweise der Arbeitsschutz für das Baustellenpersonal. Für den Durchgangsverkehr wurde eine weiträumige Umleitungsstrecke notwendig. Die Missachtung von Sperrschildern führte im Februar 2024 zur Einrichtung einer Schrankenanlage (mit Kameraüberwachung). Diese Anlage wurde von Unbekannten mutwillig mehrmals zerstört. Daraufhin wurde ein fester Poller installiert, der zum Beispiel bei Rettungseinsätzen mit einem Spezialschlüssel bewegt werden kann.
"Ein Fahrweg für Feuerwehr und Rettungsfahrzeuge sowie Polizei wurde hinter dem Firmengelände Lobbe ertüchtigt, da aufgrund der Länge der Umfahrung und den damit verbundenen Umlauf- und Räumzeiten eine Aufrechterhaltung der ‚Daseinsfürsorge‘ sonst nicht möglich gewesen wäre", sagt der Leiter der Abteilung Kreisstraßen, Wolfgang Krämer. "Mit dieser gesonderten Regelung für den Rettungsdienst und die Feuerwehr waren die Einsatzzeiten im Notfall gesichert."
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