BERGNEUSTADT
Defibrillator stärkt Notfallvorsorge
Bergneustadt - Im Kassenraum der Sparkasse Gummersbach auf dem Hackenberg ist ein öffentlich zugänglicher Defibrillator installiert worden.
Mit der Installation eines öffentlich zugänglichen Defibrillators soll die medizinische Notfallvorsorge im Bergneustädter Stadtteil Hackenberg weiter verbessert werden. Das lebensrettende Gerät wurde im Kassenraum der Sparkasse Gummersbach angebracht – dort, wo sich Geldautomat und Kontoauszugsdrucker befinden. Der Raum ist rund um die Uhr zugänglich und bietet damit einen zentralen, jederzeit erreichbaren Standort für den Defibrillator.
Initiiert wurde das Projekt vom Verein für Soziale Dienste (VfsD) in Bergneustadt, der in den angrenzenden Räumlichkeiten der ehemaligen Sparkassenfiliale den Stadtteilladen für Gesundheit, Soziales und Sport „mutmacherei“ betreibt. Die Lieferung, Installation sowie die technische Einweisung übernahm die Firma Rescue Service aus Marienheide.
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[Heiner Grütz erklärt Alessia Trautwein vom Friseursalon nebenan die Handhabung des Defibrillators.]
Noch vor der offiziellen Inbetriebnahme fand eine praktische Einführung in die Handhabung des Defibrillators statt. Diese richtete sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der umliegenden Geschäfte sowie an interessierte Anwohner aus dem Stadtteil. Ziel war es, Berührungsängste abzubauen und Sicherheit im Umgang mit dem Gerät zu vermitteln. „Es ist wichtig, dass sich Menschen mit dem Thema beschäftigen und keine Angst vor dem Defibrillator haben. Mit dem Gerät kann man nichts falsch machen“, betonte Heiner Grütz, Geschäftsführer von Rescue Service, der die Einweisung leitete. Gleichzeitig machte er deutlich, dass der Defibrillator die grundlegenden Maßnahmen der Ersten Hilfe nicht ersetzt, sondern sinnvoll ergänzt.
Die offizielle Inbetriebnahme erfolgte durch den Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Gummersbach, Dirk Steinbach, sowie den Vorsitzenden des Vereins für Soziale Dienste, Friedhelm Julius Beucher. Er verwies darauf, dass es sich bereits um den dritten vom VfsD initiierten Defibrillator handelt. Neben dem Standort auf dem Hackenberg befinden sich weitere Geräte an der Aggertalsperre am Jugendzeltplatz sowie in der Bergneustädter Altstadt, im Büro des Vereins. „Wir wollen damit einen Beitrag leisten, dass Menschen in einer akuten Notlage bis zum Eintreffen von Rettungsdienst und Notarzt unterstützt werden können“, so Beucher.
Die Hackenberger „mutmacherei“
Die Hackenberger „mutmacherei“ ist ein Stadtteilladen für Gesundheit, Soziales und Sport und ein Projekt des Vereins für Soziale Dienste in Bergneustadt. Sie versteht sich als offener Treffpunkt für Menschen jeden Alters und als Ort der Begegnung, der Stärkung und des gemeinsamen Austauschs. Gefördert wird das Projekt unter anderem durch die Sparkasse Gummersbach, die GeWoSie, die Leader-Region Oberberg sowie weitere Partner.
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[Die "mutmacherei" neben dem Eingang zurm Geldautomaten der Sparkasse Gummersbach im Hackenberger Ladenzentrum.]
Das Angebot umfasst unter anderem Qi Gong, Ping-Pong für an Parkinson erkrankte Menschen, Kurse für Körper und Seele, Strick-, Häkel- und Klönrunden sowie Seniorensportangebote wie die „Fünf Tibeter“. Ergänzt wird das Programm durch regelmäßige Pflegeberatungen sowie wöchentliche Fußpflegeangebote.
Das Motto lautet: „Hab den Mut und komm vorbei – in die Hackenberger mutmacherei!“ Weitere Informationen unter www.die-mutmacherei.de
Sparkassenvorstand Dirk Steinbach erläuterte die Standortwahl im Kassenraum: Die Sparkasse nutze den kleinen Raum weiterhin selbst, habe die übrige Fläche an den Verein für Soziale Dienste untervermietet und unterstütze die Idee eines dort installierten Defibrillators ausdrücklich. „Der Raum ist jederzeit zugänglich und damit ein idealer Ort. Außerdem sieht man, wie sehr der Bereich inzwischen belebt ist. Wir unterstützen das sehr gerne“, sagte Steinbach.
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