BERGNEUSTADT

FWGB fordert Querungshilfe auf der B 55

pn; 22.01.2026, 19:00 Uhr
Foto: Michael Kleinjung ---- Mit einem Zebrastreifen oder einer Querungshilfe soll nach dem Willen der FWGB die Verkehrssicherheit an der B 55 erhöht werden.
BERGNEUSTADT

FWGB fordert Querungshilfe auf der B 55

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pn; 22.01.2026, 19:00 Uhr
Bergneustadt - Die Freie Wählergemeinschaft Bergneustadt setzt sich für mehr Verkehrssicherheit an der Kölner Straße ein - Antrag soll im Fachausschuss diskutiert werden.

Von Peter Notbohm

 

Die FWGB-Fraktion im Rat der Stadt Bergneustadt fordert, im Abschnitt zwischen der Kreuzung am REWE-Markt und dem Pusteblumenkreisel auf der Kölner Straße (B 55) eine Querungshilfe einzurichten. Konkret soll an der Kurve in Höhe des Orient Grills eine Verkehrsinsel installiert oder ein Zebrastreifen geschaffen werden. Recep Özgül (FWGB) spricht von einer sich „zunehmend verschärfenden Situation“, die ihm von Ladenbesitzern und Anwohnern geschildert worden sei. Der Abschnitt biete Autofahrern aufgrund der weitgehend geraden Strecke die Möglichkeit mit überhöhter Geschwindigkeit zu fahren. Besonders in den Abendstunden werde dies vermehrt genutzt, was zu Lärmbelästigung für die Anwohner und Sicherheitsproblemen für den Fußgängerverkehr führe.

 

Erst im September des vergangenen Jahres sei es zu einem Unfall mit einem älteren Mann gekommen, der glücklicherweise glimpflich geendet sei. Die FWGB sieht deshalb dringenden Handlungsbedarf zur Sicherheit der Lebensqualität und der Verkehrssicherheit in dem Bereich, heißt es in dem Antrag. Zumal dort durch ein neues Mehrfamilienhaus sowie weiterer Gastronomie eine steigende Zahl an Fußgängern zu erwarten sei. Zusätzlich trage die Stadt für den Schulweg von Schülern des Willenweber-Gymnasiums eine besondere Verantwortung, heißt es weiter.

 

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Bürgermeister Matthias Thul (CDU) gab zu bedenken, dass Bergneustadts Politik weder Querungen, noch eine Ampel oder ein Tempolimit an dieser Stelle im Alleingang beschließen könne. Man könne sich dafür nur an höheren Stellen einsetzen. Gleichzeitig spricht aber auch er von mehreren Problemlagen in dem Bereich: ein katastrophaler Parkverkehr, zu wenig Parkraum sowie Hygiene- und Müllprobleme. Auch der Zustand einiger Fassaden sowie von Gebäuden sollte aus seiner Sicht im Rahmen eines städtebaulichen Sanierungskonzeptes von Experten untersucht werden, weshalb er dafür warb, den Antrag in den Bau-, Planungs- und Umweltausschuss zu verweisen: „Das wird eine Mammutaufgabe, für die wir aufgrund der Komplexität und der Zahl der Beteiligten mehrere Jahre brauchen werden.“

 

Lob für den Antrag gab es von der SPD, auch die CDU zeigte sich offen für Gespräche. Holger Ehrhardt (SPD) hofft auf ein Konzept, „mit dem wir anschließend überlegen können, es auf die gesamte B 55 zu übertragen“. Kritik äußerte Wolfgang Lenz (AfD), der fürchtete, dass die Beauftragung eines Planungsbüros nur herausgeworfenes Geld ist: „Dann haben wir wieder ein Gutachten, aus dem keine Verpflichtung erfolgt. Bei Ordnungsdingen ist die Stadt bereits bemüht, das im Griff zu halten.“ Der FWGB-Antrag wurde schließlich bei acht Gegenstimmen und einer Enthaltung mehrheitlich in den Fachausschuss verwiesen.

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