BERGNEUSTADT
Schneebremse? Belmicke feiert trotzdem!
Bergneustadt - Starker Schneefall, kurzfristige Ausfälle und kleine Verzögerungen taten der Stimmung bei der 73. Karnevalssitzung im St. Anna-Heim keinen Abbruch.
Trotz des einsetzenden starken Schneefalls am Sonntagabend und einiger kurzfristiger Programmverschiebungen verwandelte sich das St. Anna-Heim in Belmicke erneut in eine stimmungsvolle Partyarena. Rund 300 Gäste feierten bei der 73. Karnevalssitzung des TuS Belmicke ausgelassen – mit viel Herzblut auf und vor der Bühne.
[Auch die Männer zeigten sich in vielfältigen Kostümen.]
Gleich zu Beginn sorgte der Einmarsch von Herren-Elferrat und den Belmicker Tanzgarden für ein farbenfrohes Bild und beste Stimmung im Saal. Im Anschluss zeigten die Blauen Funken ihr Können. Die 15 Mädchen im Alter von acht bis zwölf Jahren – trainiert von Jana Littfin, Jana Kämmerer und Kirsten Marie Dünzer – präsentierten einen schwungvollen Auftritt und unterstrichen, wie wichtig die Nachwuchsarbeit im Belmicker Karneval ist.
Ein Höhepunkt war der Auftritt der Roten Funken. Sie begeisterten mit einem harmonischen und kraftvollen Tanz. In diesem Jahr blickt die Garde auf ihr 74-jähriges Bestehen zurück – und verabschiedete sich zugleich von ihren bisherigen Kostümen. Dank einer Spende der Sparkasse Gummersbach sowie mit Unterstützung des TuS Belmicke und viel Eigeninitiative werden zur kommenden Session neue Uniformen angeschafft.
Für humoristische Akzente sorgten unter anderem „Handwerker Peters“ alias Kai Kramosta sowie das Rednerduo Harry & Achim. Auch musikalisch wurde einiges geboten, unter anderem durch die singenden Karnevalspräsidenten Kevin Mankel und Rainer Tomasetti, die das Publikum immer wieder zum Mitsingen animierten. Wetterbedingt lief der Abend allerdings nicht ganz nach Plan. Zwei Tanzgarden mussten kurzfristig passen, andere Gruppen steckten zeitweise im Schneetreiben fest.
„Wir haben hier wieder ein tolles Publikum und eine super Stimmung – auch wenn zwei Tanzgarden ausgefallen sind“, erklärte Tomasetti. Zwischenzeitlich wartete man noch auf die Kölner Gruppe "Bohei", die sich bis nach Belmicke durchkämpfen musste. „Die kennen das ja gar nicht von Köln“, scherzte Tomasetti.
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[Die Altstadt-Ladys aus der Nachbarstadt Drolshagen zeigten: Mit dem richtigen Muntermacher geht alles leichter.]
Neben dem närrischen Programm standen auch Gespräche auf der Bühne im Mittelpunkt. Tomasetti begrüßte Bergneustadts Bürgermeister Matthias Thul, der den Blick bereits auf das große Stadtjubiläum lenkte. In diesem Jahr feiert Bergneustadt sein 725-jähriges Bestehen. „Ich erwarte viele, viele Gäste aus ganz Europa“, so Thul mit Blick auf die Festivitäten im Mai. Die Belmicker Gruppen seien selbstverständlich eingeladen. „Das wird so ein bisschen wie Karneval im Mai – verspätet, aber einzigartig.“ Auch Kreisdechant Christoph Bersch betonte die Bedeutung des Fastelovends für Gemeinschaft und Zusammenhalt: „Spaß zu haben, Freude zu haben, Gemeinschaft zu erfahren – das ist der Kern. Ich bin stolz, dass hier auf der Belmicke so viel Zusammenhalt gepflegt wird.“
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[Die KKL-Männertanzgruppe aus Engelskirchen zeigten ihr Bestes, um das Publikum zu amüsieren.]
Einen besonderen Akzent setzte die Männertanzgruppe der KKL aus Engelskirchen. Für die Tänzer um Sven Scherer war der Auftritt zugleich der Sessionsabschluss. Unter dem Motto „It’s just a dress, it’s not a yes“ verbanden sie ihren temperamentvollen Tanz mit einem klaren Appell für Respekt und gegen übergriffiges Verhalten im Karneval. „Spaß haben – aber die Finger bei sich lassen“, brachte es Scherer auf den Punkt.
Zum Finale versammelten sich zahlreiche Aktive noch einmal auf der Bühne, bevor DJ Fabian Köppe zur After-Show-Party überleitete und bis spät in die Nacht Karnevalshits durch das St. Anna-Heim schallten.

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