BERGNEUSTADT
Wanderfreude kennt kein Alter
Bergneustadt - Bei bestem Sommerwetter zog der 38. IVV-Wandertag des TuS Belmicke mehrere hundert Wanderfreunde aus nah und fern an - Für besondere Aufmerksamkeit sorgte die 91-jährige Christine Houy, die schon ihr nächstes Ziel vor Augen hat: „Ich mache weiter, bis ich 100 bin.“
Der 38. Internationale Volkssport-Wandertag (IVV) des TuS Belmicke hat am Sonntag zahlreiche Wanderfreunde nach Belmicke gelockt. Bei bestem Sommerwetter machten sich die Teilnehmer vom St. Anna-Heim aus auf eine der drei ausgeschilderten Strecken über sechs, zehn oder 20 Kilometer. Organisiert wurde die Veranstaltung von Wanderwart Jörg Frenzel und seinem engagierten Helferteam, das bereits seit Tagen mit den Vorbereitungen beschäftigt war.
[Der 38. IVV-Wandertag lockte bei bestem Sommerwetter zahlreiche Wanderfreunde nach Belmicke.]
Schon am Start wurde deutlich, dass der Wandertag weit über die Region hinaus bekannt ist. Mit einem Bus war unter anderem eine Gruppe der Wanderfreunde Mönchengladbach angereist. Mittendrin: die 91-jährige Christine Houy, die mit einem Augenzwinkern auf die Frage nach ihrem Namen scherzte: „Endlich ein Mann, der sich für mich interessiert."
Gemeinsam mit ihren Mitwanderern erkundete sie die sechs Kilometer lange Strecke durch und rund um Belmicke. Besonders in Erinnerung geblieben war ihr das markante Haus mit dem auffälligen blauen Dach. „Wir sind zufrieden und ich mache noch weiter, bis ich 100 bin“, sagte die rüstige Seniorin, die am 8. Oktober ihren 92. Geburtstag feiert.
Auch für Wanderwart Jörg Frenzel war die Veranstaltung ein voller Erfolg. Bereits zur Mittagszeit waren mehr als 400 Startkarten verkauft. Am Ende rechnete er mit weit über 600 Teilnehmern – deutlich mehr als im Vorjahr. „Das Wetter hätte nicht besser sein können“, freute sich Frenzel. Gleichzeitig machte er deutlich, dass es immer schwieriger werde, solche Veranstaltungen auf die Beine zu stellen. Umso mehr sei er stolz darauf, dass der TuS Belmicke diese Tradition weiterhin fortführt.
Für Abwechslung sorgten die drei unterschiedlich langen Strecken. Während die sechs Kilometer lange Runde über Wörde und Feldmannshof und zurück nach Belmicke führte, verliefen die längeren Strecken zusätzlich über die ehemalige Bahntrasse durch den alten Eisenbahntunnel zwischen Pernze und Hützemert, die 20 Kilometer zusätzlich weiter über Wegeringhausen, Dümpel, Stade, Bleche und Germinghausen zurück zum St. Anna-Heim.
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[Wanderwart Jörg Frenzel (oberes Foto, rechts) besuchte die Streckenposten auf dem Dümpel. Dabei drückten die Helfer auch schon einmal ein Auge zu, wenn Radfahrer die 20-Kilometer-Strecke nutzten.]
Die Teilnehmer kamen aus vielen Teilen Nordrhein-Westfalens sowie aus angrenzenden Bundesländern. Wandergruppen aus Kirchen, Limburg, Ebernhahn und Recklinghausen gehörten ebenso dazu wie zahlreiche Gäste aus der näheren Umgebung. Zu ihnen zählten auch Kuni, Anne, Beate und Werner aus Bleche und Wegeringhausen. Mit einem Schmunzeln erklärten sie auf die Frage, ob sie „vor oder hinter dem Tunnel“ wohnen: „Wegringhausen liegt genau auf dem Tunnel.“ Die vier sind regelmäßige Teilnehmer von Wandertagen und entschieden sich diesmal für die zehn Kilometer lange Strecke. „Früher sind wir die 20 Kilometer gegangen, aber das lassen die Beine nicht mehr zu“, erzählten sie.
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Der TuS Belmicke möchte den Wandertag auch in den kommenden beiden Jahren fortführen. 2028 steht das 40. Jubiläum der Veranstaltung an – ein besonderes Ziel, auf das sich die Verantwortlichen schon heute freuen.