BLAULICHT

20-Jähriger verstirbt bei Badeunfall

Red; 15.07.2026, 13:40 Uhr
Fotos: Feuerwehr Hückeswagen.
BLAULICHT

20-Jähriger verstirbt bei Badeunfall

Red; 15.07.2026, 13:40 Uhr
Hückeswagen - Junger Mann ging in der Wuppertalsperre unter - Zahlreiche Einsatzkräfte waren an Suchaktion beteiligt (AKTUALISIERT).

+++2. Meldung (Mittwoch, 13:40 Uhr)+++

 

Am Sonntag ist ein junger Mann aus Hückeswagen beim Schwimmen in der Wuppertalsperre untergegangen und verstorben. Auch für die Einsatzkräfte war das alles andere als ein alltäglicher Einsatz. Die Feuerwehr Hückeswagen hat heute eine Einsatzinformation zu dem Einsatz veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass die Feuerwehr mit dem Löschzug Stadt, der Löschgruppe Herweg und der Löschgruppe Straßweg am Sonntag um 15:35 Uhr wegen einer „Person im Wasser“ zur Wuppertalsperre nach Hammerstein alarmiert worden ist. Angehörige und Zeugen sollen beobachtet haben, wie ein junger Mann beim Schwimmen plötzlich unterging.

 

„Bei Eintreffen der Feuerwehr hatten die Zeugen bereits vergeblich versucht, die Person mit einer Menschenkette im Wasser aufzuspüren. Die Wupper ist in dem betroffenen Bereich bis zum alten Wupperbett hin begehbar und wird dann ca. 5 Meter tief“, heißt es in der Mitteilung der Feuerwehr. Die ersteintreffenden Feuerwehrkräfte hätten den Bereich direkt – soweit begehbar – ebenfalls mit einer Menschenkette abgesucht.

 

 

Parallel seien im Bereich Kräwinklerbrücke und Heidersteeg mehrere Boote ins Wasser gegangen – von der Feuerwehr Hückeswagen, der Berufsfeuerwehr Remscheid, der Feuerwehr RS Lüdorf-Born, der Feuerwehr Radevormwald Herbeck und dem Wupperverband. „Aus der Luft wurden die Maßnahmen zu Beginn durch den Rettungshubschrauber Christoph 3 sowie der Drohne der Feuerwehr Hückeswagen unterstützt. Später kam ebenfalls eine Drohne der DLRG zum Einsatz.“

 

Nach und nach seien die verschiedenen Fachgruppen bzw. Wasserrettungszüge der DLRG aus dem gesamten Oberbergischen Kreis, dem Rheinisch-Bergischen Kreis, Remscheid und Leverkusen eingetroffen und ebenfalls mit Booten zu Wasser gegangen. „Mittels Sonargeräten und einer Unterwasserdrohne wurde der Bereich akribisch abgesucht, wobei die Strömung der Wupper die Suchmaßnahmen schwierig gestaltete.“ Parallel sollen sich die DLRG-Taucher auf ihren Einsatz vorbereitet haben.

 

Zur weiteren Unterstützung seien auch die Taucher der Berufsfeuerwehr Köln, stationiert auf der Wache 1 – Innenstadt, mitalarmiert worden. Punkte, die im Sonar auffällig waren, seien markiert und von den verschiedenen Tauchern und der Unterwasserdrohne überprüft worden. „Leider immer wieder ohne Erfolg. Die Sicht unter Wasser betrug weniger als 50 Zentimeter, was die Suche erschwerte. Die Wassertemperatur lag bei ca. 20 Grad“, so die Feuerwehr.

 

Erst nach gut vier Stunden konnte der leblose Körper des 20-Jährigen durch einen Taucher ertastet werden. „Umgehend wurde der junge Mann auf ein Boot gezogen, wobei der Notarzt vor Ort nur noch den Tod feststellen konnte.“

 

Hinzugezogen wurden auch Notfallseelsorger, die sich um die Betreuung der Angehörigen des Verunfallten gekümmert haben. Später sei auch die PSNV-Einheit (psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte) des Oberbergischen Kreises für die eingesetzten Kräfte alarmiert worden. „Für die ehrenamtlich Aktiven aber auch für die Beschäftigten des Rettungsdienstes, Berufsfeuerwehr und Polizei handelt es sich um keine alltägliche Einsatzlage und keine einfache Situation, die gut verarbeitet werden muss“, schildert die Feuerwehr.

 

 

Zur Höchstzeit waren knapp 120 Einsatzkräfte vor Ort. Das DRK kümmerte sich um die Verpflegung. Das THW Hückeswagen organisierte Kraftstoff-Nachschub für die eingesetzten Boote. Aufgrund der begrenzten Platzverhältnisse in Hammerstein und der Vielzahl an eingesetzten Kräften wurde auf dem Wanderparkplatz Voßhagen ein Bereitstellungsraum mit Pendelverkehr eingerichtet. Gegen 21 Uhr rückten die letzten Kräfte aus Hammerstein ab und die Einsatzstelle wurde an die Polizei übergeben. Die Ursache des Unglücks ist unklar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

 

+++Ursprungsmeldung (Montag, 11:24 Uhr)+++

 

Für einen 20-jährigen Hückeswagener endete am Sonntag ein Familienausflug zum Baden an der Wuppertalsperre tödlich. Wie die Polizei mitteilt, hatte er sich gegen 15:30 Uhr in Höhe der Ortslage "Hammerstein" zum Schwimmen ins Wasser begeben. Zeugen beobachteten, wie der Mann mit den Händen gestikulierte und anschließend im Wasser unterging. Zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr, Polizei und der DLRG beteiligten sich an der Suche. Auch das DRK war vor Ort. Gegen 19:30 Uhr wurde der 20-Jährige durch Taucher der DLRG in zwei Meter Wassertiefe tot aufgefunden. Nach derzeitigen Ermittlungen liegen keine Anhaltspunkte für ein mögliches Fremdverschulden vor.

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