Radevormwald – Mann ließ sich von vermeintlicher Bekanntschaft aus Bangkok zu Zahlungen auf einer Online-Plattform überreden.
In Radevormwald ist es erneut zu einem Fall von Love-Scamming gekommen. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, wurde ein 65-Jähriger das Opfer von Betrügern. Demnach stand der Mann seit dem 10. Januar in Kontakt zu einer vermeintlichen Frau aus Bangkok. Diese täuschte vor, eine gemeinsame Zukunft mit dem Oberberger aufbauen zu wollen. Darüber hinaus überzeugte sie ihn, auf einer Online-Plattform in den Handel mit Edelmetallen einzusteigen. Der 65-Jährige investierte einen vierstelligen Betrag. Anschließend brach der Kontakt zu der vermeintlichen Geliebten ab. Anzeige bei der Polizei erstattete der Radevormwalder schließlich am gestrigen Mittwoch.
Die Polizei warnt: Immer mehr Betrüger wittern das große Geschäft mit der Liebe. Mit dieser und ähnlichen Maschen, die als Love- bzw. Romance Scamming bekannt sind, richten Betrüger regelmäßig hohen finanziellen und emotionalen Schaden an. Kontakte werden über Partnerbörsen, soziale Medien oder Messengerdienste geknüpft. Nach vielen Chats, E-Mails oder Telefonaten, täuscht der Betrüger dann eine finanzielle Dringlichkeit vor und bittet um monetäre Unterstützung.
Deshalb soll man bei virtuellen Bekanntschaften besonders vorsichtig bleiben. „Spätestens, wenn Geldforderungen ins Spiel kommen, sollten die Alarmglocken schrillen!“, schreibt die Polizei. Niemals sollte Geld überwiesen werden, auch von Zahlungen per Gutscheinkarte oder Kryptowährung an Menschen, die man nur online kennt, wird dringend abgeraten. „Und geben Sie keine sensiblen Daten wie Bankverbindungen, Ausweiskopien oder Passwörter weiter“, heißt es weiter.
Die Polizei rät vielmehr: „Wenn Sie "gescammt" wurden, brechen Sie sofort den Kontakt ab, richten Sie eine neue E-Mail-Adresse ein und wechseln Sie die Telefonnummer. Weiterhin sollten Sie alle Mails und Chat-Texte als Beweis auf einem Speichermedium sichern und versuchen, bereits getätigte Überweisungen und Transaktionen rückgängig zu machen.“ Zudem solle man sich vertrauten Personen anvertrauen und in jedem Fall Anzeige erstatten.
Bei Fragen zu dem Thema hilft die kriminalpolizeiliche Beratungsstelle unter Tel.: 02261/ 81 99 -4700 oder -4701 weiter. Weitere Informationen zu dem Thema gibt es auch im Internet auf den Seiten der Polizeiberatung.