BLAULICHT
„Netzwerk Kradfahrer“: Nicht alle hielten sich an die Verkehrsregeln
Oberberg – Polizei führte am Sonntag eine größere Kontrollaktion durch, wobei vor allem Motorradfahrer im Fokus standen.
Am gestrigen Sonntag fand die Auftaktveranstaltung "Netzwerk Kradfahrer" statt. Immer wieder kommt es im Oberbergischen Kreis zu schweren Unfällen. So verloren im vergangenen Jahr zwei Kradfahrer auf oberbergischen Straßen ihr Leben, 35 wurden bei Unfällen schwer verletzt. Regelmäßig ist daher die Polizei insbesondere an Wochenenden unterwegs, um mit Kontrollen für eine Senkung der Unfälle zu sorgen.
Neben den Geschwindigkeitskontrollen und technischen Kontrollen ging es am Sonntag auch darum, mit den Motorradfahrern ins Gespräch zu kommen. Die Kontrollen fanden von 10 bis 18 Uhr an verschiedenen Örtlichkeiten im gesamten Kreisgebiet statt. Insgesamt kontrollierten die Beamten 121 Motorräder. In zehn Fällen wurden im Rahmen von technischen Kontrollen Ordnungswidrigkeiten festgestellt. 17 Biker waren zu schnell unterwegs, wovon 13 Verstöße mit einem Verwarngeld geahndet wurden.
Im Rahmen allgemeiner Verkehrskontrollen wurden bei acht weiteren Kradfahrern Ordnungswidrigkeiten festgestellt (zum Beispiel die Missachtung des Durchfahrtverbots für Zweiräder auf der K 19 in Lindlar). Am schnellsten war ein Motorradfahrer aus dem Oberbergischen unterwegs. Er hatte in Lindlar-Steinenbrücke 103 km/h anstatt der erlaubten 50 km/h auf dem Tacho. Bei den Autofahrern wurden 132 Geschwindigkeitsverstöße gemessen (108 Verwarngelder,
24 Ordnungswidrigkeiten-Anzeige).
Weitere Verstöße, wie die Benutzung von elektronischen Geräten beim Fahren, wurden in sieben Fällen geahndet. „Insgesamt kam die Polizei in freundlicher und entspannter Atmosphäre mit den Motorradfahrerinnen und Motorradfahrern ins Gespräch, die zum größten Teil Verständnis für die Kontrollen aufbrachten. Die oberbergische Polizei wird auch künftig das Ziel verfolgen, durch verstärkte polizeiliche Präsenz die Zahl der Kradunfälle zu reduzieren“, teilte die Polizei mit.