BLAULICHT

Gaffer behindern Arbeit der Feuerwehr

Red; 24.04.2020, 13:00 Uhr
Foto: Feuerwehr Gummersbach.
BLAULICHT

Gaffer behindern Arbeit der Feuerwehr

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Red; 24.04.2020, 13:00 Uhr
Gummersbach – Fünfter Einsatztag am Hömericher Kopf - Rückbau geht weiter.

+++AKTUALISIERUNG (Freitag, 13 Uhr)+++

 

Momentan erschweren einige Gaffer die Arbeit der Feuerwehr erheblich, die sich nicht an das ausgesprochene Betretungsverbot halten beziehungsweise außerhalb des Waldbgebiets den Einsatzkräften im Weg stehen. Dies teilt die Gummersbacher Stadtverwaltung mit. "Die Bürger reagieren teils auch mit Unverständnis darauf, wenn sie zurechtgewiesen werden." Aus diesem Grund weist die Stadt nochmals auf das Betretungsverbot hin und bittet ausdrücklich jeden Bürger, weder das Waldgebiet zu betreten noch die Arbeit der Feuerwehr im umliegenden Gebiet zu behindern.

 

Der Landesbetrieb Wald und Holz NRW hat aufgrund der erheblichen Gefahren für Leib und Leben das Betretungsverbot gestern ausgesprochen und eine entsprechende Allgemeinverfügung veröffentlicht, die zunächst bis 3. Mai, 24 Uhr, gilt.
 

Anlieger oder Personen, die ein besonderes Interesse am Betreten der Fläche darlegen können, müssen ihren Aufenthalt dem Reginalforstamt unter der Tel.: 02261/701 02 04 angeben. Ein Verstoß gegen das Verbot kann mit einem Bußgeld bis zu 25.000 € geahndet werden, teilt die Stadt Gummersbach mit.

 

Allgemeinverfügung

 

Karte des betroffenen Gebietes

 

+++AKTUALISIERUNG (Freitag, 11 Uhr)+++

 

Eine ruhige Nacht liegt hinter den 25 Einsatzkräften am Hömericher Kopf, wie Einsatzleiter Frank Raupach am Morgen mitteilte. "Es wurden nur noch zwei Brandnester entdeckt und abgelöscht." Heute wird das Gebiet weiter beobachtet und gegebenenfalls eingegriffen. Daneben treibt die Feuerwehr mit der Hilfe des THW den Rückbau voran. Unter anderem kilometerweise Schläuche müssen gereinigt werden, damit sie wieder eingesetzt werden können. Tagsüber werden 60 Männer und Frauen vor Ort sein. In der Nacht zu Samstag soll das Personal auf 20 reduziert werden, dann sollen nur noch zwei Unimogs und ein Löschfahrzeug am Hömericher Kopf sein. Die Reduzierung der Kräfte vor Ort stehe dann auch die kommenden Tage an, bis der Einsatz  offiziell beendet werden kann.

 

Unter den Helfern vor Ort befinden sich auch die Mitglieder des DRK Oberberg, die sich seit Brandausbruch am Montag durchgehend an der Einsatzstelle Gummersbach Hömerich im Einsatz befinden, heißt es in einer Mitteilung. "Wir verpflegen die Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und Polizei mit mehreren Mahlzeiten am Tag und in der Nacht sowie mit Snacks und Getränken." Aktuell sind oder waren Helfer aus dem gesamten Kreisgebiet im Einsatz und haben hunderte Stunden ehrenamtlich geleistet.

 

+++AKTUALISIERUNG (16:50 Uhr)+++

 

Bis hierhin liegt ein ruhiger Tag hinter den 60 Einsatzkräften vor Ort, sagte Einsatzleiter Frank Raupach auf Nachfrage. Gemeinsam mit dem THW baut die Feuerwehr langsam zurück, dazu gehören beispielsweise die Schläuche, die quer durch das Gebiet lagen und liegen. Außerdem kümmern sich einige Einheiten mit Unimogs auf der Südost-Flanke um letzte Glutnester. Die Schlauchleitungen aus den Ortslagen bleiben sicherheitshalber noch bestehen. Um die riesige Fläche auf gefährliche Stellen zu kontrollieren, patrollieren die Einsatzkräfte beständig mit den Unimogs auf den geschaffenen Wegen.

 

Nachts werden sie aber auch zu Fuß unterwegs sein, so Raupach.  Die Anzahl an Kräften werde zur Nachtschicht auf rund 30 halbiert. Während die vergangenen Nächte das THW für Licht gesorgt hatte, sei das Hilfswerk nun anderorts gefordert. Die Einsatzkräfte könnten sich aber auf ihre Sinne verlassen. Raupach findet es toll, wie sich die Arbeit zwischen den Helfern die vergangenen Tage eingespielt hat. "Da geht inzwischen alles Hand in Hand."

 

Morgen, am fünften Tag des Einsatzes, soll nach Möglichkeit weiter zurückgebaut und das Personal weiter reduziert werden. "Wir müssen schnell sehen, dass wir wieder Kräfte sammeln und überall einsatzbereit werden", sagte Raupach weiter. Die Gefahr, dass an einem anderen Ort im Kreis bald der nächste Waldbrand ausbricht, sei nicht gering.

 

+++AKTUALISIERUNG (15:45 Uhr)+++

 

Heute morgen hat NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser das Brandfeld in Gummersbach besucht. Dabei dankte sie allen Helfern und Einsatzkräften und sprach auch unter anderem darüber, wie in Zeiten des Klimawandels die Waldbrandgefahr verringert werden soll. Den Bericht gibt es hier.

 

+++AKTUALISIERUNG (14:45 Uhr)+++

 

Die Zahl der Einsatzkräfte wurde am Hömerich heute deutlich zurückgefahren, teilt die Feuerwehr Gummersbach mit. Trotzdem befindet sich die Feuerwehr, unterstützt durch weitere Hilfsorganisationen, weiterhin im Einsatz. Vermehrt sind den Einsatzkräften in den vergangenen Tagen Fußgänger und Fahrradfahrer aufgefallen, die durch die Einsatzstelle gelaufen bzw. gefahren sind. Durch umfallende Bäume und Großfahrzeuge der Feuerwehr besteht absolute Lebensgefahr. Die Feuerwehr appelliert, dass man der Allgemeinverfügung des Landesbetriebs Wald und Holz NRW unbedingt Folge leisten soll.

 

+++AKTUALISIERUNG (14:20 Uhr)+++

 

Laut den Waldbrandgefahrenprognosen des Deutschen Wetterdienstes liegt die Gefahrstufe in den nächsten Tagen bei Stufe 3 (mittlere Gefahr). Das Totholz und die trockenen Böden in den Wäldern können sich schnell entzünden. „Da kann der kleinste Funke einen Flächenbrand auslösen“, sagt Kreisbrandmeister Wilfried Fischer. „Bitte seien Sie deshalb beim Aufenthalt in den Wäldern besonders vorsichtig und halten Sie sich an die Regeln! Gehen Sie aufmerksam durch Wald und Flur. Melden Sie Rauchentwicklung sofort über die Notrufnummer 112“, appelliert Landrat Jochen Hagt. Gemeinsam mit Wilfried Fischer gibt er Verhaltensempfehlungen, die insbesondere während der derzeitigen Trockenperiode beachtet werden müssen.

 

Verhaltensempfehlungen:

• Im Wald gilt Rauchverbot!

• Keine illegale Müllentsorgung: Werfen Sie keine brennenden Zigaretten aus dem Auto-/ Fenster. Auch Flaschen und Glasscherben können bei Sonneneinstrahlung durch den sogenannten Brennglaseffekt Feuer auslösen.

• Beachten Sie das absolute Verbot für offenes Feuer in Wäldern und an Waldrändern.

• Benutzen Sie nur ausgewiesene Parkplätze beim Ausflug in die Natur. Grasflächen könnten durch heiße Katalysatoren entzünden.

• Halten Sie die Zufahrten zu den Wäldern und Talsperren / Badeseen usw. frei - sie sind wichtige Rettungswege! Beachten Sie unbedingt Park- und Halteverbote.

• Melden Sie Brände oder Rauchentwicklungen sofort über die Notrufnummer 112.

 

Landrat dankt den Helfern

 

Nach bisherigen Schätzungen wurden zwischen 30 und 50 Hektar Wald allein auf der Hömerich in Gummersbach-Strombach zerstört. Unterstützung erhielten die kommunalen Feuerwehren von den Hilfsorganisationen im Oberbergischen Kreis sowie durch überörtliche Kräfte von Polizei und Feuerwehr. Ebenfalls waren der Aggerverband, ortsansässige Landwirte, das Umweltamt des Oberbergischen Kreises sowie die Ordnungsbehörden und weitere Helfer im Einsatz. Die Leitstellen arbeiteten mit verstärkten Kräften. „Ich bin beeindruckt von dem enormen Engagement aller Einsatzkräfte, die in dieser Ausnahmesituation kreisweit geholfen haben. Hier wird und wurde Hand in Hand gearbeitet, um das Brandgeschehen einzudämmen und die Bevölkerung zu schützen. Dafür bedanke ich mich sehr herzlich“, sagt Landrat Jochen Hagt. Er richtet seinen Dank auch an die Unternehmen, die ihre Arbeitnehmer für diese wichtige ehrenamtliche Hilfe freistellen.

 

 

+++ 1. Meldung, 13:45 Uhr +++

 

Für das vom Brand am 20. April betroffene Waldgebiet am Hömerich gilt ab sofort: "Betreten verboten!" Der Landesbetrieb Wald und Holz NRW hat aufgrund der erheblichen Gefahren für Leib und Leben eine entsprechende Allgemeinverfügung veröffentlicht, die zunächst bis 3. Mai, 24 Uhr, gilt.
 

Anlieger oder Personen, die ein besonderes Interesse am Betreten der Fläche darlegen können, müssen ihren Aufenthalt dem Reginalforstamt unter der Tel.: 02261/701 02 04 angeben. Ein Verstoß gegen das Verbot kann mit einem Bußgeld bis zu 25.000 € geahndet werden, teilt die Stadt Gummersbach mit.

 

Allgemeinverfügung

 

Karte des betroffenen Gebietes

 

 

Hier geht es zum Ticker von Mittwoch, 22. April.

 

Hier geht es zum Ticker von Dienstag, 21. April.

 

Hier geht es zum Ticker von Montag, 20. April.

KOMMENTARE

1

Ganz herzlichen Dank für euren mutigen und ausdauernden Einsatz!
Ihr seid die wirkliche Helden!

Maiki, 24.04.2020, 12:23 Uhr
2

Ich danke auch allen Einsatzkräften für ihren unermüdlichen Einsatz trotz der Gefahr welcher sie sich aussetzen und bringe auch kein Verständnis dafür auf, dass sie sich auch noch mit Gaffern auseinandersetzen müssen.

Volker Hagen, 24.04.2020, 15:04 Uhr
3

Ich möchte die Gelegenheit nutzen und mal ALLEN Ehrenamtlern danken. Allen, die ständig freiwillig bereit sind alles Stehen und Liegen zu lassen um Anderen zu helfen, zu löschen, zu retten, zu bergen. Nochmals ausdrücklich: herzlichen Dank.

Andrea Riethig, 24.04.2020, 16:55 Uhr
4

Ich frage mich, warum man diese Gaffer nicht bestraft und da so konsequent ist, wie in anderen Verfügungen. Feuerwehr und Rettungsdienste zu behindern ist das Allerletzte, nicht erst seit heute. [...]

C. Berger, 24.04.2020, 17:20 Uhr
5

Meine Kinder(2 und 7 Jahre)finden alles was mit Blaulicht ist, total interessant...Ob ich das als Gafferei bezeichnen würde,ist sehr fraglich.Aber man kann natürlich auch maßlos übertreiben!

MdotL, 25.04.2020, 20:12 Uhr
6

Kleine Andekdote: Am beschriebenen Einsatzort kam Freitagabend ein Bürger und fragte die Einsatzkräfte, ob er mal in den abgebrannten Wald dürfe. Er sei allerdings kein Katastrophen-Tourist sondern "nur neugierig".
Ihm wurde freundlich der Zutritt verweigert, trotz dieser stichhaltigen Argumente. :-)

Alex, 28.04.2020, 14:05 Uhr
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