BLAULICHT
Betrüger mit mobilem Lesegerät erfolgreich
Bergneustadt - Seniorin wurde um einen niedrigen vierstelligen Betrag betrogen - Polizei warnt vor Masche.
Eine 80-Jährige aus Reichshof ist am Freitag, 25. September, zwischen 13 und 14 Uhr auf einem Supermarktparkplatz in der Stadionstraße von einem vermeintlichen Spendensammler angesprochen und um einen niedrigen vierstelligen Betrag betrogen worden. Dies teilt die Polizei mit. Der Betrüger bat um eine Spende für Blinde und Gehörlose und zeigte der Seniorin eine Liste, auf der bereits mehrere Spenden von jeweils 10 Euro mit den Unterschriften der Spender aufgeführt waren. Die Reichshoferin bot an, ebenfalls 10 Euro in bar zu spenden.
Der angebliche Spendensammler behauptete daraufhin, dass Spenden nur per Kartenzahlung möglich seien, und präsentierte der 80-Jährigen ein mobiles Kartenlesegerät. Der Betrüger tippte den vermeintlichen Betrag von 10 Euro ein und die Seniorin gab ihre Geheimzahl ein.
Als die Reichshoferin am Montag einen Kontoauszug am Bankautomaten zog, musste sie feststellen, dass am Freitagmittag ein vierstelliger Betrag von dem Konto abgebucht worden war. Die Seniorin ließ daraufhin die Karte sperren und erstattete Anzeige bei der Polizei.
Der Betrüger wird als etwa 20 bis 25 Jahre alt, rund 1,70 Meter groß und von untersetzter Statur beschrieben. Er trug eine schwarze Hose und ein dunkles T-Shirt. Der Unbekannte hatte dunkle kurze Haare, ein rundes Gesicht und sprach gebrochen Deutsch, so die Polizei weiter.
Hinweise nimmt die Kriminalpolizei in Gummersbach unter Tel.: 02261/
81 99-0 oder per E-Mail entgegen.
Die Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche und rät dazu, vorsichtig zu sein, wenn man von fremden Personen angesprochen und um Spenden gebeten wird. "Besonders wenn ein mobiles Endgerät/ein Kartenlesegerät ins Spiel kommt, sollten Sie misstrauisch sein. Solche Situationen sind oft Teil einer Betrugsmasche." Schilderungen von Notlagen sollten hinterfragt werden. "Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, auch wenn die Geschichte glaubwürdig erscheint." Betrüger nutzten oft emotionale Manipulation, um Hilfsbereitschaft auszunutzen.
"Sie müssen forsches oder gar bedrohliches Verhalten, zum Beispiel durch Spendensammler an der Haustür oder im öffentlichen Raum, nicht tolerieren." Bei aggressivem Verhalten sollte die Polizei unter der Notrufnummer 110 gerufen werden. Wer Opfer eines Betrugs geworden ist, sollte Anzeige erstatten.