BLAULICHT

Betrüger mit Schockanruf erfolgreich

Red; 21.06.2026, 13:15 Uhr
BLAULICHT

Betrüger mit Schockanruf erfolgreich

Red; 21.06.2026, 13:15 Uhr
Gummersbach – 82-Jähriger übergab Gold und Geld – Polizei warnt vor dreister Masche.

Dreiste Betrüger haben am Freitag einen 82-jährigen Gummersbacher um Geld und Gold gebracht, teilt die Polizei mit. Der Senior erhielt gegen 15:30 Uhr einen Anruf von einem Mann, der sich am Telefon als Polizeibeamter aus Gummersbach ausgab. Er berichtete, dass die Tochter des 82-Jährigen bei einem Verkehrsunfall eine andere Person getötet habe und sich nun in Untersuchungshaft befinde. Für die Freilassung werde Geld benötigt.

 

Der 82-Jährige bot für die Freilassung seiner Tochter einen mittleren vierstelligen Bargeldbetrag sowie Goldbarren an. Kurz darauf wurde das Gespräch beendet. Gegen 18:30 Uhr erschien dann ein angeblicher Polizeibeamter an der Anschrift des Seniors. Geld und Gold wurden übergeben und der Abholer machte sich aus dem Staub.

 

Wegen einer Sehbeeinträchtigung war es dem Senior nur schwer möglich, den Betrüger zu beschreiben. Der Abholer war jung (etwa 18 bis 20 Jahre alt) und trug grüne Kleidung. Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat 3 unter Tel.: 02261/81 99-0 oder unter poststelle.oberbergischer-kreis@polizei.nrw.de entgegen.

 

Die Polizei warnt eindringlich vor dieser Masche und rät:

 

Mit einem Schockanruf setzten die Betrüger, die sich ohnehin in einer

emotionalen Ausnahmesituation befindlichen, meist älteren Personen unter Druck. In den Anrufen geben sich die Betrüger als Polizeibeamte, Staatsanwälte oder Richter aus und behaupten beispielsweise, dass ein naher Angehöriger einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem jemand verletzt oder sogar getötet wurde. Um eine bevorstehende Haft zu verhindern, fordern sie die angerufene Person auf, einen Geldbetrag oder Schmuck/Edelmetall zu zahlen bzw. zu übergeben.

 

  • Seien Sie misstrauisch bei Anrufen, in denen Geldforderungen gestellt werden, insbesondere wenn die Anrufer Druck ausüben oder eine emotionale Notlage ausnutzen.

 

  • Beenden Sie das Telefonat und informieren Sie sofort die Polizei über die 110.

 

  • Versuchen Sie, die betreffende Person selbst zu erreichen, um die Angaben zu überprüfen.

 

  • Geben Sie unbekannten Personen keine Auskünfte über Ihre Vermögensverhältnisse oder andere sensible Daten.

 

  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen, angebliche Mitarbeiter von Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichten oder Geldinstituten.

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