BLAULICHT

130 Feuerwehrleute bekämpfen Waldbrand in Lindlar

Red; 13.08.2026, 19:18 Uhr
Fotos: Feuerwehr Lindlar, privat --- Bei Wolfsschlade in Lindlar brennt es im Wald.
BLAULICHT

130 Feuerwehrleute bekämpfen Waldbrand in Lindlar

Red; 13.08.2026, 19:18 Uhr
Lindlar - An der K 19 in der Nähe von Wolfsschlade standen am Abend rund zwei Hektar Wald in Flammen - Großaufgebot der Feuerwehr hat den Brand inzwischen unter Kontrolle gebracht - Bereits am Nachmittag hatte es in Lindlar und Waldbröl gebrannt (AKTUALISIERT).

+++2. Meldung (Donnerstag, 22:10 Uhr)+++

 

Die gute Nachricht vorweg: Der Waldbrand an der K 19 in Lindlar ist gegen 21 Uhr unter Kontrolle gebracht worden. Die Arbeit für die Einsatzkräfte ist aber noch nicht vorbei: Aktuell finden umfangreiche Nachlöscharbeiten statt, denn es gibt in dem betroffenen Bereich noch diverse Glutnester. Die Drohnenstaffel des Oberbergischen Kreises kontrolliert das Areal von oben mit der Kamera.

 

[Die Rauchsäule war von Weitem erkennbar.]

 

Nach Angaben des Lindlarer Feuerwehrsprechers Hans Peter Scheurer standen circa zwei Hektar Wald in Flammen. Dabei klangen die ersten Meldungen gar nicht so dramatisch. Anrufer berichteten von einem kleinen Vegetationsbrand von rund 20 Quadratmetern Größe, von Lindlar aus gesehen etwa 100 Meter unterhalb der Einmündung Richtung Eichholz.

 

Doch der staubtrockene Boden und der relativ starke Wind ließen die Lage rasch eskalieren. Zu den Schwierigkeiten für die Feuerwehr gehörte, dass sich die Flammen aufgrund der wechselnden Winde mal Richtung Tal und mal bergauf ausbreiteten. „Das Ziel war zu verhindern, dass das Feuer nicht über einen Wanderweg, der sich am Berg befindet, läuft. Das ist uns zum Glück gelungen“, berichtete Scheurer.

 

Das Brandgebiet wurde von der Feuerwehr per Zangenstellung praktisch umzingelt. Hierfür war ein hoher Personalansatz notwendig. In der Spitze waren 130 Kräfte mit den Löscharbeiten beschäftigt. Die Einsatzleitung hat Lindlars Wehrleiter Axel Richerzhagen inne.

 

 

„Wie häufig bei einem Waldbrand, war zunächst auch die Löschwasserversorgung ein Problem“, schilderte Scheurer. Mit einem speziellen Waldbrandfahrzeug, das bei der Feuerwehr Marienheide stationiert und mit einem 4.000-Liter-Tank ausgestattet ist, wurde Wasser im Pendelverkehr aus dem Industriegebiet Klause Richtung Einsatzstelle gebracht.    

 

Zur Unterstützung waren Einheiten aus Marienheide, Gummersbach und Nümbrecht vor Ort. Die Feuerwehr Wipperfürth ist ebenfalls ausgerückt, um eingreifen zu können, falls es in der Nähe zu einem weiteren Waldbrand kommen sollte. Der Löschzug Ründeroth stellt im Lindlarer Gerätehaus den Grundschutz für die Gemeinde sicher. Um die Versorgung der Kameraden kümmert sich das Deutsche Rote Kreuz.

 

Wie geht es nun weiter? Mit einem Mulcher, der von einem örtlichen Forstbetrieb zur Verfügung gestellt wurde, soll das Erdreich aufgelockert werden. So wird verhindert, dass sich das Feuer unterirdisch durch den trockenen Untergrund fressen kann. Das Technische Hilfswerk ist angefordert worden, um die Einsatzstelle auszuleuchten. Laut Hans Peter Scheurer wird der Einsatz noch einige Stunden andauern.

 

[Lindlars Bürgermeister Sven Engelmann informiert sich bei Kreisbrandmeister Julian Seeger (re.) und dessen Stellvertreter Frank Hartkopf.]

 

+++1. Meldung (Donnerstag, 19:15 Uhr)+++

 

Die Trockenheit der vergangenen Wochen hat am heutigen Donnerstag ihren Tribut gefordert: Sowohl an zwei unterschiedlichen Orten in Lindlar als auch in Waldbröl musste die Feuerwehr zu Wald- bzw. Vegetationsbränden ausrücken.

 

 

Seit dem frühen Abend bekämpft die Feuerwehr Lindlar im Bereich Wolfsschlade zwischen dem Industriegebiet Klause und dem Hauptort ein größeres Feuer im Wald neben der K 19, die aufgrund der Löscharbeiten gesperrt ist. Zur Unterstützung wurden weitere Einheiten angefordert. Etwa 100 Kräfte haben sich versammelt, um den Flammen Herr zu werden. Nach Angaben von Lindlars Feuerwehrsprecher Hans Peter Scheurer brennt es auf einer Fläche von etwa zwei Hektar. Kreisbrandmeister Julian Seeger macht sich ebenfalls ein Bild von der Lage.

 

Am Nachmittag war die Feuerwehr Lindlar bereits bei der kleinen Ortschaft Zäunchen in der Nähe von Scheel im Einsatz, um einen Vegetationsbrand auf einer Fläche von rund 300 Quadratmetern zu löschen.

 

Parallel dazu brannte es in einem Waldstück an der Friedensmauer in Waldbröl. Hier löschte die Feuerwehr Waldbröl gemeinsam mit Kameraden aus Morsbach ebenfalls einen Vegetationsbrand. Knapp 200 Quadratmeter standen in Flammen.

 

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