BLAULICHT

Feuerwehr kämpft stundenlang gegen verheerendes Feuer

Red; 29.12.2025, 13:40 Uhr
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Fotos: Michael Kleinjung.
BLAULICHT

Feuerwehr kämpft stundenlang gegen verheerendes Feuer

Red; 29.12.2025, 13:40 Uhr
Bergneustadt - 100 Kräfte waren in der Nacht bei einem Großbrand in Neuenothe im Einsatz - Zwei Häuser durch Feuer stark beschädigt - Bewohner blieben unverletzt - Klirrende Kälte erschwerte die Löscharbeiten - Polizei hat die Ermittlungen zur Ursache übernommen (AKTUALISIERT).

+++3. Meldung (Montag, 13:40 Uhr)+++

 

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen und sucht weitere Zeugen. Nach Angaben der Polizei hatte eine Bewohnerin gegen 1:30 Uhr einen Knall gehört. Als sie aus dem Fenster schaute, stand der Audi in Flammen. Der Brandort wurde beschlagnahmt. Hinweise nimmt Kriminalkommissariat 1 unter Tel.: 02261/81 99-0 oder poststelle.oberbergischer-kreis@polizei.nrw.de entgegen.  

 

+++2. Meldung (Montag, 11:05 Uhr)+++ 

 

Am Montagmorgen hat Bergneustadts Wehrleiter Michael Stricker weitere Details zu dem verheerenden Brand in Neuenothe bekanntgegeben. Die Bewohner der beiden betroffenen Häuser in der Straße „Hepperblick“ hatten sich rechtzeitig ins Freie begeben und blieben unverletzt. Ein Kamerad, der an den Löschmaßnahmen im Drehleiterkorb beteiligt war, musste den Einsatz zwischenzeitlich wegen Kreislaufproblemen abbrechen.

 

Bis 6 Uhr war die Feuerwehr damit beschäftigt, das Großfeuer zu löschen. Laut Stricker sind die beiden Gebäude derzeit nicht bewohnbar. Den entstandenen Schaden schätzt er auf einen mittleren sechsstelligen Betrag. Die Brandursache ist unklar, die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Klar ist lediglich, dass das Feuer an einem weißen Audi A3 entstanden war. Der Eigentümer hatte noch versucht, den Wagen wegzufahren, was jedoch nicht gelang.

 

[Auch über die Drehleiter wurde der Brand bekämpft.]

 

Als die ersten Einsatzfahrzeuge eintrafen, stand ein Carport in Vollbrand und das Feuer war auf die Dachstühle des direkt angrenzenden Gebäudes sowie eines benachbarten Hauses übergriffen. Dort hatten sich die Flammen bereits in das Erdgeschoss gefressen. Nach Angaben von Stricker brannte es in einem Schlafzimmer sowie in einem Badezimmer. Er sprach von einer rasanten Ausbreitung des Feuers.

 

Die Löscharbeiten gestalteten sich in vielerlei Hinsicht schwierig. Nachdem anfängliche Probleme mit der Wasserversorgung behoben worden waren, machte den Einsatzkräften besonders die klirrende Kälte zu schaffen, wie Stricker erklärte. Zwischenzeitlich waren alle Bergneustädter Einheiten sowie ein Fahrzeug der Feuerwehr Drolshagen und die Atemschutzreserve des Kreises alarmiert worden. Diverse Atemschutz-Trupps nahmen den Löschangriff vor. Rund 100 Kräfte waren vor Ort, die Feuerwehr Gummersbach übernahm den Grundschutz für das Stadtgebiet.

 

Sorgen bereitete eine größere Menge Brennholz, das in dem Carport gelagert worden war. Die Einsatzleistung entschied sich dazu, das leicht brennbare Holz mit einem Schaumteppich zu bedecken, damit die Flammen nicht noch zusätzlich angefacht werden. Die Feuerwehr musste die Dächer der Häuser zum Teil abdecken, um Glutnester ausfindig zu machen.

 

Alles in allem ein langwieriges und strapaziöses Unterfangen. „Das war ein sehr anstrengender Einsatz“, meinte Stricker, der sich bei der Nachbarschaft bedankte, die die Feuerwehr mit Heißgetränken unterstützte und einen warmen Unterstand zur Verfügung stellte. Mitarbeiter des städtischen Baubetriebshofes streuten den betroffenen Bereich mit Salz ab, damit die durch das ablaufende Löschwasser vereiste Straße sicher betreten werden konnte.  

 

„Man kann von Glück reden, dass sich niemand verletzt hat“, so Stricker zu den schwierigen Bedingungen vor Ort. Für die Feuerwehr Bergneustadt sei es das vierte große Brandereignis in diesem Jahr gewesen. Einsätze dieser Art würden eine große Belastung für Mensch und Material darstellen. „So etwas fordert auch die Feuerwehr immer sehr stark“, erklärte der Neustädter Wehrchef.

 

+++1. Meldung (Montag, 8:15 Uhr)+++

 

Vergangene Nacht sorgte ein Brand im Bergneustädter Stadtteil Neuenothe für einen Großeinsatz der Feuerwehr. Nach ersten Erkenntnissen war in der Straße „Hepperblick“ offenbar ein Auto in Brand geraten. Die Flammen schlugen zunächst auf einen Carport über, der bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte, die gegen 1:30 Uhr alarmiert worden waren, bereits in voller Ausdehnung brannte, wie der Bergneustädter Wehrchef Michael Stricker während der Löschmaßnahmen berichtete.   

 

 

Das Feuer breitete sich anschließend auf die Dachstühle zweier angrenzender Wohnhäuser aus, in dem unmittelbar angrenzenden Gebäude entwickelte sich ein großflächiger Innenbrand. Mehrere Trupps unter Atemschutz versuchten, die Feuersbrunst einzudämmen. Laut Stricker war die gesamte Bergneustädter Feuerwehr mit etwa 70 Kräften im Einsatz, zusätzlich wurde überörtliche Hilfe angefordert. Kreisbrandmeister Julian Seeger machte sich ebenfalls ein Bild von der Lage.   

 

Da das ablaufende Löschwasser aufgrund der Minustemperaturen sofort gefror, kam es zu einem massiven Einsatz von Streusalz. Deshalb war auch der Baubetriebshof der Stadt Bergneustadt vor Ort.

 

Weitere Informationen folgen!

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