BLAULICHT
Fall in Nümbrecht: Polizei warnt vor Warenbetrug
Oberberg - 49-Jähriger bezahlte für ein Gerät, erhielt es aber nicht - Fast täglich gibt es Anzeigen wie diese.
Vor Betrügern im Internet warnt die Polizei in einer Mitteilung. Ein 49-Jähriger aus Nümbrecht kaufte Anfang Oktober über ein Online-Anzeigenportal ein Bosch-Gerät. Er bezahlte den vereinbarten dreistelligen Betrag über Paypal-Freunde, so die Polizei. Kaum hatte er bezahlt, waren alle aufgegebenen Anzeigen des Verkäufer-Profils verschwunden. Ware erhielt er nicht.
Bei der Kreispolizeibehörde gingen fast täglich Anzeigen wegen Warenbetrugs im Internet ein, heißt es weiter. Die Abläufe gleichen sich oft. Die Geschädigten bezahlen im Voraus und erhalten dann keine Ware. Immer wieder wird zum Beispiel beim Online-Bezahldienst Paypal die Option "Freunde und Familie" gewählt, weil dabei keine zusätzlichen Gebühren anfallen. Das Problem: Bei dieser Option besteht kein Käuferschutz, sodass das Geld nur selten zurückgefordert werden
kann.
Die Polizei rät deshalb, verifizierte Zahlungsmethoden zu nutzen, bei denen das Geld "zwischengeparkt" wird. Auf die Zahlungsfunktion "PayPal-Freunde" sollte verzichtet werden, wenn die Verkäufer nicht persönlich bekannt sind. Auf Links in SMS oder E-Mails sollte niemals geklickt werden. Bei Überzahlungen ist Misstrauen angebracht: "Niemals Differenzbeträge zurücküberweisen. Stattdessen die Plattform kontaktieren", so die Polizei. Wenn ein Betrug vorliegt, sollte Anzeige erstattet und das Verkaufsportal informiert werden.