BLAULICHT

Lindlarerin (83) händigt Betrügern mittlere fünfstellige Summe aus

Red; 18.09.2026, 11:37 Uhr
BLAULICHT

Lindlarerin (83) händigt Betrügern mittlere fünfstellige Summe aus

Red; 18.09.2026, 11:37 Uhr
Lindlar – Mit einer angeblichen Krebserkrankung schockten Betrüger eine Frau aus Lindlar – Die Kriminellen gaben sich als Ärztin am Kreiskrankenhaus Gummersbach aus.

Nachdem schon am Mittwoch Kriminelle mit einem Schockanruf bei einer 89-jährigerin Lindlarerin erfolgreich waren und eine fünfstellige Summe erbeuteten (OA berichtete), vermeldete die Polizei am Freitag den nächsten erfolgreichen Betrugsversuch in der Lindlarer Ortschaft Kapellen-Süng. Das Opfer diesmal: eine 83-jährige Frau. Laut Polizei nahm die Seniorin am Donnerstag gegen 13 Uhr den Anruf einer angeblichen Ärztin des Kreiskrankenhauses Gummersbach entgegen. Diese berichtete, dass die Tochter der Rentnerin eingeliefert wurde und dass bei ihr Krebs im Endstadium diagnostiziert worden sei.

 

Das Gespräch wurde dann von einem Betrüger übernommen, welcher sich als ein Professor Doktor des Gummersbacher Krankenhauses vorstellte. Dieser erklärte der 83-Jährigen, dass ein lebensnotwendiges Medikament aus der Schweiz beschafft werden müsse und für das Medikament eine sechsstellige Summe benötigt werden würde. In Sorge um ihre Tochter bot die Lindlarerin eine mittlere fünfstellige Summe an.

 

Um etwa 14:30 Uhr erschien dann eine vermeintliche Mitarbeiterin des Krankenhauses an der Wohnungstür der Seniorin und das Geld wurde übergeben. Die Abholerin wird als etwa 1,65 m groß, circa 40 Jahre alt und von süd-/osteuropäischem Erscheinungsbild beschrieben. Die Unbekannte hatte dunkle Haare und einen gebräunten Teint. Eine knappe halbe Stunde später erschien dann die Tochter der älteren Dame zu Besuch bei ihrer Mutter. Die 83-Jährige erschrak, da sie ihre Tochter im Krankenhaus vermutete. Die Seniorin berichtete ihrer Tochter, was vorgefallen war, welche dann unverzüglich die Polizei verständigte.

 

Der Betrug ereignete sich im Bereich der Straßen "Anton-Esser-Straße/Schulweg/Mühlenweg und Am Mühlenberg". Zeugen werden gebeten, sich zu melden. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei in Gummersbach unter der Tel.: 02261/81 990 oder per E-Mail entgegen. Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang erneut vor Schockanrufen, deren Opfer zumeist ältere Menschen sind. Es wird geraten, immer direkt mit dem benannten Familienmitglied, am besten über die altbekannte Telefonnummer, Kontakt aufzunehmen, um die getätigten Angaben zu überprüfen. „Das einzig Richtigen in so einem Fall: Hörer auflegen und die Polizei verständigen“, schreibt die Polizei.

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