BLAULICHT
Nach Brandstiftung: 39-Jähriger muss dauerhaft in Psychiatrie
Gummersbach/Köln – Anfang Januar soll ein Gummersbacher das Haus seines Stiefvaters auf dem Bernberg angezündet haben – Der Mann soll aufgrund einer paranoiden Schizophrenie eine Gefahr für die Allgemeinheit sein – Urteil am Landgericht Köln.
Am Nachmittag des 10. Januar wurde die Gummersbacher Feuerwehr zu einem Brand auf dem Bernberg gerufen. In einer Doppelhaushälfte standen eine Küche und ein Wohnzimmer komplett in Flammen. Ursächlich dafür war eine Brandstiftung; der mutmaßliche Täter der Stiefsohn des Hauseigentümers. In den vergangenen Wochen musste sich der 39-Jährige wegen schwerer Brandstiftung vor der 5. Großen Strafkammer am Landgericht Köln verantworten. Vergangenen Freitag fiel das Urteil.
Wie der Kölner Stadtanzeiger berichtete, wurde das Urteil in Abwesenheit des Angeklagten gefällt. Der Mann, der nach der Tat auf richterliche Anordnung in einer Klinik in Bedburg-Hau untergebracht worden ist, leidet an einer paranoiden Schizophrenie. Er gilt als schuldunfähig. Nach der Verhandlung am 3. August soll sich der Zustand des 39-Jährigen derart verschlechtert haben, dass ihm von seiner behandelnden Ärztin eine Verhandlungsunfähigkeit attestiert worden war.
Das Gericht hat am Freitag angeordnet, dass der Gummersbacher dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden soll. Damit folgte das Gericht der Forderung der Staatsanwaltschaft. Diese hatte befürchtet, dass der 39-Jährige aufgrund seiner Erkrankung auch in Zukunft ähnlich schwere Straftaten begehen könne und in ihm eine Gefahr für die Allgemeinheit gesehen.
Weitere Artikel zum Thema:
Küche und Wohnzimmer standen in Vollbrand
Gummersbacher (39) soll Haus des Stiefvaters angezündet haben – ist er schuldfähig?
Schwere Brandstiftung: Gummersbacher hielt Feuerzeug noch in der Hand