BLAULICHT
Prozess um Vergewaltigung in der Ehe endet früher als geplant
Gummersbach/Köln – Das Landgericht Köln hebt im Verfahren gegen einen 36-jährigen Gummersbacher mehrere Verhandlungstermine auf – Urteil schon kommenden Dienstag.
Von Peter Notbohm
Fünfmal soll Sandro O. (Anm.d.Red.: Name geändert) seine Frau während der gemeinsamen Ehe vergewaltigt haben. Laut Anklage soll er dabei den Schlaf seiner Ehefrau ausgenutzt haben, um sich an ihr zu vergehen. Seit Mittwoch muss sich der Gummersbacher (36) deshalb vor der 13. Großen Strafkammer am Landgericht Köln verantworten (OA berichtete).
Doch nun folgt in dem Prozess eine überraschende Wende. Nachdem das mutmaßliche Opfer am Donnerstag unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgesagt hat, hat die Kammer um den Vorsitzenden Richter Benjamin Roellenbleck alle weiteren Verhandlungstermine bis auf einen aufgehoben. Ursprünglich hatte die Kammer sechs Verhandlungstage für das Verfahren angesetzt. Schon am kommenden Dienstag soll nach den Plädoyers das Urteil fallen. Das bestätigte eine Landgerichtssprecherin auf OA-Nachfrage.
Heute sollte ursprünglich die Zeugin eines Vorfalls aus dem Jahr 2021 aussagen. Der heutige Termin werde aber nicht mehr benötigt, hieß es aus dem Landgericht.