BLAULICHT
Sexueller Missbrauch: Fast neun Jahre Haft für Familienvater gefordert
Waldbröl – Im Prozess gegen einen Mann aus Waldbröl, der seine zwei Töchter und seine Nichte sexuell missbraucht haben soll, wurden am Landgericht Bonn die Plädoyers gehalten.
Ein 50-jähriger Familienvater aus Waldbröl soll für den wiederholten und teils schweren sexuellen Missbrauch seiner beiden Töchter und seiner Nichte für acht Jahre und zehn Monate ins Gefängnis. Das hat die Staatsanwaltschaft am Landgericht Bonn nun im Rahmen der Plädoyers diese Woche gefordert. Diese wurden unter Ausschluss der Öffentlichkeit gehalten, da auch Teile des Hauptverfahrens nicht öffentlich waren.
Laut einem Sprecher des Landgerichts verzichtete die Nebenklagevertreterin auf einen konkreten Antrag, bat aber um eine tat- und schuldangemessene Strafe. Alle drei Opfer traten im Prozess als Nebenkläger auf. Die Verteidigung plädierte auf eine Haftstrafe von nicht mehr als sieben Jahren. Das Urteil fällt die 8. Große Strafkammer am kommenden Mittwoch. Damit endet der Prozess deutlich früher als erwartet. Ursprünglich waren sieben Verhandlungstage bis zum 3. Juni angesetzt. Der Angeklagte hatte zum Auftakt ein Geständnis abgelegt (OA berichtete).