BLAULICHT

Sicher auf der Trasse

pra; 23.07.2026, 18:00 Uhr
Foto: Josephine Tscheliesnigg --- Das Verkehrssicherheitsteam der Polizei: Michaela Barz, Uwe Petsching, Daniela Kindel und Ina Beyenburg.
BLAULICHT

Sicher auf der Trasse

pra; 23.07.2026, 18:00 Uhr
Wipperfürth – Informationsveranstaltung zur Sensibilisierung an den Ohler Wiesen – Für gegenseitige Rücksichtnahme und Sicherheit.

Von Josephine Tscheliesnigg

 

Auf der Bahntrasse finden auch in diesem Jahr wieder die Informationsveranstaltungen der Verkehrsunfallprävention der Polizei statt. Heute war das Team an den Ohler Wiesen in Wipperfürth. Im Fokus standen neben gegenseitiger Rücksichtnahme auch die Sicherheit auf dem Fahrrad sowie die richtige Helmeinstellung.

 

Begeistert von den vier Beamten, schauten sich die sechsjährige Maira und ihr Papa Sascha aus Wipperfeld die Veranstaltung aus der Nähe an. Die beiden waren mit dem Fahrrad unterwegs und konnten direkt etwas mitnehmen – im wahrsten Sinne des Wortes. „Nun wurde der Helm richtig eingestellt und wir haben eine Banane sowie eine Kinderweste bekommen“, freut er sich. Wie entscheidend der richtige Sitz sein kann, müssen die Polizisten häufig mit eigenen Augen ansehen. „Der Helm ist oft Lebensretter“, weiß Uwe Petsching, Verkehrssicherheitsberater der Polizei. Denn ohne Helm kann ein Unfall schnell schwerste Verletzungen und Bewusstseinsstörungen verursachen.

 

[Der Helmsimulator verdeutlicht wie gefährlich ein Aufprall enden kann.]

 

Besonders deutlich machte dies der bereitgestellte „Helmsimulator“. Mit einem Gummihammer können Besucher auf ein Kopf-Modell aus Holz hauen. Nachgestellt wird so, wie hart ein Aufprall ohne Helm gegen ein feststehendes Hindernis wäre und welche Auswirkungen dies auf den Menschen hätte. Die Auswertung ist im Anschluss auf dem Tablet zu sehen. Schnell wird deutlich, dass selbst bei geringer Geschwindigkeit schwerste Verletzungen auftreten können. Ein Helm hingegen kann die Kraft eines Aufpralls besser verteilen, sodass sie nicht punktuell wirkt. Neben dem Tragen sind auch Zustand und Alter des Helms entscheidend. Denn nach einem Sturz oder einigen Jahren Benutzung, sollte man sich einen Neuen zulegen, um die bestmögliche Sicherheit garantieren zu können.

 

Das übergeordnete Ziel lautet: „Alle kommen an, keiner kommt um“, erläutert Michaela Barz, Verkehrssicherheitsberaterin und Opferschutzbeauftragte. Deshalb werde ein besonderes Augenmerk auf Prävention und Sensibilisierung gelegt. Vor allem Teenager würden oft keine Wichtigkeit im Schutz ihres Kopfes sehen. Barz zieht dagegen gerne einen Vergleich: „Warum schützt man das Handy mit Hüllen, aber nicht den Kopf. Die Daten auf dem Handy sind vielleicht in einem Backup gesichert, aber vom Kopf, da gibt es kein Backup.“ Die Unfallzahlen drastisch zu reduzieren, ist der Wunsch der Verkehrssicherheitsbeauftragten. Denn jedes Leben sei es wert geschützt zu werden, so Barz.

 

Weitere Termine jeweils von 9 bis 15 Uhr

 

  • Donnerstag, 23. Juli und Mittwoch, 5. August  in Wipperfürth, Ohler Wiesen.
  • Dienstag, 28. Juli und Dienstag, 25. August in Hückeswagen, Bergischer Kreisel.
  • Mittwoch, 12. August in Bergneustadt am Bowlingcenter.

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