BLAULICHT

Vergewaltigung in der Ehe: Gummersbacher (36) soll sich an schlafender Frau vergangen haben

pn; 26.08.2026, 15:00 Uhr
Foto: Peter Notbohm ---- Ein Gummersbacher (hier mit seinem Verteidiger) muss sich wegen mehrfacher Vergewaltigung seiner Ehefrau vor der 13. Großen Strafkammer am Landgericht Köln verantworten.
BLAULICHT

Vergewaltigung in der Ehe: Gummersbacher (36) soll sich an schlafender Frau vergangen haben

pn; 26.08.2026, 15:00 Uhr
Gummersbach/Köln – Den Schlaf seiner Ehefrau soll ein Mann aus Gummersbach mehrfach ausgenutzt haben, um diese zu vergewaltigen – Zum Prozessauftakt am Landgericht Köln schweigt er.

Von Peter Notbohm

 

Hat Sandro O. (Anm.d.Red.: Name geändert) seine Ehefrau mehrfach vergewaltigt? Diese Frage beschäftigt seit Mittwoch die 13. Große Strafkammer am Landgericht Köln. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Gummersbacher (36) zwischen 2019 und Februar 2025 insgesamt fünf Fälle vor. Er soll dabei immer wieder den Schlaf seiner Frau ausgenutzt haben, um ihr zunächst die Hose auszuziehen, um sich anschließend an ihr zu vergehen.

 

In einem Fall soll es eine Zeugin geben. Im Urlaub 2021 war die Familie mit einer Freundin im Urlaub. Während die Frau sich im Wohnzimmer befand und die Türe nur angelehnt war, soll der Angeklagte sich im Schlafzimmer im Bett an seine Ehefrau angekuschelt und ihr die Hose heruntergezogen haben, um mit ihr Geschlechtsverkehr zu haben. Die Ehefrau soll das mit Verweis auf die Bekannte im Nachbarzimmer abgelehnt haben, was Sandro O. aber nicht gestört haben soll. Die Freundin soll laut Anklage anschließend eingeschritten sein und dem Gummersbacher gesagt haben, dass er akzeptieren müsse, wenn seine Frau nein sagt.

 

Im Februar 2025 soll der Mann in der eigenen Wohnung erneut gegen den Willen seiner Ehefrau versucht haben, mit ihr Geschlechtsverkehr zu haben. Auch hier nutzte er den Mittagsschlaf aus. Laut Anklage soll sie ihn nach dem Wachwerden zurechtgewiesen haben. Auch wenn sie seine Ehefrau sei, sei sie kein Sexobjekt und wolle gefragt werden. Kurz darauf trennte sie sich von dem Gummersbacher. Sie tritt im Verfahren als Nebenklägerin auf. 

 

Zum Prozessauftakt schwieg der Angeklagte. Sein Verteidiger Markus Porzberg erklärte, dass die Vorwürfe aus der Anklage „sehr pauschal“ und „zeitlich kaum eingegrenzt“ seien. Man werde sich erst äußern, sobald die jeweiligen Zeugen ausgesagt haben. Bereits morgen soll das Opfer vor Gericht in nicht öffentlicher Sitzung aussagen. Angesetzt sind für den Prozess insgesamt sechs Verhandlungstage. Das Urteil soll bereits am 4. September fallen.

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