ENGELSKIRCHEN

AWO-Ortsverein feiert runden Geburtstag

Red; 28.10.2026, 21:14 Uhr
Foto: AWO Rhein-Oberberg/Sabine Eisenhauer --- Die anwesenden Jubilare erhielten ihre Ehrung aus der Hand des Präsidiumsvorsitzenden des Kreisverbands Ralph Kühr und der Ortsvereinsvorsitzenden Beate Ruland: Hans Henkel (stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender, v.li.), Sabine Fleischer, Edith Jonen, Horst Oberbüscher, Peter Ruland, Edeltraud Kaltenbach, Beate Ruland sowie Ralph Kühr und Gabriele Grüner vom Präsidialausschuss des AWO-Kreisverbands.
ENGELSKIRCHEN

AWO-Ortsverein feiert runden Geburtstag

Red; 28.10.2026, 21:14 Uhr
Engelskirchen – Seit 80 Jahren engagiert sich die Arbeiterwohlfahrt im Ort – Verdiente Mitglieder geehrt.

Der Ortsverein Engelskirchen-Overath der Arbeiterwohlfahrt feierte seinen 80. Geburtstag.  „In unserer Gemeinde setzt sich die AWO für alle Menschen ein, die Betreuung, Pflege oder Beratung brauchen“, betonte Engelskirchens stellvertretende Bürgermeisterin Monika Güdelhöfer in ihrer Festrede. Daher sei die AWO aus dem Ortsbild nicht mehr wegzudenken, ergänzte sie bei der Jubiläumsfeier im Otto Jeschkeit-Altenzentrum in Ründeroth. „Unsere heutige Gesellschaft braucht vor allem Ehrenamtliche wie Sie aus dem Ortsverein, die sich unermüdlich für andere engagieren“, betonte sie.

 

Für ihre Mitmenschen zu sorgen, das war auch Ziel des 1946 in Engelskirchen gegründeten Ortsvereins. Im Vorstand wirkten damals Hilde Oberbüscher und Josef Esser. „Wir blicken mit Ehrfurcht zurück auf das, was unsere Vorgängerinnen und Vorgänger geleistet haben“; sagte Peter Ruland. Der Engelskirchener ist nicht nur bei der AWO, sondern ebenso in der Historik engagiert. Bei seinem Rückblick ließ er die wichtigsten Stationen des Ortsvereins Revue passieren. „Vertrieben, hungrig, verwaist, verletzt, obdachlos und ohne Besitz“, so beschrieb er den Zustand des größten Teils der damaligen oberbergischen Bevölkerung.

 

Die Ehrenamtlichen des AWO-Ortsvereins halfen: Sie verteilten Lebensmittel und Brennstoffe, sorgten für Möbel und Familienzusammenführungen. Sie berieten die Menschen und standen ihnen zur Seite. Peter Ruland erinnerte daran, dass die AWO als einzige Hilfsorganisation von den Nationalsozialisten aller finanziellen und materiellen Besitztümer enteignet worden war. „Da die Rückgabe durch staatliche Stellen nach dem Krieg nur langsam vorankam, gab es auch in Engelskirchen Haus- und Straßensammlungen“, informierte er.

 

Bis in die 1980er-Jahre organsierte der Ortsverein regelmäßig Ferienmaßnahmen für bis zu 100 Kinder. Begleitet wurden die Reisen meist von Beate und Peter Ruland sowie Hilde Oberbüscher. Seit mehr als 40 Jahren betreibt der AWO-Ortsverein den Secondhand-Laden „Fundgrube“ in Engelskirchen. Deren Waren sind erschwinglich für alle Menschen, der Erlös wird gespendet. „Er geht an unsere Patenkinder, nämlich an die drei Ründerother AWO Einrichtungen Otto Jeschkeit-Altenzentrum, Familienzentrum Antonie-Pfülf und Jugendzentrum Aggerstrand“, berichtete die Ortsvereinsvorsitzende Beate Ruland. Der Ortsverein fusionierte 2008 mit dem AWO-Ortsverein aus Overath. Er bietet derzeit auch Kunstgruppen, Seniorenreisen und Spielnachmittage an.

 

Für ihr langjähriges Engagement im Ortsverein Engelskirchen-Overath der Arbeiterwohlfahrt wurden bei der Jahreshauptversammlung vor der Jubiläumsfeier einige Mitglieder ausgezeichnet. Peter Ruland für seine 50-jährige Mitgliedschaft, für 40 Jahre waren es Edeltraud Kaltenbach, Helga Röttel, Gerhard Zorn, für 30 Jahre im Ortsverein und für 25 Jahre waren es Sabine Fleischer, Christel Bauer, Stefan Bosbach und Horst Oberbüscher.

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