FUSSBALL
Hohkeppel vor wegweisenden Wochen im Kampf um den Aufstieg
Lindlar – Der Fußball-Mittelrheinligist Eintracht Hohkeppel empfängt mit dem SSV Merten einen Kontrahenten im Kampf um den Titel – Der März könnte für die Ziele des Klubs wegweisend werden.
Von Thomas Giesen
Eintracht Hohkeppel – SSV Merten (Sonntag, 15:30 Uhr).
Hinspiel: 1:2.
Es fehlen: Joel Vieting, Gjastin Nrejaj.
Die Hohkeppeler stehen vor wegweisenden Wochen im Kampf um den Regionalligaaufstieg. Mit dem SSV Merten, Frechen 20 und schließlich dem aktuellen Primus SV Bergisch Gladbach stehen bei der Eintracht gleich drei Topgegner in Serie im Spielplan. Sahnehäubchen im März ist dann das anschließende Halbfinale im Mittelrheinpokal gegen den Drittligisten Viktoria Köln. Zu diesem Zeitpunkt könnten die Hohkeppeler bereits Tabellenführer sein. Doch ganz so einfach dürfte es nicht werden.
„Merten ist mit uns derzeit die formstärkste Mannschaft. Und sie stehen auch zurecht da oben“, sagt SVE-Trainer Abdullah Keseroglu über den aktuellen Tabellenvierten. Erst 13 Tore in 17 Spielen haben die Mertener kassiert. Das ist Ligabestwert. Die Hohkeppeler werden ein dickes Brett zu bohren haben. An das Hinrundenspiel wird sich Keseroglu nur ungern erinnern. Am dritten Spieltag feierte er sein Trainercomeback bei der Eintracht und durfte gleich die Effizienz des Gegners bestaunen. In der Nachspielzeit kassierte man, nach einer Ecke, den entscheidenden 1:2-Gegentreffer durch Jerome Propheter. „Merten hat einen sehr guten Kader, gute Einzelspieler und einen guten Trainer. Sie habe eine gute Ordnung, spielen einen erfolgsorientierten Fußball und punkten konstant“, lobt Keseroglu den Gegner und hebt weitere Stärken heraus:
„Sie sind unheimlich gefährlich im Umschalten und eine Waffe sind ihre Standards. Da lassen sie sich immer was einfallen.“ Der Coach erwartet eine tief stehende Elf. „Gegen diesen Block müssen wir Lösungen finden. Gegen den Ball spielen sie oft abwartend. Darauf müssen wir uns gut vorbereiten. Aber nur 13 Gegentore heißt nicht, dass sie nur 30 Meter vor dem Tor verteidigen, sondern das fängt beim Mittelfeldpressing an. Das machen sie sehr gut.“ Dass gutes Verteidigen auch seine Schattenseiten hat, weiß auch Keseroglu. Der SSV hat erst 30 Tore erzielt. „Am Ende geht es um die Tordifferenz. Da sind wir weit vorne. Wir werden ihnen unsere Offensivpower entgegensetzen.“
Die Personalsituation ist weiterhin entspannt. Neben dem längerfristig verletzten Gjastin Nrejaj fällt Joel Vieting wegen muskulärer Probleme aus. Zurück im Aufgebot ist Finn Bauens, der nach einer gelb-roten Karte seine Sperre verbüßt hat.