FUSSBALL
VfR, SVE-Reserve und Lindlar verlieren erneut - SVF kratzt einen Punkt
Oberberg - Nächster ernüchternder Spieltag für die oberbergischen Bezirksligisten: Nur der SV Frielingsdorf konnte etwas Zählbares einfahren.
Weiterer Bericht und Fotos folgen!
Jan Wellem Bergisch Gladbach - TuS Lindlar 4:2 (2:2).
Der TuS Lindlar konnte die Niederlagenserie nicht stoppen, zeigte aber gegen den großen Aufstiegsfavoriten eine couragierte Vorstellung. Eine Belohnung dafür strich der Aufsteiger jedoch nicht. „Das war wirklich sehr bitter. Heute war definitiv mehr für uns drin“, erklärte Marcel Besgen vom Trainerteam. Zunächst schien alles den erwarteten Gang zu nehmen: Die Gäste befanden sich bei einem schnell ausgeführten Freistoß der Bergisch Gladbacher noch im Tiefschlaf. Megomed-Emin Shamsadov köpfte die anschließende Flanke ein. Vor dem 2:0 durch Konstantin Weber deckte der TuS die Räume ebenfalls nicht sauber ab.
Es drohte ein Debakel, doch die Lindlarer fighteten sich ins Match zurück. Nach einem hohen Ballgewinn von Ervin Novakaj fand Marc Bruch mit seiner Hereingabe den Kopf von David Förster – 2:1 und zugleich das erste Saisontor für Grün-Weiß. Fast eine Kopie war der Ausgleichstreffer: Diesmal flankte Bruch auf den durchgelaufenen Tim Lamers, der ebenfalls sein Haupt hinhielt. Und fast wäre vor dem Kabinengang noch der fünfte Kopfballtreffer gefallen, doch Förster verpasste das Zuspiel knapp.
Nach Wiederbeginn präsentierte sic das Kellerkind weiterhin auf Augenhöhe und verpasste abermals das 2:3. Jan-Wellem-Goalie Kiril Chosov entschärfte einen Freistoß von Monty Devern und auch den Nachschuss von Rinor Latifi in überragender Manier. „Wir hätten durchaus in Führung gehen können“, so Besgen, der dann allerdings mitverfolgen musste, wie seine Schützlinge möglicherweise etwas zu viel wollten. „Es ist alles ein bisschen wilder geworden“, berichtete der Coach. Dies machte sich die Gsella-Elf zunutze und erzielte durch Weber das 3:2. Zu allem Überfluss handelte sich Novakaj Gelb-Rot ein. In der Nachspielzeit sorgte Julian Demond für die endgültige Entscheidung. Dennoch eine Leistung, die den TuS-Kickern Auftrieb geben sollte.
Tore
1:0 Megomed-Emin Shamsadov (7.), 2:0 Konstantin Weber (16.), 2:1 David Förster (27.), 2:2 Tim Lamers (34.), 3:2 Konstantin Weber (75.), 4:2 Julian Demond (90.+3).
Besonderes Vorkommnis
Gelb-Rot gegen den Lindlarer Ervin Novakaj (76.).
TuS Lindlar
Marco Bong; Lukas Dappen, Kenan Sarvan, Max Frangenberg (57. Felix Miebach), Monty Devern (71. Vesor Gashi), Ervin Novakaj, Tim Lamers, Marc Bruch (74. Felix Lamers), Niko Schachow, Rinor Latifi (79. Simon Hoffmann), David Förster.
Schwarz-Weiß Köln - SV Frielingsdorf 1:1 (0:0).
Der SV Frielingsdorf bleibt nach dem vierten Spieltag ungeschlagen, musste sich allerdings bei Schwarz-Weiß Köln mit einem Remis begnügen. „Am Ende fahren wir mit einem Punkt nach Hause. Wenn wir in Gleichzahl zu Ende spielen, gewinnen wir hier“, war Coach Andy Dreiner überzeugt. Zunächst mussten sich beide Teams in Geduld üben. Weil es zu einer langen Verzögerung beim Match der Schwarz-Weiß-Reserve gekommen war, erfolgte der Anpfiff mit 45-minütiger Verspätung – ein Spätstart mit Auswirkungen. „Es war in der ersten Halbzeit kein gutes Bezirksliga-Spiel. Wir haben keinen guten Fußball gespielt“, so Dreiner.
Trotzdem besaß Leon Dema die große Gelegenheit zur Führung. Sein Lupfer landete an der Latte. Die SVF-Defensive verrichte ihren Job mit hoher Konzentration, nennenswerte Gelegenheiten für die Hausherren landeten nicht auf Dreiners Notizzettel. In der zweiten Halbzeit wurde die Begegnung etwas offener und Dema brachte die Frielingsdorfer in Front. Beim Jubel soll er sich beleidigend geäußert haben, so zumindest die Interpretation des Schiedsrichters. Er zeigte dem Torschützen die Rote Karte. In Unterzahl hätte Justin Ufer erhöhen können, doch er scheiterte am Außennetz, nachdem er den Keeper bereits umkurvt hatte.
„Das war die große Chance, um das Ding heute zu ziehen“, trauerte Dreiner dem möglichen 0:2 hinterher, zumal die Domstädter kurz darauf mit einem unhaltbaren Sonntagsschuss ausgleichen konnten. „Ich glaube, der Spieler war selbst überrascht, dass er den so getroffen hat“, unkte der SVF-Trainer. Anschließend ging es für Frielingsdorf in einem intensiven Duell darum, wenigstens den einen Zähler zu sichern. Die Mission wurde erfolgreich erledigt.
Tore
0:1 Leon Dema (59.), 1:1 (75.).
Besonderes Vorkommnis
Die Partie begann mit 45-minütiger Verzögerung, weil der Schiedsrichter des Vorspiels nicht erschienen war
Rot gegen den Frielingsdorfer Leon Dema (59. Beleidigung)
SV Frielingsdorf
Lukas Borkes; Kevin Ufer, Fabian Januszewski, Frederik Orbach, Jonathan Schmidt, Marvin Cortes, Marvin Bieg, Philipp Schmidt, Lorenzo Provenzano, Justin Ufer, Leon Dema [Wechsel folgen, sobald der Schiedsrichter in der Lage war, den Spielbericht freizugeben]
VfR Wipperfürth – DJK Südwest Köln 1:4 (0:4).
Nach dem 0:6 in Hoffnungsthal endete auch die nächste Partie des Aufsteigers aus Wipperfürth mit einer klaren Niederlage. Bereits in Durchgang eins machten die Gäste aus Köln, die vergangene Saison den Aufstieg in die Landesliga knapp verpasst hatten, mit vier Treffern alles klar, allerdings war bei den ersten beiden Toren aus Sicht von Norbert Scheider ein Geschmäckle dabei. Nach Angaben des VfR-Coaches lag in der Entstehung des 0:1 eine Abseitsstellung vor und vor dem 0:2 hätte der Unparteiische seiner Meinung unterbrechen müssen, weil ein DJK-Akteur Keeper Phil Schmidt unabsichtlich auf den Fuß gestiegen war und dieser verletzt liegenblieb.
„Diese Fehlentscheidungen bringen uns auf die Verliererstraße“, ärgerte sich Scheider, ließ aber auch nicht unerwähnt, dass Südwest sich als spielstarkes Team präsentierte und den Hansestädter noch vor dem Seitenwechsel zweimal einschenkte. „Sie haben es eiskalt ausgenutzt, dass wir nach dem Rückstand ein wenig benommen waren. In der Halbzeit wusste meine Mannschaft dann genau, was zu tun ist. Ich musste nicht viel sagen. Der Gegner hatte ganz am Ende noch zwei Chancen, sonst haben nur wir gespielt“, schilderte Scheider.
Die Hypothek des Vier-Tore-Rückstands erwies sich jedoch als zu hoch. Die Kölner retteten einmal auf der eigenen Torlinie, ansonsten kam bei den Wipperfürthern häufig der letzte Ball nicht an. Einzige Ausnahme: In der 80. Minute markierte Sam Kirschsieper den Ehrentreffer. „Südwest ist eine Mannschaft, gegen die man verlieren kann. Wir haben in der zweiten Halbzeit Charakter gezeigt und bis zum Schluss alles gegeben“, war Scheider nicht unzufrieden mit dem Auftritt seiner Elf.
Tore
0:1 Kaan Kenarci (18.), 0:2 Philipp Graf (21.), 0:3 Kaan Kenarci (22.), 0:4 Philipp Graf (45.+3), 1:4 Sam Kirschsieper (80.).
VfR Wipperfürth
Phil Schmidt; Enrico Meierle, Luca Börsch, Wael Majouj, Faruk Tokay, Tille Andres, Marlon Burger, Niklas Jung, Tim Kemmerich (32. Maximilian Müller), Sam Kirschsieper, Raul Yorganci. [Weitere Wechsel folgen, sobald der Schiedsrichter in der Lage war, den Spielbericht freizugeben]

BILDERGALERIE