FUSSBALL
Boratynski-Doppelpack und viel Kampf: Bröltal ringt Süng nieder
Oberberg - THB feiert knappen Erfolg gegen das Schlusslicht - Wipperfürth verbucht klaren Derbydreier - Lindlar schlägt Immekeppel - Waldbröl setzt positiven Lauf mit Sieg in Bielstein fort - Bergneustädter Niederlage in Bensberg - Wiehl II unterliegt Nümbrechter Reserve im "kleinen" Derby (AKTUALISIERT).
SSV Süng – TuS Homburg-Bröltal 1:2 (0:1).
[Der Tabellenletzte hielt gegen das Spitzenteam aus Bröltal hervorragend dagegen.]
„Hauptsache gewonnen, Hauptsache drei Punkte“, war Bröltals Trainer Nils Labitzke nach dem knappen Sieg im Sülztal erleichtert. Denn das Schlusslicht spielte alles andere als ängstlich gegen den Zweiten des Klassement. „Das war für mich ein Spiel auf Augenhöhe. Der deutliche Unterschied in der Tabelle war absolut nicht erkennbar“, so Süngs sportlicher Leiter Florian Scharf. „Wir haben eigentlich ganz ordentlich mitgespielt und nicht viele Chancen zugelassen“, freute er sich über einen couragierten Auftritt seiner Mannschaft.
Gegen das 0:1 durch Nils Boratynski war zwar kein Kraut gewachsen, doch der SSV machte den Gästen in der Folge das Leben schwer. „Das war schon schwere Kost“, stöhnte Labitzke. „Wir hatten zwar einen hohen Ballbesitzanteil, aber wir haben in der Offensive zu wenig aus unseren Chancen gemacht“, schilderte der THB-Coach. Auch nach Boratynskis zweitem Streich war die Kuh nicht vom Eis. Lukas Strauß erzielte kurz vor Schluss den Anschlusstreffer, in Gefahr geriet der Sieg für Bröltal jedoch nicht mehr. "Das war wirklich kein schönes Spiel. Daher freue ich mich besonders über den Erfolg", bilanzierte Labitzke.
Tore
0:1 Nils Boratynski (11. Ben Gärtner), 0:2 Nils Boratynski (53. Tom Gärtner), 1:2 Lukas Strauß (90.+6).
Besondere Vorkommnis
Gelb-Rot gegen Süngs Leonard Klug (90.+5/wiederholtes Foulspiel).
[Dennis Tebelius leitet den Ball weiter.]
BSV Bielstein – RS 19 Waldbröl 0:2 (0:0).
Für Bielsteins sportlichen Leiter Björn Schumacher war der Treffer zum 0:1 durch Marc Engelbert ein heißer Anwärter auf Arnd Zeiglers „Kacktor des Monats“. „Unser Torwart Florian Nitt schießt Marc Engelbert an, der einfach nur seinen Fuß hingehalten hat“, ärgerte er sich maßlos über den unglücklichen Gegentreffer. Bis dahin sei die Begegnung eine typische Nullnummer gewesen. „Ich habe 70 Minuten lang keine Torchance gesehen. Beide Mannschaften haben sich neutralisiert“, betonte Schumacher. Nach dem Treffer erhöhten die Hausherren das Risiko. Allerdings ging der Schuss nach hinten los und Engelbert machte mit seinem zweiten Treffer den Sack zu. „Das hätten wir schon eher machen können. Möglichkeiten waren genug da“, hatte Waldbröls Co-Trainer Marco Smuda seine Mannschaft mit einem klaren Chancenplus gesehen.
Tore
0:1 Marc Engelbert (72.), 0:2 Marc Engelbert (90.+3).
TuS Lindlar – TuS Immekeppel 4:1 (1:1).
Zehn Plätze und 35 Punkte trennten die beiden Konkurrenten vor der Begegnung auf dem Papier. Auf dem Platz war davon jedoch kaum etwas zu sehen. „Immekeppel hat sich im Vergleich zum Hinspiel enorm weiterentwickelt“, war Lindlars sportlicher Leiter Raimund Kiuzauskas nach dem Abpfiff erleichtert über den Erfolg – der nach seinem Geschmack um ein Tor zu hoch ausgefallen sei. David Förster brachte die Gastgeber zwar in Front, aber Miguel Krause hatte fast postwendend die Antwort parat. In der Folge präsentierte sich das Kellerkind weiterhin alles andere als ängstlich. „In der Pause hatte ich das Gefühl, dass heute was gehen kann. Dann fangen wir uns allerdings drei vermeidbare Gegentore und stehen am Ende ohne Punkte da“, ärgerte sich Gästetrainerin Helen Alfes. Ein Eigentor von André Jenner, erneut Förster und Rinor Latifi sorgten für den letztlich klaren Heimerfolg der Elf von Trainer Arlind Oseku.
Tore
1:0 David Förster (36.), 1:1 Miguel Krause (39.), 2:1 André Jenner (65. Eigentor), 3:1 David Förster (67.), 4:1 Rinor Latifi (84.).
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[Nils Labitzke freute sich über den nächsten Erfolg des THB, der Tabellenposition zwei verteidigte.]
TV Klaswipper – VfR Wipperfürth 1:5 (0:2).
Im Hinspiel hatte der TVK dem Tabellenprimus dessen bislang einzige Saisonniederlage beigebracht. Heute waren die Gastgeber im Stadtderby stets bloß zweiter Sieger. Das Endergebnis täuscht sogar noch etwas über die Dominanz des VfR hinweg. „Unser Torhüter Pascal Görg hält die Niederlage mit sechs, sieben gehaltenen 'Hundertprozentern' noch im Rahmen“, berichtete Klaswippers Coach Marvin Briem. „Wir sind ganz gut gestartet. Aber am Ende geht der Sieg, auch in dieser Höhe, absolut in Ordnung“, lobte Briem den „übermächtigen Gegner“, der absolut tonangebend war. Luis Zapp und Sam Kirschsieper schnürten jeweils einen Doppelpack für den VfR, Julian Dewald steuerte den fünften Treffer bei. Jonas Schacherer konnte das Resultat aus Sicht der Hausherren etwas aufhübschen. „Das sind drei absolute Bonuspunkte“, habe er den Erfolg im Lokalduell nicht unbedingt einkalkuliert, so VfR-Trainer Giovanni Bernardo. „Wir haben zwar noch zahlreiche Dinger liegen lassen, aber insgesamt war das eine sehr erwachsene und solide Leistung“, freut er sich nun über die kurze Osterpause. „Einige Jungs laufen echt auf der letzten Rille“, sei Kräftesammeln für das letzte Saisondrittel angesagt.
Tore
0:1 Luis Zapp (38.), 0:2 Sam Kirschsieper (45.+1), 1:2 Jonas Schacherer (61.), 1:3 Julian Dewald (64.), 1:4 Luis Zapp (75.), 1:5 Sam Kirschsieper (82.).
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[Der SSV Süng konnte sich für eine engagierte Vorstellung nicht belohnen.]
FC Bensberg – SSV Bergneustadt 3:0 (1:0).
Die Fußballer des FC Bensberg haben nach zuletzt drei sieglosen Spielen wieder drei Punkte eingefahren. „Wir konnten den Negativtrend trotz weiterhin einiger Ausfälle zum Glück stoppen“, sagte Trainer Gabor Uhrmann. Mit Simon Hellenbach kehrte der zuletzt rotgesperrte Kapitän zurück in die Startelf. Anil Özkan erzielte in der Anfangsphase die 1:0-Führung, mit der es auch in die Pause ging. Direkt nach dem Seitenwechsel legte er das zweite Tor nach und brachte seine Mannschaft auf die Siegerstraße. Bergneustadts Eduard Schneider musste kurz danach mit Rot vom Platz. „In Überzahl haben wir uns zunächst etwas schwergetan“, so Uhrmann. Mit dem 3:0 durch Rene Schramm in der Schlussphase machten die Hausherren aber endgültig den Sack zu. Bei den Gästen resümierte Trainer Marcel Walker: „In der ersten Halbzeit waren wir gut im Spiel. In der zweiten haben wir in Unterzahl aufgemacht und mussten mehr Konter hinnehmen. Unter dem Strich ist es unglücklich gelaufen. Es wäre mehr drin gewesen.“
Tore
1:0 Anil Özkan (9.), 2:0 Anil Özkan (48.), 3:0 Rene Schramm (84.).
Besonderes Vorkommnis
Rot gegen Bergneustadts Eduard Schneider (54.).
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[Nils Boratynski erzielte beide Gästetore.]
VfR Marienhagen – SV Altenberg 1:1 (0:0).
Beide Mannschaften trafen per Foulelfmeter und trennten sich mit einem Unentschieden, mit dem die Hausherren deutlich besser leben konnten als die Gäste. „Es war bis zum Schluss ein umkämpftes Spiel mit einem Chancenplus für Altenberg“, sagte VfR-Trainer Ingo Kippels, der sich besonders bei Torhüter Dennis Kulisch bedankte: „Er hat mehrfach sehr stark gehalten.“ Das betonte auch Altenbergs Trainer Alexander Herd: „Der Marienhagener Keeper hatte einen Sahnetag. Wir hätten hier heute gerne gewonnen.“ Während Kippels beide Elfmeterentscheidungen nachvollziehen konnte und die Leistung des jungen Schiedsrichters lobte, hatte Herd beim ersten Strafstoß eher ein Foul an seinem Spieler gesehen und hätte später gerne einen zweiten Elfmeter auf seiner Seite gehabt. „Unsere Einstellung hat gestimmt. Nur das Ergebnis passt uns nicht“, so der SVA-Coach.
Tore
1:0 Radio Miller (72. Foulelfmeter), 1:1 Marius Döneke (75. Foulelfmeter).
Union Rösrath – Blau-Weiß Biesfeld 5:0 (2:0).
Die Gäste aus Biesfeld reisten als Underdog nach Rösrath und mussten am Ende mit der fünften Niederlage in Serie die Heimreise antreten. Bei den Hausherren freute sich Trainer Sascha Brandenburg hingegen über den sechsten Sieg aus den letzten sieben Spielen. „Vom Spielverlauf her betrachtet wäre auch ein höheres Ergebnis möglich gewesen. Am Ende haben wir uns etwas einschläfern lassen“, so Brandenburg. Mit jeweils zwei Treffern waren Julian-Maurice Jeroch und Tim Puzalowski die Matchwinner bei den Rösrathern. Auf der anderen Seite musste Trainer Maurice Velten eingestehen: „In der ersten Halbzeit war es noch ein Spiel auf Augenhöhe. Danach hatten wir nicht mehr viel entgegenzusetzen. Momentan kommt bei uns einfach viel zusammen.“
Tore
1:0 Julian-Maurice Jeroch (31.), 2:0 Tim Puzalowski (43.), 3:0 Tim Puzalowski (48.), 4:0 Julian-Maurice Jeroch (57.), 5:0 Matin Jola (87.).
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[Bröltals Markus Wagner wird von Maurel Felder und Simon Hoffmann (re.) bedrängt.]
FV Wiehl II – SSV Homburg-Nümbrecht II 1:2 (0:0).
Nach der neuerlichen Pleite wird die Luft im Tabellenkeller für die Wiehler Zweitvertretung immer dünner. Im „kleinen“ Derby gingen die Gäste, unterm Strich nicht unverdient, als Sieger vom Platz. Beide Mannschaften beharkten sich von Anfang an, vergaßen dabei allerdings auch das Fußballspielen nicht. Die Gäste trafen nach einer Viertelstunde durch Dogukan Bülbül, der erst in der Winterpause von der Eichhardt zum SSV gewechselt war, ein erstes Mal das Aluminium, ansonsten blieben klare Chancen auf beiden Seiten eher Mangelware. „Zu viele Haken, zu viele Schnörkel und zu wenig klare Bälle“, haderte Wiehls Trainer Michael Börger, der seine Mannschaft vor dem Anpfiff mit einer achtseitigen Präsentation eingeschworen hatte.
Allerdings ohne Erfolg, denn Marco Sträßer brachte Nümbrecht durch einen direkt verwandelten Freistoß in Führung, unmittelbar darauf traf Bastian Kelm nur die Torumrandung. Yekcan Yildirim versüßte sich seinen Geburtstag mit einer schönen Einzelaktion und traf zum Ausgleich. Letztlich aber ein Muster ohne Wert, denn Lars Löcher stand kurz darauf nach seiner Einwechslung bei einer Ecke goldrichtig und markierte den Siegtreffer. Wiehls David Brogno musste dann noch rekordverdächtig mit Rot vom Platz – lediglich eine Minute nach seiner Einwechslung. „Das war stellenweise ein richtig gutes Derby“, freute sich Nümbrechts Coach Fabian Reitmeister über die drei Punkte.
Tore
0:1 Marco Sträßer (59.), 1:1 Yekcan Yildirim (72.), 1:2 Lars Löcher (79.).
Besonderes Vorkommnis
Rot gegen Wiehls David Brogno (89. grobes Foulspiel).

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