FUSSBALL
Ein klangvoller Name zum Auftakt: Hohkeppel empfängt Wegberg-Beeck
Lindlar – Die Fußballer von Eintracht Hohkeppel empfangen zum Auftakt der Mittelrheinligasaison die Fahrstuhlmannschaft der Mittelrheinliga – Über Jahre hinweg gehörte der FC Wegberg-Beeck stets zu den Titelkandidaten im Verbandsoberhaus.
Von Thomas Giesen
Vorschau Mittelrheinliga (1. Spieltag)
Eintracht Hohkeppel – FC Wegberg-Beeck (Sonntag, 15:30 Uhr).
Es fehlen: Hendrik Strobl, Clinton Williams-Emmanuel.
Zum Spiel: Die Hohkeppeler bekommen es am ersten Spieltag der Mittelrheinligasaison gleich mit einem klangvollen Namen zu tun. Der FC Wegberg-Beeck gehört seit Urzeiten zum festen Bestandteil der Mittelrheinliga – wenn er denn nicht gerade einen Ausflug in die Regionalliga unternahm. In der höchsten Verbandsklasse gehörte der Klub stets zu den Titelanwärtern. „Beeck ist dafür bekannt, eine Fahrstuhlmannschaft zu sein. Zu gut für die Mittelrheinliga, aber nicht gut genug, um dauerhaft in der Regionalliga zu spielen. Die Mannschaft hat zur aktuellen Saison einen Umbruch hinter sich gebracht und es fällt auf, dass sie eine sehr junge Mannschaft haben. Sie wollen wohl einen anderen Weg einschlagen. Aber Beeck bleibt Beeck“, warnt Hohkeppels Trainer Giuseppe Brunetto vor dem Team aus dem Kreis Heinsberg.
18 Neuzugänge zählt der Kader, der vom neuen Coach Danny Fäuster trainiert wird. Nicht wenige kommen aus der eigenen Jugend. Die Handschrift des Trainers war bei den Spielbeobachtungen offenbar klar zu erkennen. „Man hat gesehen, das sie strukturiert gegen den Ball arbeiten. Sie stehen geordnet und sehr tief. Ich denke, das ihr Matchplan ist, aus einer guten Ordnung ins Umschaltspiel zu kommen“, erklärt Brunetto. Für die Hohkeppeler wird diese Art und Weise eines Gegners, ein Spiel zu gestalten, vermutlich zum Alltag in der neuen Saison werden. Brunetto ist es bereits mehr als gewöhnt, dass sich die Gegner seiner Teams in der Defensive kompakt aufstellen. Nicht immer war es eine Freude, gegen solche Gegner antreten zu müssen.
„Meine Jungs sind darauf vorbereitet. Es wird nicht das letzte Mal sein, dass sich ein Gegner so verhält. In der Vergangenheit habe ich mich oft darüber beklagt, dass wir aus dem hohen Aufwand, den wir betrieben haben, sehr wenig Ertrag geschöpft haben. Aber Lösungsansätze dagegen zu finden, ist unsere Aufgabe. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit unserer aktuellen Mannschaft schwieriger für den Gegner einzuschätzen sind. Unter dem Strich zählt nur, dass man das Tor trifft“, so der Coach. Die Generalprobe endete für die Hohkeppeler mit einer Niederlage. Allerdings taugte die jüngste Begegnung mit dem Drittligisten Fortuna Köln in der ersten Runde des FVM-Pokals als echte Standortbestimmung. Trotz eines 1:3 konnte man im Lager der Hohkeppeler zufrieden sein, bot man dem großen Favoriten doch lange Zeit die Stirn.
„Es war schön zu sehen, dass sich die Jungs in einem solchen Spiel gegen diesen Gegner messen wollten. Wenn man merkt, dass man gegen eine Profimannschaft mithalten kann, tankt man Selbstvertrauen. Aber wir müssen die PS und die Power, die wir in der Vorbereitung an den Tag gelegt haben, auch auf den Platz bringen. Ich bin aber extremst zuversichtlich, dass wir uns für unsere Arbeit auch belohnen können.“