FUSSBALL

Einfache Marschroute: Hohkeppel will ein Tor mehr erzielen als der Gegner

thg; 22.10.2026, 15:00 Uhr
Foto: Thomas Giesen --- Eintracht Hohkeppel empfängt mit Frechen 20 eine fast runderneuerte Mannschaft.
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Einfache Marschroute: Hohkeppel will ein Tor mehr erzielen als der Gegner

thg; 22.10.2026, 15:00 Uhr
​​​​​​​Lindlar – Nach dem enttäuschenden 2:2 gegen den Tabellenvorletzten Neunkirchen-Seelscheid bemängelt Trainer Giuseppe Brunetto die fehlende Kaltschnäuzigkeit bei seinem Team.

Von Thomas Giesen

 

Vorschau Mittelrheinliga (9. Spieltag)

 

Eintracht Hohkeppel – SpVg. Frechen 20 (Sonntag, 15:30 Uhr).

 

Es fehlen: Hendrik Strobl, Kenneth Eligon.

 

Zum Spiel: Es geht eng zu in der Mittelrheinliga. Nur eine Woche lang durften sich die Hohkeppeler über die zurückeroberte Tabellenführung freuen, dann war sie auch schon wieder dahin. Jubeln konnte der FC Wegberg-Beeck, der sich nach einem 2:0-Erfolg über den Aufsteiger TuS Zülpich wieder an die Spitze schob. Das völlig unnötige 2:2-Unentschieden der Eintracht gegen den Tabellenvorletzten FSV Neunkirchen-Seelscheid, mit zwei späten Gegentreffern, führte auch dazu, dass man nun den Atem des nächsten Konkurrenten im Nacken spürt. Der SSV Merten hat nur noch einen Zähler Rückstand, gleich dahinter kommt bereits der nächste Gast.

 

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Die Frechener haben sich nach holprigem Saisonstart nämlich in der Spitzengruppe der Tabelle eingenistet – und das ist einigermaßen überraschend. Denn der Klub aus dem Rhein-Erft-Kreis hat einen recht großen Umbruch zu bewerkstelligen. Nach fünf erfolgreichen Jahren hatte sich Trainer Okan Özbay vom Klub verabschiedet. Ein Großteil der Mannschaft verließ den Verein ebenfalls – nur neun Spieler sind geblieben. Für den neuen Coach Patrick Friesdorf eine Herausforderung. Noch dazu: Für den ehemaligen Top-Torjäger der 20er, der nach der vergangenen Spielzeit seine aktive Karriere bei den Frechenern zumindest auf hohem Niveau beendete und nur noch für die Drittvertretung in der Kreisliga B kickt, ist es die erste echte Trainerstation.

 

„Die Frechener hatten Anlaufschwierigkeiten, sind aber jetzt seit fünf Spielen ungeschlagen. Ich gehe davon aus, dass wir wieder auf einen Gegner treffen, der uns alles abverlangen wird. Die haben gerade das Momentum auf ihrer Seite“, ist Hohkeppels Trainer Giuseppe Brunetto gewarnt. „Das ist eine gute Mannschaft, die versucht, Fußball zu spielen. Sie haben einen jungen Trainer, der die Mannschaft offensiv ausgerichtet hat. Ob sie das gegen uns auch so machen, werden wir sehen“, so Brunetto. Die Seelscheider präsentierten sich am vergangenen Sonntag keineswegs offensiv ausgerichtet und verteidigten stattdessen ihr Tor nach Leibeskräften. Ein Doppelschlag brachte die Hohkeppeler erst spät mit 2:0 in Front und wohl niemand hatte den Aufsteiger zu diesem Zeitpunkt noch auf dem Zettel.

 

„Der Gegner hatte bis zur 89. Spielminute kein einziges Mal aufs Tor geschossen. Das war bisher unser bestes Spiel, was die Arbeit gegen den Ball angeht. Von allen Spielen, die wir bisher gemacht haben, war das das Spiel, was am wenigsten unentschieden hätte ausgehen dürfen. In der Halbzeit hatte ich der Mannschaft noch gesagt, dass ich eigentlich nicht viel zu korrigieren habe. Und das ist mir in meiner Zeit als Trainer selten passiert. Uns fehlt aber noch die Kaltschnäuzigkeit, das einfach runterzuspielen. Nach dem 1:2 geht dann das Kopfkino los und sobald das so ist, wird es schwierig“, versuchte sich Brunetto an einer Erklärung, warum man den Sieg aus der Hand gab. Gegen Frechen könnte die Marschroute einfacher nicht sein: „Wir wollen ein Tor mehr erzielen als der Gegner“, sagt Brunetto mit einem Augenzwinkern.