Nümbrecht - Die Frauenmannschaft des TuS Homburg-Bröltal muss sich nach der Niederlage gegen Aachen aus der Mittelrheinliga verabschieden, weil Konkurrent Menden seine Hausaufgaben erledigte und die Bollmann-Elf im letzten Moment auf einen Abstiegsplatz verdrängte.
Frauen-Mittelrheinliga
TuS Homburg-Bröltal – Alemannia Aachen 1:2 (0:1).
Im Gegensatz zum Vorjahr gab es kein Happy End am letzten Spieltag: Die Frauenmannschaft des TuS Homburg-Bröltal muss infolge der Niederlage gegen Vizemeister Alemannia Aachen nach zwei Jahren in der höchsten Verbandsspielklasse den bitteren Gang in die Landesliga antreten – auch weil es keine Schützenhilfe von Jüngersdorf-Stütgerloch gab, das dem Bröltaler Konkurrenten Menden mit 0:3 unterlag. Dadurch schob sich das Team aus St. Augustin noch am THB vorbei.
„Wir sind nicht heute abgestiegen. Wir hatten in dieser Saison eigentlich genug Matchbälle, haben sie aber nicht genutzt. Letztes Jahr haben wir es häufiger geschafft, uns zu belohnen. Diesmal sind wir öfter bestraft worden“, verwies Coach Mats Bollmann unter anderem auf die Pleiten gegen Mitabsteiger Bergfried Leverkusen sowie Alemannia Straß. Die schwache Chancenverwertung zog sich ebenso wie ein roter Faden durch die Spielzeit wie die chronische Auswärtsallergie. Mickrige drei Punkte verbuchte Bröltal in der Fremde.
In der Partie gegen Aachen erwischten die Gastgeberinnen einen guten Start, verpassten die Führung in Person von Blerina Asani (11.). Im Gegenzug zeigte Keeperin Michelle Sohnius einen starken Reflex. Beim 0:1 nach knapp einer halben Stunde war die Keeperin machtlos, die nun wackelnden Bröltalerinnen retteten sich in die Pause. Anfang der zweiten Halbzeit vergaben die Gäste einen Strafstoß, kurz darauf köpfte Maxine Herweg eine Ecke von Ilka Lang zum 1:1 ein.
Ein Tor fehlte jetzt noch zum Klassenerhalt, doch die Kaiserstädterinnen nutzten ihren zweiten Elfmeter, um erneut in Front zu gehen. Eine Antwort fand Bröltal nicht mehr. Als dann das Ergebnis aus Menden durchsickerte, war endgültig klar, dass man sich aus der Mittelrheinliga verabschieden muss. „Ich bin dennoch stolz auf die Mädels, die mit vielen Rückschlägen zu kämpfen hatten in dieser Saison. Sie haben immer Charakter bewiesen und sind als Einheit aufgetreten“, so Bollmann, für den es das letzte Ligaspiel mit der Mannschaft war.
Als kleines Trostpflaster könnte am kommenden Sonntag der erneute Gewinn des Kreispokals dienen. Der THB ist als Titelverteidiger im Finale gegen den Kreisligisten Immekeppel der klare Favorit. Heute wird allerdings erst einmal getrauert.
Tore
0:1 (30.), 1:1 Maxine Herweg (59.), 1:2 (81. Foulelfmeter).
Besonderes Vorkommnis
Eine Aachener Spielerin schießt einen Foulelfmeter am Tor vorbei (47.).