FUSSBALL
Frielingsdorf beendet Negativlauf: Ungefährdeter Sieg gegen Deutz II
Oberberg - Die Dreiner-Elf schlägt die SVD-Reserve deutlich - Wipperfürth wacht nach Donnerwetter in der Halbzeitpause auf - Lindlar kommt gegen Spitzenreiter DJK Südwest Köln unter die Räder - Hohkeppel II verliert gegen Heiligenhaus (AKTUALISIERT).
SpVg. Flittard - VfR Wipperfürth 0:4 (0:1).
Souverän, aber glanzlos erledigte der VfR Wipperfürth die Aufgabe beim schwer ins Trudeln geratenen Landesliga-Absteiger aus Flittard, der vergangene Woche mit 0:10 gegen den Heiligenhauser SV untergegangen war. In der ersten Halbzeit zeigten die Hansestädter jedoch eine schwache Leistung. Trainer Norbert Scheider fühlte sich an einen lauen Sommerkick erinnert und meinte: „Das war Fußball zum Abgewöhnen.“ Den einzigen gescheiten Angriff in Hälfte eins schloss Julian Dewald zur Führung ab. Ansonsten blieben die Wipperfürther fast alles schuldig.
Daher schlug der Coach bei der Kabinenansprache auch rauere Töne an. „Ich habe den Jungs gesagt, dass ich mir die ersten fünf Minuten der zweiten Halbzeit noch anschaue und wenn es dann so weitergeht, wechsele ich direkt fünfmal“, hätten lediglich Torwart Phil Schmidt und Linksverteidiger Luca Börsch bis dahin Normalform erreicht. Das Donnerwetter des Trainers zeigte jedoch Wirkung: Fortan rissen sich die VfR-Kicker zusammen und lösten die Handbremse.
„Da waren die Chancen dann da“, trafen die Gäste laut Scheider unter anderem noch zweimal das Aluminium. Von den Hausherren kam offensiv so gut wie gar nichts, lediglich einmal musste Schmidt eingreifen. Dewald erhöhte mit seinem zweiten Treffer auf 0:2, bevor auch der Torschütze vom Dienst, Sam Kirschsieper, noch einen Doppelpack schnürte. „Drei Punkte geholt und zu Null gespielt. Damit können wir zufrieden sein. Die erste Halbzeit war allerdings sehr schlecht, die zweite okay“, sagte Scheider. (lo)
Tore
0:1 Julian Dewald (25.), 0:2 Julian Dewald (65.), 0:3 Sam Kirschsieper (69.), 0:4 Sam Kirschsieper (75.).
VfR Wipperfürth
Phil Schmidt; Tille Andres (71. Eduard Koop), Wael Majouj, Felix Schymatzek (77. Enrico Meierle), Luca Börsch, Mats Heinzemann (69. Maximilian Müller), Marlon Burger, Niklas Jung, Julian Dewald (69. Enrico Januschewski), Tim Kemmerich, Sam Kirschsieper (77. Raul Yorganci).
SV Frielingsdorf – SV Deutz 05 II 4:0 (1:0).
Der SV Frielingsdorf hat seine „Minikrise“ (O-Ton Andy Dreiner unter der Woche) von vier sieglosen Partien am Stück beendet und sich mit einem ungefährdeten Erfolg gegen die Deutzer Reserve zurückgemeldet. „Wenn du vier Tore machst und keins kassierst, kann man erstmal happy sein. Wichtig war, dass wir durch den Sieg nochmal Selbstvertrauen tanken konnten vor den nächsten Wochen. Mit Heiligenhaus und Wipperfürth kommen jetzt zwei Gegner, die uns alles abverlangen werden“, erklärte Dreier.
Leon Dema kehrte nach seiner Rotsperre in die Startelf zurück und markierte bereits nach sechs Minuten die Führung. Die Vorlage hatte Frederik Orbach geliefert. Auch in der Folge war der SVF dominant und erspielte sich eine Vielzahl an Möglichkeiten, doch der Deutzer Kasten war für Lorenzo Provenzano, Niklas Yegin und Dema, die allesamt zweimal scheiterten, wie vernagelt. „Wir hätten das Spiel schon in der ersten Halbzeit für uns entscheiden müssen“, so Dreiner. Die Gäste blieben derweil in der Offensive blass. Lediglich einmal musste der Coach kräftig durchschnaufen, als ein Versuch auf der Querstange landete.
„Trotz der Führung sind wir mit einem komischen Gefühl in die Pause gegangen. So Spiele können ja auch schnell mal kippen. Doch der Gegner war heute im letzten Drittel nicht effektiv genug, um uns in Gefahr zu bringen“, erläuterte Dreiner. Zudem sorgten die Hausherren schnell für klare Verhältnisse: Etienne Parmentier schlenzte die Kugel von der Strafraumkante sehenswert ins Netz, ehe Provenzano kurz darauf nach einem Assist von Yegin den dritten Treffer nachlegte. Der Schlusspunkt zum 4:0 war in der Nachspielzeit Kevin Ufer vorbehalten. (lo)
Tore
1:0 Leon Dema (5.), 2:0 Etienne Parmentier (53.), 3:0 Lorenzo Provenzano (56.), 4:0 Kevin Ufer (90.+2).
SV Frielingsdorf
Leon Schmidtke; Kevin Ufer, Fabian Januszewski, Jon Langen (80. Maurice Häger), Jonathan Schmidt, Etienne Parmentier, Frederik Orbach (68. Daniel Okojie), Marvin Cortes (65. Timo Weber), Lorenzo Provenzano (75. Petros Kioutsoukis), Niklas Yegin (60. Laurin Schenk), Leon Dema.
Eintracht Hohkeppel II – Heiligenhauser SV 1:4 (0:4).
Die Hohkeppeler kommen nicht auf die Beine. Erneut personell stark angeschlagen hatte der Gastgeber im ersten Durchgang nicht den Hauch einer Chance gegen die Heiligenhauser, die von Beginn an Gas gaben. „Wir sind in der ersten Halbzeit nicht richtig in die Zweikämpfe gekommen. Dann haben wir uns den Schneid abkaufen lassen und sind dann durch einen individuellen Fehler in Rückstand geraten. Wir haben die erste Halbzeit als Kollektiv total verpennt“, sagte Hohkeppels Trainer Fadi Jfeily, der eigentlich als Co-Trainer für die Zukunft eingeplant war.
Ein neuer Coach sollte am vergangenen Dienstag vorgestellt werden, was aber nicht geschah, sodass vorerst Jfeily als Cheftrainer weiter die Verantwortung trägt, die Mannschaft vorzubereiten. Ob überhaupt noch ein neuer Übungsleiter kommt, ist fraglich. Die Reserve der Eintracht hat im ersten Durchgang jedenfalls kein Bewerbungsschreiben abgegeben. Keine sechs Minuten waren gespielt, als der Ex-Hohkeppeler Lucas Musculus den Führungstreffer erzielte. Moritz Haubrich und erneut Musculus legten bis zur 20. Spielminute noch weitere Treffer nach. Moritz Hahn gelang mit dem Pausenpfiff sogar das 4:0. „Die zweite Halbzeit war es eine leichte Steigerung. Der Gegner hat aber auch nicht mehr viel gemacht. Es war keine gute Leistung von uns“, räumte Jfeily ein.
Personell hatten die Hohkeppeler, wie schon am vergangenen Sonntag in Deutz, keine Alternativen, sodass die Startelf durchspielen musste. Luka Munetic gelang durch eine verunglückte Flanke, die sich hinter HSV-Torwart Dominik Sturmberg in den Torwinkel senkte, zwar noch der Ehrentreffer, mehr hatten die Gastgeber nicht zu bieten. „Die Situation können wir nicht ändern und müssen nach vorne schauen. Es kommen jetzt einige Spieler wieder zurück und ich hoffe, wir werden nächste Woche wieder eine gute Mannschaft auf den Platz bringen können. Wir arbeiten mit dem, was wir haben. Mehr können wir im Moment nicht machen“, so Jfeily. (thg)
Tore
0:1 Lucas Musculus (6.), 0:2 Moritz Haubrich (15.), 0:3 Lucas Musculus (20.), 0:4 Moritz Hahn (45.), 1:4 Luka Munetic (59.).
Eintracht Hohkeppel II
Rocco Zinnato; Luka Munetic, Dave Famakinwa, Walter Famakinwa, Melih Özkan, Kordian Sicinski, Raban Laux, Mustafa Demirbag, Oliwier Sicinski, Pablo Hempelmann-Perez, Kai Hense.
TuS Lindlar – DJK Südwest Köln 1:7 (0:1).
Eine deftige Schlappe handelte sich der TuS Lindlar gegen den Spitzenreiter DJK Südwest Köln ein. Dabei hatte es zur Pause noch recht freundlich für das Schlusslicht ausgehen – lediglich mit 1:0 lagen die Domstädter vorne. „Wir sind gut ins Spiel reingekommen und hatten in den ersten 20 Minuten auch ein, zwei Aktionen in der Offensive“, sei der tabellarische Unterschied zwischen den beiden Mannschaften laut Marcel Besgen vom TuS-Trainerteam zunächst nicht zu erkennen gewesen.
Dann aber habe eine längere Behandlungspause wegen der Verletzung des Gästetorhüters für einen Bruch im Lindlarer Spiel gesorgt, so Besgen weiter. Fortan fehlte vorne die Entlastung und in der 35. Minute bekamen die Kölner einen berechtigten Foulelfmeter zugesprochen, den Jakob Hehn verwandelte. Ärgerlich für die Lindlarer, doch angesichts des knappen Pausenrückstands schien der Zug noch nicht abgefahren zu sein.
Allerdings nutzte der Primus nach knapp einer Stunde einen weiteren Elfmeter, um auf 0:2 zu stellen. Ein Pfiff, der aufseiten der Gastgeber mit Verwunderung zur Kenntnis genommen wurde. Durch ein Eigentor erhöhten die Kölner auf 0:3, bevor Rinor Latifi nach einer Ecke per Kopf der Anschluss gelang. Doch postwendend stellte der Aufstiegskandidat den alten Abstand wieder her – und zeigte in den Schlussminuten im Angriff seine ganze Klasse, um Lindlar eine dicke Packung zu verpassen. Dabei schnürte Hendrik Graf einen Blitz-Hattrick binnen sechs Minuten.
Torhüter Marco Bong verhinderte mit einigen Glanztaten eine noch höhere Pleite. „Nach dem 1:4 hatten wir Riesenlücken und unsere Gegenwehr war nicht mehr groß genug. Südwest hat eine Offensive, die so etwas eiskalt ausnutzt“, erklärte Besgen. Die zweite Halbzeit absolvierten die Gäste übrigens mit einem Feldspieler im Tor, nachdem der angeschlagene Goalie zur Pause ausgewechselt worden war. (lo)
Tore
0:1 Jakob Hehn (35. Foulelfmeter), 0:2 Jakob Hehn (59. Foulelfmeter), 0:3 (70. Eigentor), 1:3 Rinor Latifi (80.), 1:4 Hendrik Graf (81.), 1:5 Hendrik Graf (85.), 1:6 Hendrik Graf (87.), 1:7 Constantin Sturm (90.).
TuS Lindlar
Marco Bong; Gian Luca Wester, Simon Kahm, Felix Miebach, Monty Devern (45.+1 Simon Hoffmann), Tim Lamers, Vesor Gashi (74. Ervin Novakaj), Niko Schachow (75. Niko Schachow), Felix Lamers, Rinor Latifi, David Förster.