FUSSBALL

FVM-Pokal: Kracherlos für Hohkeppel – Nümbrecht muss nach Aachen

Red, thg; 09.07.2026, 15:25 Uhr
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FVM-Pokal: Kracherlos für Hohkeppel – Nümbrecht muss nach Aachen

Red, thg; 09.07.2026, 15:25 Uhr
Oberberg – Am Abend wurde die 1. Runde des FVM-Pokals ausgelost: Eintracht Hohkeppel trifft auf den Drittliga-Aufsteiger Fortuna Köln – Kreispokalsieger Nümbrecht tritt bei einem Aachener A-Ligisten an – Rossenbach mit Heimspiel gegen Troisdorf – Wiehl ist auswärts gefordert (AKTUALISIERT).

In der 1. Runde des Bitburger-Pokals hat Eintracht Hohkeppel ein Kracherlos erwischt: Der ambitionierte Mittelrheinligist empfängt mit Fortuna Köln einen der drei Drittligisten, der sich im Lostopf befand. Das ergab die Auslosung am Mittwochabend in der FVM-Zentrale in Hennef. Damit haben die Hohkeppeler gleich zum Auftakt des Verbandspokals einer der schwerstmöglichen Hürden vor der Brust.

 

„Ich finde es nicht verkehrt. Natürlich haben die eine Toptruppe und sind der klare Favorit. Aber bei uns zu Hause habe wir immer eine Chance. Am Ende muss man ja eh die Großen schlagen. Zu dem Zeitpunkt, an dem das Spiel stattfindet, ist deren Fokus vielleicht eher auf die Saison gerichtet“, mutmaßt Hohkeppels Sportdirektor Kevin Theisen. „Das ist auf jeden Fall ein Schönes Los zum Fußballgucken.“

 

Machbar erscheint die Aufgabe für den Kreispokalsieger SSV Homburg-Nümbrecht, der sich allerdings auf eine weite Reise einstellen muss. Der Landesligist tritt beim Aachener A-Ligisten SC Kellersberg an, der im dortigen Kreispokal den vierten Platz belegt hatte.

 

Marcus Voike war nach der Auslosung erstmal ratlos. „Ich bin in meiner Karriere ja schon viel rumgekommen und kenne viele Vereine. Aber von Kellersberg habe ich noch nie in meinem Leben gehört“, kommentierte der Trainer des SSV Nümbrecht das Los. Der A-Ligist SC Kellersberg verlor zwar das Spiel um den dritten Platz gegen den Bezirksligisten Concordia Oidtweiler im Aachener Kreispokal klar mit 1:3, qualifizierte sich aber dennoch für den Wettbewerb auf Verbandsebene. Voike will den Gastgeber nicht unterschätzen. „Es gibt ja gute A-Ligisten. Und wenn die so weit gekommen sind, dann werden die auch gute Mannschaften geschlagen haben. Und man weiß ja nie, ob da nicht ein Geldgeber im Hintergrund ist und die ehemalige Regionalligaspieler im Kader haben“, mahnte er.

 

Nach der ersten in Augenscheinnahme des aktuellen Kaders dürfte die Befürchtung jedoch unbegründet sein. Die vergangene Spielzeit im Aachener Kreisoberhaus beendete das Team nur auf Rang zehn. Als undankbar empfindet Voike jedoch die lange Fahrt. „Gefühlt müssen wir ja einen Tag vorher anreisen. Wir haben zu diesem Zeitpunkt auch mehrere Spiele in wenigen Tagen. Das ist nicht optimal“, so der Coach.

 

B-Ligist Spvg. Rossenbach hat sich als Halbfinalist des Kreispokals erstmals für den FVM-Cup qualifiziert und darf sich auf ein Heimspiel gegen den Bezirksliga-Aufsteiger Sportfreunde Troisdorf (Vierter des Kreispokals Sieg), der neuerdings von Wolfgang Müller (früher unter anderem FV Wiehl, Eintracht Hohkeppel II und Borussia Derschlag) trainiert wird, freuen. "Natürlich sind wir krasser Aussenseiter im Topf der höherklassigen Mannschaften, aber wir freuen uns auf die Sportfreunde Troisdorf und werden unser Bestes geben. Es ist zudem nochmal ein schöner Test vor dem Saisonstart und ein Heimspiel ist immer eine gute Sache", erklärte der Rossenbacher Vorsitzende Frank Schlechtingen.

 

Auswärts muss derweil der Landesligist FV Wiehl ran. Der Elf von Coach Sascha Mühlmann wurde der Landesliga-Absteiger Fortuna Bonn zugelost. Das letzte Liga-Duell der beiden in der vergangenen Saison konnten die Wiehler, die sich über den WestLotto Fairplay-Pokal für den Wettbewerb qualifiziert hatten, für sich entscheiden. Die Hausherren hatten kürzlich den Bonner Kreispokal gewonnen. 

 

Im Vorjahr war Wiehl als Kreispokalsieger ebenfalls im FVM-Pokal vertreten, blamierte sich jedoch in der 1. Runde beim A-Ligisten Scherpenseel-Grotenrath mit einer 0:1-Niederlage. Die Fortunen hatten nach dem Abstieg in die Bezirksliga einen personellen Umbruch zu verzeichnen. „Sie haben fast den gesamten Kader ausgetauscht und mit Raoul Dia einen Trainer geholt, der sehr ambitioniert ist. Von daher wird es ein bisschen eine Wundertüte sein, die uns da erwartet. Wir werden aber versuchen, etwas zurückzuzahlen nach dem letzten Jahr und in die 2. Runde einzuziehen“, hofft Mühlmann im Falle eines erfolgreichen Abschneidens auf ein Heimspiel in der Runde der letzten 32.

 

Die 1. Runde bei den Herren findet am 22./23. August statt. 

 

Die Frauenmannschaft des TuS Homburg-Bröltal hat im Achtelfinale des Schaebens-Pokal Heimrecht. Der amtierende Kreispokalsieger bekommt es vor heimischer Kulisse mit dem SV Deutz 05 zu tun. Die Gäste waren im vergangenen Sommer in die Regionalliga aufgestiegen, konnten den direkten Wiederabstieg aber nicht verhindern und spielen in der nächsten Saison wieder in der Mittelrheinliga. Dort hatten die Bröltalerinnen, die nach zwei Jahren in der höchsten Verbandsspielklasse den Gang in die Landesliga antreten mussten, in der Spielzeit 2024/2025 bereits Bekanntschaft mit dem Gegner gemacht. Für das neue THB-Trainergespann Ralph Philippi und Stefan Gabriele kommt es zu einem Wiedersehen mit ihrem ehemaligen Klub. Sie hatten zuletzt die Deutzer Frauen-Zweitvertretung trainiert. Das Achtelfinale ist für den 7./8. Oktober angesetzt.  

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