FUSSBALL
Hohkeppel hofft auf eine Belohnung
Lindlar - Eintracht Hohkeppel hofft am zweiten Spieltag der Mittelrheinliga auf eine bessere Chancenverwertung - Der Gastgeber TuS Königsdorf ist mit einem Negativerlebnis in die Saison gestartet.
Von Thomas Giesen
TuS Blau-Weiß Königsdorf – Eintracht Hohkeppel (Sonntag, 15:30 Uhr).
Es fehlen: Salvatore Giambra, Clinton Williams-Emmanuel.
Einsatz fraglich: Hendrik Strobl.
Zum Spiel: Die Hohkeppeler sind nicht gerade zufriedenstellend in die neue Mittelrheinligasaison gestartet. Gegen den tapfer kämpfenden FC Wegberg-Beeck kam das Team von Trainer Giuseppe Brunetto nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Während die Beecker den Punktgewinn überschwänglich wie einen Sieg feierten, bedeutet der Punkteverlust für die Eintracht den ersten Nackenschlag der Saison. Denn die runderneuerte und mit vielen jungen Spielern besetzte Wegberger Mannschaft gehört, wie vor einigen Jahren noch, nicht mehr zu den Aufstiegskandidaten der Liga.
Mit den Königsdorfern steht nun ein ähnliches Kaliber im Spielplan. Auch der TuS gehört nicht zu den Topteams der Liga und hat einen mittelschweren Umbruch hinter sich. Auch die Hohkeppeler sind daran beteiligt. Mit Kevin Marnu, Lewin Murad und Leo Kirnich wechselten gleich drei Spieler aus dem Frechener Stadtteilteam ins Oberbergische. „Alle drei waren Schlüsselspieler in Königsdorf. Einer davon hat sich bei uns schon durchgesetzt. Den beiden anderen traue ich auch zu, dass sie demnächst so weit sein könnten, in der Startelf zu stehen. Es sind alles junge und hungrige Spieler“, lobt Brunetto die Qualitäten der Neuzugänge.
Aufseiten der Königsdorfer scheint die Qualität der drei Abgänge noch nicht ganz kompensiert zu sein. Der Saisonauftakt geriet jedenfalls alles andere als erfolgreich für den TuS und man verlor mit 1:4 beim SSV Bornheim, der sich als Saisonziel lediglich den Klassenerhalt auf die Fahne geschrieben hat. So könnte man erwarten, dass die Königsdorfer angesichts der eindeutigen Außenseiterrolle ähnlich tief stehend agieren werden wie Wegberg-Beeck. „Ich kenn ihren Trainer Takahito Ohno und kann mir vorstellen, dass sie versuchen, mit uns mitzuspielen. Sie haben auch etwas gutzumachen vor allem vor den eigenen Zuschauern. Vorstellbar ist aber auch, dass sie nach den vier Gegentoren etwas kompakter auftreten“, spekuliert Brunetto.
Das Verhalten des Gegners sei aber nicht so relevant. Der Schlüssel zum Erfolg läge in der eigenen Offensive. „In erster Linie gilt es, die Chancen, die wir kreieren, bestmöglich zu nutzen und uns zu belohnen. In der Defensive haben wir schon gegen Beeck fast nichts zugelassen. Der Gegner hat in der zweiten Halbzeit nicht einmal auf unser Tor geschossen.“ Die personelle Lage ist entspannt. Neben dem erkrankten Clinton Williams-Emmanuel fallen voraussichtlich noch Hendrik Strobl (Schnittwunde am Arm) und Salvatore Giambra, der einen Schlag auf den Knöchel bekommen hat, aus.