FUSSBALL
Frömmersbach verliert die Hitzeschlacht - Wiehl unterliegt nach Neunmeterschießen
Oberberg – Der SV Frömmersbach unterliegt im A-Jugend-Supercup dem großen Rivalen aus Altenberg - Die D-Juniorenteams des FV Wiehl und des SV Bergisch Gladbach 09 schenkten sich nichts und gingen ins Neunmeterschießen. (AKTUALISIERT)
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Der Fußballkreis Berg feiert 2026 sein 25-jähriges Bestehen und führt aus diesem Anlass erstmals Supercup-Spiele zwischen den amtierenden Kreismeistern und Pokalsiegern durch. Beim Auftakt am heutigen Samstag in Hoffnungsthal spielen die Juniorenteams die Supercup-Sieger aus, morgen sind in Wiehl die Juniorinnen dran. Die Begegnungen der Herren und Frauen finden Ende August statt.
Supercup der A-Junioren
SV Frömmersbach – SV Altenberg 0:3 (0:2).
Zwei Erfolge in der Meisterschaft, ein Sieg im Kreispokalfinale. Beim Supercup hat es für Frömmersbacher erstmals gegen den großen Rivalen des Fußballjahrs nicht gereicht. Und diesmal setzten sich die Altenberger auch völlig verdient und souverän durch. „Man hat es nach den ersten fünf Minuten direkt gemerkt, dass die Altenberger es heute unbedingt wollten. Sie haben es super gespielt, immer die Überlagerung der Flügel. Bei uns haben hingegen einige gefehlt und die Jungs waren auch nicht so fokussiert, wie sie es in den vorangegangenen Begegnungen, wo es um die großen Titel ging, die sie unbedingt gewinnen wollten waren. Aber das ist dann eben so“, nahm Frömmersbachs Trainer Michael Otten die Niederlage gelassen an.
Von Beginn an ging es gegen die personell geschwächten Frömmersbacher nur in eine Richtung. Nach fünf Minuten prüfte Altenbergs Jean-Paul Mercier erstmals Frömmersbachs Torwart Maximilian Bremicker, der sich im weiteren Spielverlauf als der mit Abstand beste SVF-Spieler auf dem Feld präsentieren sollte. Tim Neubuß köpfte nach einer Ecke knapp über das Frömmersbacher Tor, dann hatte das Otten-Team großes Glück, nicht in Unterzahl zu geraten. Maurice Glaubitt war durchgebrochen, SVF-Kapitän Kaan Ören brachte ihn zu Fall, doch trotz der offensichtlichen Notbremse beließ es der Schiedsrichter bei einer gelben Karte gegen Ören. Das Gegentor fiel trotzdem nur eine Minute später. Norwin Kühn wurde im Strafraum freigespielt und hämmerte den Ball aus rund acht Metern unter die Querlatte (15.).
Ernstzunehmende Gegenwehr kam auch nach dem 0:1 vom Meister der Sonderliga nicht. Altenberg marschierte weiter und kam durch Kühn, der nach einem Steckpass sofort verwandelte, zum 2:0 (37.). Vereinbart waren wegen der der Wetterverhältnisse lediglich 40 Minuten Spielzeit, bei einer Trinkpause pro Abschnitt, sodass es schnell in die Pause ging. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich nichts am Spielverlauf. Altenberg suchte die Entscheidung und kam beinahe im Minutentakt zu Chancen. Eine verunglückte Flanke von Nico Düsterhus lenkte SVF-Schlussmann Bremicker an die Querlatte und parierte anschließend mehrfach glänzend, ehe es dann doch noch klingelte. Nach einer Ecke markierte Jean-Paul Mercier das 3:0 und die Partie war gelaufen. In der folgenden Trinkpause machte Otten seiner Truppe dann auch unmissverständlich klar, dass es vorbei ist.
„Wir haben jetzt noch die Quali vor der Brust. Wir haben von vornherein gesagt, dass wir keine Karten und Verletzungen riskieren wollen. Wenn es denn sein muss, ziehen wir auch mal zurück“, erklärte Otten. Dieser Ansicht waren offenbar auch die Altenberger. Das Spiel plätscherte in den verbleibenden knapp 20 Minuten dahin, ehe der Schiedsrichter die Hitzeschlacht bei 35 Grad und Windstille beendete.
Tore
0:1 Norwin Kühn (15.), 0:2 Norwin Kühn (37.), 0:3 Jean-Paul Mercier (61.).
Supercup der D-Junioren
FV Wiehl U13 - SV Bergisch Gladbach 09 4:6 nach Neunmeterschießen (3:3, 1:1).
Der Supercup-Tag wurde mit einer intensiven und hart umkämpften Partie bei heißem Wetter eröffnet. Es ging direkt munter los und schnell stand fest, dass die Torhüter die Partie entscheiden werden. In den ersten fünf Minuten bewahrte Wiehls Keeper Phil Rolle sein Team zwei Mal vor dem Rückstand. Einen Angriff über linke Seite schloss dann Samuel Werkshage Marquez zur Führung ab. Doch der Jubel war noch nicht verhallt, als Lenn Möller angeschossen wurde und der Ball unhaltbar ins eigene Tor trudelte. So ging es auch in die Pause, weil Wiehls Jason Gudjonsson Pech mit einem Lattenschuss hatte.
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[FV-Kapitän Jonas Welk (li.) im Zweikampf mit einem SV 09-Akteur.]
Zu Beginn der zweiten Hälfte wurde die Begegnung für rund 25 Minuten unterbrochen, nachdem ein Bergisch Gladbacher Spieler schwer auf die Schulter gestürzt war und mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden musste. Doch beide Teams steckten die Zwangspause gut weg. Gudjonsson brachte die Wiehler in Front und Leon Henkelmann legte noch einen Lattenschuss nach.
Doch die 09er wendeten das Blatt, ehe zwei Minuten vor dem regulären Ende Christian Florea zur Stelle war und per Freistoß aus 20 Metern den 3:3-Endstand herstellte. Nun musste das Neunmeterschießen die Entscheidung bringen. Die Gladbacher trafen dreimal in Folge und Wiehl nur einmal. Als es dann darauf ankam, dass Leon Henkelmann verwandeln musste, parierte der ebenfalls starke Schlussmann Maxim Spreng, aber der Ball hatte so viel Effet, das er noch hinter die Linie sprang.
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[Der SV Bergisch Gladbach 09 krönte sich zum Supercup-Gewinner der D-Junioren.]
Der Schiedsrichter pfiff das Neunmeterschießen trotzdem zunächst ab, traf aber nachträglich die kontroverse Entscheidung, den Versuch wiederholen zu lassen, doch dieser landete nicht im Tor. So blieb ein fader Beigeschmack, doch FV-Trainer Kai Henkelmann zeigte sich als fairer Verlierer. „Das kann einem jungen Schiedsrichter schon mal passieren. Am Ende haben wir trotz einer intensiven Leistung unglücklich verloren. Den Fokus legen wir jetzt auf die Bezirksliga-Quali-Spiele. Glückwunsch an Bergisch Gladbach. Dem verletzten Spieler wünschen wir alles Gute und dass er schnell wieder auf die Beine kommt.“
Tore
1:0 Vince Römer (11.), 1:1 Len Möller (12.), 2:1 Jason Gudjonsson (38.), 2:2 Keyan Özan Ebcin (44.), 2:3 Amon Körner (53.), 3:3 Christian Florea (58.).
Besonderes Vorkommnis
Die Partie musste wegen der Verletzung eines Bergisch Gladbacher Spielers für 25 Minuten unterbrochen werden (35.).

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