FUSSBALL
Kütüks Last-Minute-Elfer rettet Marienheide einen Punkt
Oberberg - Waldbröl und der SSV trennen sich mit einem Remis - Bröltal schießt Biesfeld ab - Derschlag beißt sich an Altenberg die Zähne aus - Neustadt schlägt Marienhagen - TVK-Niederlage in Rösrath - Nümbrecht II mit Überraschungserfolg in Bensberg - TuS-Reserve schlägt Bielstein dank eines Jokers (AKTUALISIERT).
RS 19 Waldbröl – SSV Marienheide 2:2 (2:0).
[Marienheides Andreas Matus und der Waldbröler Marlon Held im Kampf um den Ball.]
Nach einer guten Viertelstunde schien bereits eine Vorentscheidung gefallen zu sein. Marc Engelbert und Firat Gelgec hatten für eine komfortable 2:0-Führung der Rasensportler gesorgt, die sich zudem in der Defensive als sehr sattelfest erwiesen. „Da haben die Jungs unseren Plan sehr gut umgesetzt und hinten wenig zugelassen“, freute sich Waldbröls Trainer Oliver Rempel. Zu Beginn der zweiten Hälfte trat aber ein dauerhafter Kräfteverschleiß bei den Gastgebern zutage. „Da hat sich das fehlende Training bemerkbar gemacht und uns sind immer mehr Körner flöten gegangen“, haderte Rempel mit der durchwachsenen Vorbereitung.
Der Aufsteiger aus Marienheide kam nun besser ins Rollen und durch Rene Radermacher eine knappe Viertelstunde vor dem Ende zum Anschlusstreffer. In der Schlussminute gelang Eren Kütük per Foulelfmeter sogar noch der Ausgleich. Den vermeintlichen Siegtreffer durch Kütük erkannte der Unparteiische aufgrund einer Abseitsstellung nicht an. „Mit der Punkteteilung sind wir nach der Rückkehr in die Liga durchaus zufrieden“, bilanzierte Marienheides Co-Trainer Andreas Matus. „Nach der Pause haben wir das ganz gut gemacht. Ein Dreier wäre am Ende aber auch mehr als schmeichelhaft gewesen.“
Tore
1:0 Marc Engelbert (11.), 2:0 Firat Gelcec (16.), 2:1 René Radermacher (77.), 2:2 Eren Kütük (90.+1 Foulelfmeter).
Besonderes Vorkommnis
Gelb-Rot gegen Marienheides Fidel Delibata (60. wiederholtes Foulspiel)
Rot gegen Waldbröls Julian Zimmermann (69. Notbremse).
TuS Homburg-Bröltal – Blau-Weiß Biesfeld 7:1 (1:0).
[Marian Lorenz im Zweikampf mit Julian Schiedeck.]
Der Favorit gab sich am ersten Spieltag keine Blöße. Bereits in der ersten Spielminute traf Jan Mortsiefer die Latte und sorgte damit für einen Weckruf. Bastian Sellau legte eine Viertelstunde später aus 40 Metern mit dem gleichen Ergebnis nach. Ein Ertrag aus der haushohen Überlegenheit blieb zunächst aus, Nils Rohlender erzielte erst kurz vor dem Pausenpfiff die Führung. Biesfeld, das im Vorfeld wegen der Hochzeit seines Spielers Nico Orth um eine Verlegung der Begegnung gebeten hatte, blieb gänzlich ohne Offensivakzente. „Wir hatten wegen der Hochzeit extrem viele Ausfälle und konnten nur dank der Unterstützung unserer 2. Mannschaft überhaupt antreten“, so Gästecoach Maurice Velten, der sogar noch einmal selbst die Schuhe schnüren musste.
Nach dem Wechsel ging es Schlag auf Schlag. THB-Angreifer Jan Mortsiefer erzielte innerhalb von acht Minuten einen lupenreinen Hattrick, ehe Nils Rohlender, John Lütgebüter und Timo Fuchs weitere Treffer folgen ließen. Selbst die Rote Karte gegen Mika Huppertz brachte die Hausherren nicht in Bedrängnis. Der Ehrentreffer durch Nils Merten ärgerte Bröltals Trainer Mats Bollmann dennoch. „Ich hätte sehr gerne zu Null gespielt. Wir hatten heute sehr viel Ballbesitz und waren über 90 Minuten lang drückend überlegen.“
Tore
1:0 Nils Rohlender (43. Jan Mortsiefer), 2:0 Jan Mortsiefer (46. Ben Gärtner), 3:0 Jan Mortsiefer (48. Fabian Blum), 4:0 Jan Mortsiefer (53.), 5:0 Nils Rohlender (63.), 6:0 John Lütgebüter (75.), 7:0 Timo Fuchs (85.), 7:1 Nils Merten (90.+3).
Besonderes Vorkommnis
Rot gegen Bröltals Mika Huppertz (80. grobes Foulspiel).
SV Altenberg – Borussia Derschlag 4:2 (2:0).
Im Duell der beiden möglichen Geheimfavoriten auf den Titel erwiesen sich die Gastgeber als das cleverere Team. Lars Goldbach markierte in der Anfangsphase den ersten Treffer für Altenberg, Louis Djaiz traf unmittelbar vor dem Pausenpfiff. „Die Treffer sind natürlich genau zum richtigen Zeitpunkt gefallen“, freute sich SVA-Coach Alexander Herd über den gelungenen Saisonauftakt.
Der Aufsteiger aus Derschlag fand erst nach dem Seitenwechsel ins Spiel und musste die bittere Luft in der Kreisliga A schnuppern. „Wir hatten in der zweiten Halbzeit gefühlt 80 Prozent Ballbesitz, bleiben aber im letzten Drittel einfach zu harmlos“, sagte Borussia-Trainer Dimitri Wirschke. „Chancen waren durchaus genug da, aber wir haben heute mächtig Lehrgeld bezahlt.“ Derschlags Jordi Scherbaum erzielte ebenso einen Doppelpack wie der Altenberger Maximilian Neubuß, der die Partie damit entschied. „Das war fußballerisch keine Glanzleistung und der Sieg ein hartes Stück Arbeit“, sieht Herd bei seiner Truppe noch Luft nach oben.
Tore
1:0 Lars Goldbach (2.), Louis Djaiz (44.), 2:1 Jordi Scherbaum (73.), 3:1 Maximilian Neubuß (86.), 4:1 Maximilian Neubuß (87.), 4:2 Jordi Scherbaum (90.+2).
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[Oliver Rempel erlebte einen wechselhaften Nachmittag.]
SSV Bergneustadt – VfR Marienhagen 1:0 (0:0).
Die Gäste aus Marienhagen kamen etwas besser in die Begegnung, verbuchten durch Maximilian Kreuder einen Aluminiumtreffer (8.). „Danach war es eigentlich ein Spiel auf Augenhöhe“, bilanzierte Gästecoach Ingo Kippels, der lediglich bei einem Lattentreffer von Bergneustadts Marvin Zimmerling (43.) etwas Schnappatmung bekam. Nach einer knappen Stunde Spielzeit nahm seine Truppe allerdings den Fuß vom Pedal. „Als ob sie um ein Gegentor gebettelt hätte“, waren die fünf bis zehn Prozent weniger Einsatz für ein paar Minuten spielentscheidend. Paul Haselbach traf per „Murmeltor“ (Kippels) zur Entscheidung. Das anschließende Anrennen auf das SSV-Gehäuse endete erfolglos. „Wir haben in der zweiten Hälfte etwas Oberwasser bekommen und uns mit eine paar sehr guten Abschlüssen den Sieg auch verdient“, freute sich Bergneustadts Trainer Marcel Walker.
Tore
1:0 Paul Haselbach (72.).
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[Kugilay Metin taucht alleine vor SSV-Goalie Nico Galati auf.]
Union Rösrath – TV Klaswipper 4:2 (1:1).
Aufstiegsfavorit Rösrath startete mit einem Erfolg in die neue Spielzeit, muss aus Sicht von Trainer Sascha Brandenburg aber dringend an der Chancenverwertung arbeiten. „Wir starten furios und müssen eigentlich viel höher führen“, so Brandenburg. „Es ist abenteuerlich, was für Chancen wir heute liegen gelassen haben.“ Ein Grund dafür war Keeper Pascal Görg im Tor der Gäste, der von beiden Trainern ein großes Lob für seine überragende Leistung erhielt. „Nach der Anfangsphase sind wir besser ins Spiel gekommen, standen hinten gut und konnten nach vorne Nadelstiche setzen“, so der neue TVK-Trainer Chris Lißon. Mit der ersten richtigen Torchance erzielten die Gäste direkt den Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel blieb es ein enges Spiel, in dem am Ende die spielerische Klasse der Hausherren den Unterschied machte. Lißon resümierte: „Wir sind zufrieden. Für unseren aktuellen Entwicklungsstand haben wir eine gute Leistung bei einem starken Gegner gezeigt.“
Tore
1:0 Gian-Luca Schröder (4.), 1:1 Lukas Schneider (29.), 2:1 Tim Puzalowski (66.), 3:1 Gian-Luca Schröder (75.), 3:2 Pascal Thiemt (89.), 4:2 Kaihan Yar (90.+3).
FC Bensberg – SSV Homburg-Nümbrecht II 3:4 (1:1).
Die Nümbrechter Reserve startete mit einem nicht unbedingt erwartbaren Auswärtssieg in die neue Saison. Beim FC Bensberg nahm die Mannschaft von Trainer Fabian Reitmeister trotz zweimaligem Rückstand am Ende alle drei Punkte mit. „In den ersten 20 Minuten haben wir uns schwergetan, danach aber das Zepter in die Hand genommen“, berichtete Reitmeister.
Yannick Selbach erzielte den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich für die Gäste, nachdem er zuvor mit einem zu kurzen Rückpass das erste Tor für Bensberg begünstigt hatte. Nach dem erneuten Führungstor für die Hausherren drehte Robin Brummenbaum mit einem Doppelpack die Partie. Ein abgefälschter Schuss von Michael Ojesanmi sorgte in der Schlussphase für die Vorentscheidung. Der Anschlusstreffer von Timo Busch kam zu spät. „Wir haben uns den Auftakt anders vorgestellt“, sagte FCB-Trainer Gabor Uhrmann. „Nach den Führungstoren haben wir das Fußballspielen eingestellt und zahlen am Ende Lehrgeld.“
Tore
1:0 Niklas Kombüchen (14.), 1:1 Yannick Selbach (42.), 2:1 Niklas Kombüchen (51.), 2:2 Robin Brummenbaum (54.), 2:3 Robin Brummenbaum (63.), 2:4 (84. Eigentor), 3:4 Timo Busch (90.+4).
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[Julian Zimmermann verfolgt Rene Radermacher.]
TuS Immekeppel – SV Refrath 5:2 (2:1).
Im Spiel gegen Aufsteiger Refrath behielten die Hausherren aus Immekeppel verdient die Oberhand. „Das war ein super Saisonstart und ein komplett verdienter Sieg“, freute sich Trainerin Helen Alfes. „Wir haben uns für eine richtig gute Vorbereitung belohnt.“ Bis zum 2:1-Anschlusstor dominierte der TuS das Spielgeschehen. „Danach kam etwas Unruhe auf“, so Alfes. Refrath verkürzte vor der Pause, kassierte aber nach dem Seitenwechsel schnell die Gegentreffer drei und vier. Damit war das Spiel praktisch entschieden. Trainer Bernd Möldgen: „Heute haben wir viel Lehrgeld gezahlt. Wir haben nicht auf den Platz gebracht, was wir vorher besprochen hatten. Am Ende hat die erfahrenere und cleverere Mannschaft gewonnen.“
Tore
1:0 Finn Dörmbach (14.), 2:0 Finn Dörmbach (20.), 2:1 Jerry Wagner (32.), 3:1 Marius Pischel (48.), 4:1 Janne Schwirten (55.), 4:2 Christian Jacobi (57.), 5:2 Janne Schwirten (87.).
Besonderes Vorkommnis
Gelb-Rot gegen den Refrather Patrick Eßer (80. wiederholtes Foulspiel).
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[Marienheides Fidel Delibalta (#46) sah die Gelb-Rote Karte.]
TuS Lindlar II – BSV Bielstein 1:0 (0:0).
Ein optimaler Einstand für den Aufsteiger. Die Lindlarer Zweitvertretung startete mit einem Sieg in die neue Spielzeit. Routinier Hakan Gürsoy bewies dabei einmal mehr seine Knipserqualitäten. Der Neuzugang aus Hohkeppel benötigte nach seiner Einwechslung gerade einmal zwölf Minuten, um das Tor des Tages zu erzielen. Nach einem Fehlpass der Bielsteiner Hintermannschaft schaltete der Angreifer am schnellsten und überwand BSV-Keeper Daniel Valbert, der weit aus seinem Gehäuse aufgerückt war, aus 30 Meter Entfernung.
„Das war eine tolle Mannschaftsleitung“, freute sich TuS-Trainer Joey Ebert. Ein Sonderlob heimste sein Goalie Felix Sonntag ein, der gleich mehrfach gegen die Gästeangreifer zur Stelle war. Bis zur Pause hatten die Hausherren mehr vom Spiel, münzten ihre Chancen aber nicht in Treffer um. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Bielstein stetig den Druck, traf aber das Tor nicht. Bastian Buik zielte bei einem Freistoß ans Aluminium. „Die Mannschaft hat zu keiner Zeit aufgesteckt. Eine Punkteteilung wäre gerechter gewesen“, hätte Bielsteins Co-Trainer Felix Dietrich gerne zumindest einen Zähler mitgenommen.
Tore
1:0 Hakan Gürsoy (79.).

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