FUSSBALL
Führung nach wenigen Sekunden: Bergneustadt feiert Kantersieg gegen FV-Reserve
Oberberg - SSV klarer Gewinner gegen Kellerkind Wiehl II - Wipperfürth schenkt Bielstein ein halbes Dutzend ein - Drei Platzverweise bei THB-Erfolg gegen Marienhagen - RS 19 ärgert Lindlar - Klaswipper beendet Negativlauf - Nümbrecht II gelingt gegen Süng der erste Dreier unter der Regie von Trainer Fabian Reitmeister (AKTUALISIERT).
SSV Bergneustadt – FV Wiehl II 5:0 (3:0).
[Die Hausherren fuhren gegen die abstiegsgefährdeten Gäste einen deutlichen Sieg ein.]
Nach der 2:3-Niederlage in der Vorwoche gegen Schlusslicht SSV Süng hatte Bergneustadts Trainer Marcel Walker von seinen Schützlingen eine Reaktion gefordert. „Und die Jungs wollten es heute um jeden Preis“, war Walker nach der bislang sieglosen Rückrunde sehr zufrieden. Das frühe 1:0 durch Fabian Schilling spielte Bergneustadt im Kräftemessen gegen ein weiteres Kellerkind in die Karten. „Das hat uns Sicherheit und Stabilität gegeben“, so Walker weiter. Sein Gegenüber Michael Börger war hingegen erneut mächtig angefressen. „Wir fangen mit einem 5-4-1-System an und fangen uns so ein 'lächerliches' Tor direkt zu Beginn“, sei der Matchplan durch einen individuellen Fehler nach wenigen Sekunden über den Haufen geschmissen worden.
Bergneustadt dominierte in der Folge das Spielgeschehen nach Belieben und führte die Gäste streckenweise vor. „Das war eine absolute Enttäuschung“, sprach Börger von einem blutarmen Auftritt seiner Elf, die mit einer solchen Einstellung in der Liga nichts verloren habe. Max Weber und Marvin Zimmerling vor der Pause sowie Samir Pllana und Marcel Höller danach machten das Resultat zu einer klaren Angelegenheit. „Ich bin sehr zufrieden. Das Ergebnis ist absolut folgerichtig und hätte sogar noch höher ausfallen können“, bilanzierte der erleichterte Walker. „Endlich haben wir mal wieder alle Tugenden an den Tag gelegt."
Tore
1:0 Fabian Schilling (1. Mert Akbas), 2:0 Max Weber (26.), 3:0 Marvin Zimmerling (32.), 4:0 Samir Pllana (76.), 5:0 Marcel Höller (89. Foulelfmeter).
TuS Homburg-Bröltal – VfR Marienhagen 4:1 (1:0).
[Die SSV-Defensive ließ nichts anbrennen und spielte heute zu null.]
Mit drei Platzverweisen, fünf Toren und diversen Gelben Karten sahen die Zuschauer in Bröltal ein umkämpftes, aber aus Sicht von Gästetrainer Ingo Kippels kein unfaires Spiel. „Was hier von Seiten des Schiedsrichters insbesondere am Ende passiert ist, kann ich nicht nachvollziehen“, sagte Kippels, der in der Schlussphase zwei seiner Akteure mit glatt Rot verlor. Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt allerdings auch schon gelaufen.
Spielentscheidend war aus Sicht des VfR-Übungsleiters hingegen die Szene direkt nach der Halbzeit, als sein Keeper Dennis Kulisch mit Bröltals Niklas Ott im Duell um den Ball zusammenstieß. „Aus meiner Sicht war unser Spieler ganz klar zuerst am Ball. Hier kann man keinen Elfmeter geben“, so Kippels, der jedoch auch seine Mannschaft nach dem Spiel in die Pflicht nahm: „Von dem Elfmeter abgesehen, haben wir uns alles andere selbst zuzuschreiben.“
Die Hausherren hingegen konnten sehr zufrieden sein und erzielten die Tore immer zum perfekten Zeitpunkt, wie Trainer Nils Labitzke berichtete. Ben Gärtner machte in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs den Anfang. Nach einem Eckball jagte er den zweiten Ball aus gut 20 Metern ins Eck zur Führung. Direkt nach dem Seitenwechsel ereignete sich dann die Elfmeterszene, in deren Folge Jan Mortsiefer zum 2:0 traf.
Der Torschütze leitete später per Eckball das 3:0 per Kopfball durch Nils Rohlender ein. Bröltals Niklas Ott sah nach einem unnötigen Foulspiel tief in der gegnerischen Hälfte die Gelb-Rote Karte. Kippels: „Der Platzverweis für den Gegner war auch überzogen.“ Seine Mannschaft stellte um, doch statt die numerische Überlegenheit zu nutzen, fing sich Marienhagen per Konter das vierte Gegentor. Jonathan Noß gelang lediglich noch der Ehrentreffer. Labitzke resümierte: „Der Sieg geht in Ordnung. Wir haben das sehr gut gemacht.“ Kippels sagte abschließend: „Bröltal war in der zweiten Halbzeit immer einen Schritt schneller als wird.
Tore
1:0 Ben Gärtner (45.+2), 2:0 Jan-Erhard Mortsiefer (49. Foulelfmeter), 3:0 Nils Rohlender (51.), 4:0 Markus Wagner (77.), 4:1 Jonathan Noß (83.).
Besondere Vorkommnisse
Gelb-Rot gegen den Bröltaler Niklas Ott (73.)
Rot gegen den Marienhagener Luca Schrabe (90.+1)
Rote gegen den Marienhagener Janek Reichenbach (90.+5).
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[Marcel Walker hatte eine Reaktion vom Team gefordert - und die sah er auch.]
VfR Wipperfürth – BSV Bielstein 6:0 (5:0).
Der Primus startete dominant und erwischte den Gegner gefühlt auf dem falschen Fuß. „Das war eine starke Leistung mit ganz viel Energie“, freute sich VfR-Trainer Giovanni Bernardo. Wipperfürths treffsicherster Schütze, Sam Kirschsieper, eröffnete den Torreigen bereits nach neun Minuten. Wael Majouj, Raul Yorganci und Patrick Schmidt schnürten dann binnen kürzester Zeit einen Dreierpack zur Vorentscheidung, ehe Patrick Schmidt zum 5:0-Pausenstand vollendete. Julian Dewald machte kurz nach dem Wiederanpfiff das halbe Dutzend voll. Danach nahmen die Hansestädter das Tempo merklich raus und überließen den Gästen mehr und mehr die Initiative. „Insgesamt war das ganz gut, aber nach der Pause hatte ich den Eindruck, dass meine Jungs nur noch nach Hause wollten“, habe ihm im zweiten Durchgang die Gier gefehlt, so Bernardo. Bielsteins Trainer Sven Reuber freute sich dagegen über die gute Reaktion seiner Mannschaft. „Leider sind wir zu ängstlich in die Partie gestartet“, sei die Niederlage gegen die „fußballerisch beste Mannschaft der Liga“ unterm Strich allerdings hochverdient gewesen.
Tore
1:0 Sam Kirschsieper (9. Luis Zapp), 2:0 Wael Majouj (22. Luis Zapp), 3:0 Raul Yorganci (25. Sam Kirschsieper), 4:0 Patrick Schmidt (27. Sam Kirschsieper), 5:0 Raul Yorganci (39. Julian Dewald), 6:0 Julian Dewald (50. Sam Kirschsieper).
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[Michael Börger sah einen desolaten Auftritt seiner Schützlinge.]
RS 19 Waldbröl – TuS Lindlar 1:1 (0:0).
Die Serie der RS 19 hält. Auch gegen das favorisierte Topteam aus Lindlar blieben die Rasensportler ohne Niederlage und sind damit in der Rückserie weiterhin ungeschlagen. „Leider sind wir mit zu viel Respekt gegen diese Spitzenmannschaft in die Begegnung gestartet“, ärgerte sich Waldbröls Trainer Oliver Rempel. „Allerdings haben wir uns richtig gut in die Partie reingearbeitet und am Ende auch den Respekt etwas abgelegt.“ Mitte der ersten Hälfte vereitelte RS 19-Torhüter Vincent Braun eine Großchance von Rinor Latifi und hielt sein Team damit im Rennen. Nach der Pause gelang dann Jan Krieger mit einem Geniestreich aus 35 Metern die Führung für die Hausherren. Vesor Gashi belohnte die Lindlarer Angriffsbemühungen immerhin mit dem Ausgleich. In der Schlussminute blieb Lindlars Lorenzo Provenzano nur zweiter Sieger gegen Braun, der damit einen glücklichen Dreier der Gäste verhinderte. „Das wäre schon sehr schmeichelhaft gewesen“, bilanzierte Lindlars Trainer Arlind Oseku, der von einer leistungsgerechten Punkteteilung sprach. „Wir waren vorne nicht kreativ genug und standen uns zu oft selbst im Weg“, monierte er.
Tore
1:0 Jan Krieger (55.), 1:1 Vesor Gashi (78. Jack Devern).
Blau-Weiß Biesfeld – TV Klaswipper 2:3 (0:3).
Das nennt man mal effektiv. Die Gäste aus Klaswipper machten kurzen Prozess: Drei Chancen, drei Tore, gut ist. Lukas Schneider schnürte in der ersten Hälfte einen Dreierpack und stellte damit die folgenden Biesfelder Angriffsbemühungen in den Schatten. „Wir hatten heute mal das Spielglück auf unserer Seite“, freute sich TVK-Coach Marvin Briem. Mangels vorhandener Fitness parkten die Gäste im weiteren Verlauf den Bus vor dem eigenen Strafraum und hatten nach der Pause keine einzige Torchance mehr. Die Hausherren dagegen versuchten, die Partie zu drehen. Allerdings ohne Erfolg, denn lediglich Tobias Merten und Marc Velten konnten das Abwehrbollwerk knacken - was Biesfelds Trainer Maurice Velten zur Weißglut brachte. „Mit Fußball hatte das nichts zu tun. Aber wir haben es auch nicht geschafft, unsere Chancen zu nutzen“, ärgerte er sich.
Tore
0:1 Lukas Schneider (19.), 0:2 Lukas Schneider (24.), 0:3 Lukas Schneider (32.), 1:3 Tobias Merten (53.), 2:3 Marc Velten (76.).
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TuS Immekeppel – FC Bensberg 4:1 (1:1).
Die Fußballer des TuS Immekeppel feierten den dritten Sieg aus fünf Spielen und klettern damit aus der Abstiegszone. Trainerin Helen Alfes lobte nach dem Schlusspfiff die geschlossene Vorstellung: „Es war eine von der ersten bis zur letzten Minute grandiose Teamleistung. Wir haben füreinander ohne Ende gekämpft.“ Philipp Fabrizius brachte die Hausherren nach einer Viertelstunde in Führung. Bis zur Pause verpasste Immekeppel zweimal das zweite Tor. Dieses gelang Fabrizius schließlich nach dem Seitenwechsel. Timo Schmitz markierte nach einer Stunde den Anschlusstreffer. Für Alfes zeigte ihre Mannschaft in der Phase danach die richtige Reaktion: „Wir haben uns vom Druck nicht von unserem Weg abbringen lassen. Das war ein mentaler Sieg.“ FCB-Trainer Gabor Uhrmann sagte: „Das Ergebnis ist zu hoch, aber wir haben verdient verloren. 14 Ausfälle können wir mehr kompensieren. Das allein war aber nicht der Grund für die Niederlage. Immekeppel war überzeugter und hat mehr Biss gezeigt, wie man es im Abstiegskampf braucht.“
Tore
1:0 Philipp Fabrizius (15.), 2:0 Philipp Fabrizius (53.), 2:1 Timo Schmitz (60.), 3:1 Andre Jenner (87.), 4:1 Marc Kieslich (90.).
SV Altenberg – Union Rösrath 2:2 (1:1).
In einem umkämpften Spiel trennten sich beide Mannschaften remis, womit Rösraths Trainer Sascha Brandenburg aufgrund des späten Ausgleichstreffers deutlich besser leben konnte als sein Gegenüber. „Fußballerisch war es ein schlechtes Kreisliga-A-Spiel mit einem unter dem Strich gerechten Ergebnis“, so Brandenburg. Altenbergs Trainer Alexander Herd sagte: „Wir wären über den Sieg sehr glücklich gewesen. Ein so später Ausgleichstreffer ist immer sehr ärgerlich. Für das, was wir heute investiert haben, ist das Ergebnis zu wenig.“ Das sehenswerteste Tor des Tages erzielte Miles Werner zum zwischenzeitlichen 2:1, der drei Gegenspieler ausdribbelte und dann per Schlenzer von der Strafraumgrenze einnetzte.
Tore
0:1 Julian-Maurice Jeroch (3.), 1:1 Elias Dreißen (16.), 2:1 Miles Werner (58.), 2:2 Tim Puzalowski (90.+2).
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[Marvin Zimmerling mit dem 3:0.]
SSV Homburg-Nümbrecht II – SSV Süng 4:1 (3:1).
„Da fällt mir ein riesiger Stein vom Herzen“, war Nümbrechts Trainer Fabian Reitmeister erleichtert über den ersten Dreier der Rückserie. Der letzte Sieg der Nümbrechter Zweitvertretung liegt sogar noch weiter zurück. Ende November 2025 ging man in der Partie gegen Waldbröl letztmals als Gewinner vom Platz. „Endlich haben wir uns auch mal wieder belohnt und die Begegnung über die gesamten 90 Minuten bestimmt“, erklärte der SSV-Coach. In Führung gingen allerdings die Gäste. Dennis Tebelius versenkte einen Freistoß zum 0:1. Danach münzten die Gastgeber ihre Gelegenheiten in Treffer um. Marlon Runschke, Moritz Strathaus und Julian Lindenau drehten bereits vor der Pause den Spieß um, ehe Runschke nach dem Seitenwechsel für den Endstand sorgte. „Wir haben unsere Chancen leider nicht reingemacht, während Nümbrecht das getan hat“, schilderte Gästetrainer Reiner Dörpinghaus. „Die Einstellung der Mannschaft hat aber auf jeden Fall gestimmt“. Nach der neuerlichen Pleite bleibt Süng Träger der Roten Laterne, während die Nümbrechter den Vorsprung auf den Tabellenkeller ausbauten.
Tore
0:1 Dennis Tebelius (12. direkter Freistoß), 1:1 Marlon Runschke (21.), 2:1 Moritz Strathaus (31.), 3:1 Julian Lindenau (34.), 4:1 Marlon Runschke (72.).

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