FUSSBALL
Last-Minute-Erfolg bei Rückkehr ins eigene Wohnzimmer
Oberberg - SSV-Reserve gewinnt erstes Heimspiel im umgebauten Stadion dank eines Treffers in der Nachspielzeit - Bergneustadt verpasst Sensation - Derschlag mit Unentschieden in Bensberg - Marienheide trotzt THB einen Punkt ab - Bielstein schlägt RS 19 - Marienhagen bejubelt späten Ausgleich gegen Lindlar II - Wildes 4:4 in Klaswipper (AKTUALISIERT).
SSV Homburg-Nümbrecht II – TuS Immekeppel 3:2 (1:1).
[Dogukan Bülbül erzielte für Nümbrecht das 1:1.]
Ein Dreier zur Premiere: Zum ersten Mal durfte die Nümbrechter Reserve in dieser Saison ein „echtes“ Heimspiel bestreiten. Nach den wochenlangen Umbauarbeiten, die erst vor wenigen Tagen beendet wurden, durfte die neue Kunstwiese erstmals bespielt werden. Die Schützlinge von Trainer Fabian Reitmeister waren allerdings in der Anfangsviertelstunde überhaupt nicht bei der Sache, sondern bewunderten die frischen grünen Halme auf dem Platz etwas zu intensiv. Die Quittung folgte prompt durch das frühe 0:1 durch Immekeppels Knipser Marc Kieslich. „Das hat meine Mannschaft dann aber offensichtlich wachgerüttelt“, war Reitmeister erleichtert. Noch vor dem Seitenwechsel traf Dogukan Bülbül zu Ausgleich.
„Nach der Pause ging das Spiel hauptsächlich in eine Richtung“, hatte der Nümbrechter Coach seine Mannen mit klaren Feldvorteilen und den besseren Torchancen gesehen. Den nächsten Treffer erzielten aber erneut die Gäste, und wieder war es Kieslich. Aber trotz des neuerlichen Rückstandes gaben die Gastgeber nicht nach und kamen durch Lars Löcher eine Viertelstunde vor Ende zum Ausgleich. In der Nachspielzeit sorgte Yannick Selbach per fulminantem Flugkopfball für die totale Nümbrechter Glückseligkeit. Aus Sicht von Immekeppels Co-Trainer Jonas Völkel war es ein gebrauchter Tag. „Wir haben richtig gut angefangen und im Verlauf der Begegnung war es dann ein verteiltes Spiel. Beide Mannschaften wollten den Sieg. Am Ende wäre eine Punkteteilung gerechter gewesen“, bilanzierte er.
Tore
0:1 Marc Kieslich (7.), 1:1 Dogukan Bülbül (36.), 1:2 Marc Kieslich (62.), 2:2 Lars Löcher (73.), 3:2 Yannick Selbach (90.+3 Dogukan Bülbül).
TuS Homburg-Bröltal – SSV Marienheide 0:0.
[Robin Brummenbaum ist vor seinem Gegenspieler am Ball.]
„Wir haben den Gegner überhaupt nicht in Bewegung bekommen“, ärgerte sich Bröltals Coach Mats Bollmann nach der Nullnummer. Die Gäste waren nach der klaren 1:8-Klatsche am letzten Mittwoch gegen Altenberg auf Schadensbegrenzung aus - und das gelang mit Bravour. „Wir haben gegen elf Mann gespielt, die mit Mann und Maus verteidigt haben“, haderte Bollmann damit, dass seine Mannschaft kein Mittel gefunden habe, um das Marienheider Abwehrbollwerk zu knacken. „Das war einfach sehr träge von uns von hinten nach vorne gespielt. Wir müssen einfach immer ans Limit gehen, um unsere Punkte zu holen.“ Mit der Punkteteilung sehr zufrieden war derweil Marienheides Interimscoach Andreas Matus, der sich diebisch über den Zähler freute. „Wir haben ein ganz anderes Gesicht gezeigt als am Mittwoch“, so Matus, der sich selbst in der Innenverteidigung aufgeboten hatte – und gleich drei Mal auf der eigenen Torlinie einen THB-Treffer vereitelte.
Tore
Fehlanzeige.
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[SSV-Coach Fabian Reitmeister musste bis zum Schluss um den Sieg bangen.]
VfR Marienhagen – TuS Lindlar II 3:3 (0:2).
Die Lindlarer Reserve dominierte den ersten Durchgang fast nach Belieben. Tarak Munis und Tobias Mibis nutzten zwei der zahlreichen Gelegenheiten zur 0:2-Führung. „Da hätten wir eigentlich deutlicher führen müssen. Chancen waren genug da“, ärgerte sich der Lindlarer Trainer Joey Ebert über die fehlende Konsequenz vor dem Tor. Marienhagen kam nach der Pause besser in die Begegnung und durch Luca Schrabe schnell zum Anschlusstreffer. „Da hatten wir dann leider eine Phase, in der meine Mannschaft eine unangenehme Zurückhaltung darin geübt hat, weiter Fußball zu spielen“, so Ebert.
Maximilian Kreuder nutzte eben diese zum Ausgleich, ehe Marco Peters die Gäste scheinbar wieder auf die Siegerstraße brachte. „Eine sehr fragwürdige Entscheidung hat uns dann aber den Sieg gekostet“, konnte Ebert die Entscheidung des Unparteiischen nicht nachvollziehen, der in der Nachspielzeit auf den Elfmeterpunkt zeigte. Marienhagens Arif Demiro übernahm die Verantwortung und traf zum Endstand. „Meine Mannschaft hat das richtig, richtig gut gemacht heute“, freute sich Marienhagens Interimscoach Dirk Clemens. „Am Ende sind wir volles Risiko gegangen und belohnt worden.“
Tore
0:1 Tarak Munis (14.), 0:2 Tobias Mibis (30.), 1:2 Luca Schrabe (51.), 2:2 Maximilian Kreuder (63.), 2:3 Marco Peters (71.), 3:3 Arif Demiro (90+4 Foulelfmeter).
Besonderes Vorkommnis
Rot gegen Lindlars Tobias Mibis (90.+5 Unsportlichkeit).
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[Jonas Völkel vertrat Immekeppels Cheftrainerin Helen Alfes an der Seitenlinie.]
BSV Bielstein – RS 19 Waldbröl 3:2 (1:1).
Waldbröls Trainer Oliver Rempel wollte sich aufgrund seiner Stimmung unmittelbar nach dem Abpfiff nicht zu der Begegnung und deren Randerscheinungen äußern. Nur so viel: „Ich bin auf 180 und habe mächtig Puls.“ Sein Team habe das Spiel unglücklich mit 2:3 verloren. „Unterm Strich haben wir verdient gewonnen“, fand hingegen Bielsteins Trainer Sven Reuber. „Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung“, zollte er dem kleinen Häuflein an verbliebenen Spielern seinen Respekt. Maximilian Sackner, Bastian Buik und Leandro Del Giudice sorgten für den BSV-Sieg. Für die Rasensportler, die zudem noch zweimal Aluminium trafen, waren Veli Ümit und Darius Bucur erfolgreich.
Tore
1:0 Maximilian Sackner (36.), 1:1 Veli Ümit (45.+2), 2:1 Bastian Buik (51.), 3:1 Leandro Del Giudice (62.), 3:2 Darius Bucur (71.).
Union Rösrath – SSV Bergneustadt 1:1 (0:1).
„Vor dem Spiel wäre ich mit der Punkteteilung absolut zufrieden gewesen“, war Bergneustadts Co-Trainer Ugur Karakavuz unmittelbar nach dem Schlusspfiff doch etwas geknickt. Denn seine Mannschaft hatte gegen den Tabellenprimus lange Zeit an einer Sensation geschnuppert. Paul Haselbach brachte die Gäste bereits in der Anfangsphase in Führung, die bis zur Nachspielzeit Bestand hatte. Dann traf Kaihan Yar aber doch noch zum Ausgleich und rettete die Rösrather Ungeschlagen-Serie. „Wir haben in der Defensive eine top Leistung abgeliefert“, freute sich Karakavuz, der mit lediglich zwei Auswechselspielern anreiste, da noch am Morgen zwei weitere Absagen ins Haus geflattert waren.
Fabian Kalafat musste schließlich nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung verletzungsbedingt wieder raus, weswegen der SSV die letzten zehn Minuten in Unterzahl verbrachte. „Wir hatten jede Menge Chancen, mehr Tore zu machen, aber der Bergneustädter Torwart (Anm. der Redaktion: Julian Mertens) hatte heute einen echten Glanztag und bestimmt sieben, acht glasklare Dinger vereitelt“, so Rösraths Trainer Sascha Brandenburg. „Das Unentschieden war eigentlich total unnötig. Bergneustadt war mausetot“, musste er am Ende mit einem Zähler zufrieden sein.
Tore
0:1 Paul Haselbach (2.), 1:1 Kaihan Yar (90.+3).
Besondere Vorkommnisse
Bergneustadt spielt nach der Verletzung von Fabian Kalafat in Unterzahl weiter, da kein Auswechselspieler mehr auf der Bank war (80.)
Gelb-Rot gegen Rösraths Tom David (86.)
Gelb-Rot gegen Bergneustadts Luis Kahl (86.).
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[Die Partie war bis zum Ende umkämpft.]
FC Bensberg – Borussia Derschlag 1:1 (1:0).
Die Bensberger dominierten die erste Halbzeit. Dabei hätte deutlich mehr herausspringen müssen als der Führungstreffer durch Christopher Kovacs, der bereits nach fünf Minuten erfolgreich war. Weitere gute Möglichkeiten ließ der Goalgetter aber liegen. Mit dem Anpfiff zur zweiten Hälfte zeigte Derschlag ein ganz anderes Gesicht, gleichzeitig wurde die Partie schneller und hektischer. Nach einem dicken Patzer in der Bensberger Abwehr bedankte sich Allaith Teet und traf zum 1:1. Chancen gab es dann bis zum Abpfiff noch auf beiden Seiten, wobei die Borussia die größeren Möglichkeiten besaß. „Wir stehen jetzt zwar nur mit einem Punkt da, aber vor ein paar Wochen hätten wir so ein Spiel noch verloren. Von daher ein dickes Lob an die Mannschaft“, sagte FCB-Coach Gabor Uhrmann. Sein Gegenüber Dimitri Wirschke meinte: „Wir haben die erste Halbzeit komplett verschlafen, da hat uns der Gegner den Schneid abgekauft. In der zweiten Halbzeit hatten wir vier Hochkaräter. Daher fühlt es sich eher nach zwei verlorenen Punkten an.“
Tore
1:0 Christopher Kovacs (5.), 1:1 Allaith Teet (53.).
TV Klaswipper – SV Refrath 4:4 (1:2).
Ein spannendes Duell mit insgesamt acht Treffern lieferten sich der TV Klaswipper und Aufsteiger Refrath. Am Ende waren die Tore auf beiden Seiten gerecht verteilt. „In der ersten Halbzeit macht der Gegner aus zwei Chancen zwei Tore, wir hatten aber klar mehr Chancen. Dann haben wir in der zweiten Halbzeit schnell hintereinander drei Tore gemacht und das Spiel gedreht, danach aber weitere Chancen liegen lassen. Am Ende haben wir eher zwei Punkte verloren als einen gewonnen“, lautete das Fazit von TVK-Trainer Chris Lisson.
Nach der Führung der Hausherren durch den Treffer von Jan Blaß drehten die Refrather Jonas Fretzdorff, Luca Vogel und Justin Becker den Spieß um. Doch Nico Steinert sowie Pascal Thiemt mit einem schnellen Doppelpack ließen die Partie wieder in die andere Richtung kippen. Refrath gelang aber noch der Ausgleich durch Christian Haller. „Das Spiel hätte auf beiden Seiten auch 6:4 ausgehen können, es war ganz wild. Ich ärgere mich über das Zustandekommen der Gegentreffer. Wir haben den Gegner scharf gemacht, weil unser Passspiel nicht geklappt hat. Entsprechend sauer bin ich immer noch“, so SVR-Coach Bernd Möldgen.
Tore
1:0 Jan Blaß (9.), 1:1 Jonas Fretzdorff (21.), 1:2 Luca Vogel (43.), 1:3 Justin Becker (51.), 2:3 Nico Steinert (54.), 3:3 Pascal Thiemt (58.), 4:3 Pascal Thiemt (60.), 4:4 Christian Haller (80.).
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[Immekeppels Maximilian Strehlau klärt den Ball vor Shervin Parvanehpour.]
Blau-Weiß Biesfeld – SV Altenberg 0:4 (0:3).
„Altenberg hat das hervorragend gemacht. Wir haben das Spiel im ersten Durchgang verloren“, sagte Biesfelds Trainer Maurice Velten. Miles Werner, Noah Bohnert und Martin Vogler hatte den Dreier für den SVA bereits in den ersten 45 Minuten eingetütet. „In den ersten 60 Minuten haben wir das sehr gut gemacht und danach etwas weniger Druck aufgebaut“, freute sich Trainer Alexander Herd über den Erfolg. Marven Feist stellte kurz vor Schluss den Endstand her. Während die Hausherren nach der neunten Pleite im zehnten Spiel am Tabellenende verharren, hat sich Altenberg nach einer optimalen Woche mit drei Erfolgen und 15:2 Toren auf den vierten Tabellenplatz vorgeschoben.
Tore.
0:1 Miles Werner (3.), 0:2 Noah Bohnert (14.), 0:3 Martin Vogler (24. Foulelfmeter), 0:4 Marven Feist (89.).

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