FUSSBALL
Trommlers Elfmeter entscheiden giftigen Pokalfight
Oberberg – Der SSV Homburg-Nümbrecht gewinnt das Pokal-Erstrundenduell der Landesligisten gegen den SV Schönenbach – 450 Zuschauer sehen ein hochemotionales Spiel mit drei Strafstößen und zwei Platzverweisen – FV Wiehl kommt ebenfalls weiter – Aus für die Rossenbacher FVM-Pokal-Helden (AKTUALISIERT).
Heute Abend wurde die 1. Runde des Kreispokals (zum Bericht von Sonntag) mit den „Nachzügler-Spielen“ der Teams abgeschlossen, die am Wochenende im FVM-Pokal im Einsatz waren. Die nächste Runde findet am Mittwoch, 30. September, statt. Der SV Frielingsdorf hat das Ticket fürs Achtelfinale bereits sicher, weil Gegner TSV Ründeroth seine 1. Mannschaft vom Spielbetrieb zurückgezogen hat (siehe Bericht).
Kreispokal 1. Runde
SV Schönenbach – SSV Homburg-Nümbrecht 1:3 (0:1).
[Rayen Hakimi und Philipp Rüttgers im Kopfballduell.]
Der SSV Homburg-Nümbrecht hat das mit Spannung erwartete Erstrundenduell der Landesligisten für sich entschieden und damit den Pokalerfolg gegen den SV Schönenbach wiederholt. Überhaupt gab es einige Parallelen zum Showdown der beiden Vereine im Achtelfinale des Wettbewerbs in der Vorsaison – inklusive des gleichen Resultats und diverser strittiger Szenen. Drei Elfmeter, zwei Platzverweise und jede Menge Gefühlausbrüche, bei denen nur die wenigsten Beteiligten eine gute Figur abgaben, lieferten in dem giftigem Pokalfight zusätzlichen Diskussionsstoff. Das Ganze gipfelte in einem Handgemenge nach dem Abpfiff, das glücklicherweise von besonnenen Zeitgenossen aufgelöst werden konnte, bevor es weiter eskalierte.
[Felix Sievers und Sven Wurm kämpfen um den Ball.]
SSV-Trainer Marcus Voike wollte hernach lieber über das Sportliche sprechen. „Das war eine sehr gute Leistung von uns und ich ziehe den Hut vor der Mannschaft, dass sie die dritte Pokalaufgabe in einer Woche erfolgreich gelöst hat. Es war ein hochemotionales Spiel, typisch Derby und Pokal. Das Einzige, was mich ärgert, ist, dass wir den Gegner nicht abgeschossen haben. Wir hätten heute sieben oder acht Tore machen müssen.“ Was Voike mit der dritten Pokalhürde meinte: Vergangenen Freitag holten die Nümbrechter den Supercup des Fußballkreises Berg durch einen 2:0-Sieg gegen den Kreismeister VfR Wipperfürth, zwei Tage später gelang mit einem 5:0 gegen den SC Kellersberg der Sprung in die 2. FVM-Pokal-Runde.
Knapp 450 Zuschauer bildeten eine stolze Kulisse, die Schlange am Einlass war zum Zeitpunkt des Anpfiffs noch ziemlich lang. Viel verpassten die Wartenden nicht – wenn man von zwei frühen Rudelbildungen absieht (2., 8.). Die Zündschnüre waren beiderseits sehr kurz, was sich in einer entsprechenden Zweikampfführung bemerkbar machte. Fußballerische Höhepunkte blieben beinahe gänzlich auf der Strecke.
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[Mit Haken und Ösen: Fouls gab es fast im Minutentakt.]
Gabriel Werner probierte es mit einem Schuss aufs kurze Eck, Matteo Tessarolo packte sicher zu (14.). Nach einem wohl als Befreiungsschlag gedachten Ball von Lukas Grünberg hatte Dean-Robin Paes plötzlich freie Bahn. Nach einem Kontakt mit Schönenbachs Keeper Frederic Löhe zeigte der Referee zum Entsetzen der Hausherren auf den Punkt. Joscha Trommler verlud Löhe und traf zum 0:1.
Anschließend zielte Kilian Seinsche vorbei (21.), auf der Gegenseite vergab Werner die beste Chance für die Elf von Torsten Reisewitz vor dem Pausenpfiff (27.). Zwischendurch gab es immer wieder Zweikämpfe an der Grenze des Erlaubten. Allein in der ersten Halbzeit zückte der Schiri siebenmal Gelb, am Ende waren es zwölf Verwarnungen. Kurz vor der Pause klärte die Schönenbacher Defensive im Verbund gegen Seinsche und Paes (41.) und Außenverteidiger Felix Adamietz verpasste nach einer Einzelleistung das 0:2. Löhe war noch dran, Prince Gbeke rettete vor der Linie (45.+1).
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[Davin Dresbach wird von Niklas Clemens bedrängt.]
Die Halbzeitpause sorgte nicht wirklich für eine Abkühlung der durchgängig erhitzten Gemüter – und nach einem kapitalen Fehlpass von Moritz Becker hieß es plötzlich 1:1. Werner nahm das Geschenk dankend ab. Doch die Gäste schlugen zurück: Nach einem unnötigen Ballverlust Schönenbachs wurde Seinsche von Sven Wurm im Sechszehner gefällt. Der vorbelastete Kapitän kassierte unter wütenden Protesten Gelb-Rot und musste runter. Zum Elfer trat erneut Trommler an – und abermals schickte er Löhe in die andere Ecke.
In Überzahl verpasste es der Pokal-Titelverteidiger, den Gastgebern den endgültigen Knockout zu verpassen. Ein Kopfball von Niklas Clemens strich über das Gehäuse (62.), später wurde der eingewechselte SSV-Akteur im letzten Moment beim Abschluss gestört (68.). Felix Sievers steuerte ein Abseitstor bei (74.), ehe er einen Sololauf startete und an der Strafraumkante nach einem Rempler von Elham Isakoski fiel. Für den Schiedsrichter genug, um den dritten Strafstoß des Abends zu verhängen und Isaskoski wegen einer Notbremse mit Rot vom Feld zu schicken.
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[Torsten Reisewitz hatte nach der Partie zwei Platzverweise und eine schwere Verletzungen zu beklagen.]
Da Trommler schon ausgewechselt worden war, übernahm Andre Dej, doch Löhe parierte mit einem starken Reflex und war in der Schlussphase auch zweimal im Eins-gegen-Eins gegen Felix Klein auf dem Posten (84., 89.). Die dezimierten Schönenbacher versuchten, den Lucky Punch zu erzwingen, letztlich fehlten jedoch die Mittel, um Nümbrecht ernsthaft zu gefährden. In der Nachspielzeit machte Clemens nach Flanke von Dej den Deckel drauf.
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[Marcus Voike kann auf eine erfolgreiche Woche zurückblicken: Sieg im Supercup, Einzug in die 2. FVM-Pokal-Runde und der Erfolg im prestigeträchtigen Match gegen Schönenbach.]
Heimcoach Torsten Reisewitz fand trotz der Niederlage gegen seinen Ex-Klub lobende Worte für den Auftritt seiner Schützlinge. „Ich bin stolz darauf, dass wir trotz doppelter Unterzahl bis zum Schluss alles versucht und uns gewehrt haben. Bis zu dem zweiten Elfmeter und dem Platzverweis für Sven Wurm waren wir gut im Spiel und man hat nicht gesehen, wer hier der haushohe Favorit ist. Bis zum 1:1 war es chancentechnisch ausgeglichen. Dafür, dass die Mannschaft erst seit einer Woche in dieser Konstellation zusammen ist, hat sie es sehr gut gemacht.“
Neben den Hinausstellungen für Wurm und Isakoski hatte Reisewitz auch die womöglich schwere Knieverletzung von Niels Smuda zu beklagen. Die Neuzugänge Baris Polatkan (SV Westerhausen/Harz) und Leif Bergmann (Sportfreunde Troisdorf U19) feierten heute ihr Pflichtspiel-Debüt für die Schwarz-Gelben.
Tore
0:1 Joscha Trommler (20. Foulelfmeter), 1:1 Gabriel Werner (51.), 1:2 Joscha Trommler (61. Foulelfmeter), 1:3 Niklas Clemens (90.+2).
Besondere Vorkommnisse
Gelb-Rot gegen den Schönenbacher Sven Wurm (58./wiederholtes Foulspiel)
Rot gegen den Schönenbacher Elham Isakoski (77./Notbremse)
Nümbrechts Andre Dej scheitert mit einem Foulelfmeter an Frederic Löhe (78.).
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[450 Zuschauer wollten sich den Pokalkracher nicht entgehen lassen.]
VfL Engelskirchen – FV Wiehl 1:3 (0:0).
Wiehls Coach Sascha Mühlmann warf wenige Tage vor dem Ligastart die Rotationsmaschine an und sah eine überlegene Vorstellung seiner Elf, die sich nach zwei guten Gelegenheiten für Niclas Zeder und Florian Liebelt (1., 3.) gleich zu Beginn jedoch schwertat, gegen sehr aufmerksam verteidigende Engelskirchener die Lücke zu finden. „Wenn wir mit 2:0 in Führung gehen, läuft das Spiel wahrscheinlich anders, aber so haben wir uns in der ersten Halbzeit die Zähne ausgebissen“, erklärte der FV-Trainer. Torlos ging es in die Kabinen.
Die zweite Hälfte begann mit einem Schreckmoment: VfL-Schlussmann Timo Röttger war nach einem Zusammenprall kurzzeitig bewusstlos, kurze Zeit später aber zum Glück wieder ansprechbar. Da er über Schwindel klagte, wurde er mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Die Partie musste für knapp 30 Minuten unterbrochen werden. „Wir hoffen natürlich, dass es ihm schnell wieder gutgeht“, schickte VfL-Coach Panteleo Stomeo die besten Genesungswünsche an seinen Goalie.
Nach der Zwangspause nahm die Partie Fahrt auf: Jan Peters versenkte einen Handelfmeter zum 0:1, doch der B-Ligist gab nicht auf und erzielte den Ausgleich. Postwendend unterlief den Hausherren aber ein Eigentor – eingeleitet von Yekcan Yildirim. Für den Schlusspunkt zeichnete wiederum Peters verantwortlich. „Der Sieg für Wiehl geht in Ordnung, aber ich kann meiner Mannschaft nur ein Kompliment machen. Sie hat sich sehr, sehr gut verkauft und lange dagegengehalten“, so Stomeo. Mühlmann meinte: „Es war nicht alles gut, aber insgesamt ein ordentlicher Auftritt. Wir sind froh, dass wir in dieser englischen Woche durch die Wechsel, die wir gemacht haben, ein paar Kräfte schonen konnten.“
Tore
0:1 Jan Peters (53. Handelfmeter), 1:1 Abdi Rahman Nuur (70.), 1:2 (71. Eigentor), 1:3 Jan Peters (80.).
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[Lukas Grünberg bleibt an Emre Bodur hängen.]
FC Wiedenest-Othetal – Spvg. Rossenbach 1:0 (1:0).
Nach dem sensationellen Erfolg im FVM-Pokal gegen den Bezirksligisten Sportfreunde Troisdorf am vergangenen Sonntag nahm der Pokalwettbewerb auf Kreisebene für die Spvg. Rossenbach ein schnelles Ende. „Wir hätten nach fünf Minuten und zwei dicken Chancen von Erik Jödden in Führung gehen müssen. Am Ende hatten wir aber die 120 Minuten gegen Troisdorf noch in den Beinen und konnten uns keine weiteren Chancen erarbeiten“, sagte Gästecoach Manuel Schwarz.
Die entscheidende Szene in diesem Kreisliga B-Duell ereignete sich in der 37. Minute, als Leon Dützer den Wiedenester Lukas Rüsche von den Beinen holte und Marc Roser den fälligen Foulelfmeter sicher verwandelte. „Wir hatten das Spiel nach den zwei Chancen von Rossenbach zu Beginn gut im Griff und haben am Ende nur noch eine Möglichkeit zugelassen. Wir hatten besonders in der ersten Hälfte noch ein paar gute Chancen“, freute sich FCWO-Coach Christian Böhm über den Einzug in die nächste Runde.
Tore
1:0 Marc Roser (37. Foulelfmeter).
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[Die Entscheidung: Niklas Clemens grätscht den Ball zum 1:3 über die Linie.]
Spielplan
1. Runde West
Spiel 1: DJK Wipperfeld - FC Bensberg 0:1
Spiel 2: DJK Dürscheid - SV Frielingsdorf 0:3
Spiel 3: SG Hämmern/Heide - TV Hoffnungsthal 0:10
Spiel 4: FV Ermis – SV Altenberg 0:2
Spiel 5: SSV Süng – SV Bechen 3:4 nach Elfmeterschießen
Spiel 6: SV Linde – TuS Untereschbach 2:6
Spiel 7: TV Klaswipper - TuS Marialinden 0:6
Spiel 8: Union Rösrath - Jan Wellem Bergisch Gladbach 6:7 nach Elfmeterschießen
Spiel 9: SG Agathaberg – SG Overath/Vilkerath 0:2
Spiel 10: DJK Ommerborn-Sand - Blau-Weiß Hand 1:6
Spiel 11: TuS Lindlar – VfL Gummersbach 6:0
Spiel 12: SG Olpe/Kürten – SV Refrath 1:5
Spiel 13: TuS Immekeppel – Blau-Weiß Biesfeld 7:2
Spiel 14: SC 27 Bergisch Gladbach – SSV Marienheide 2:3
Spiel 15: TuS Moitzfeld – VfB Kreuzberg 3:1
Spiel 16: SV Thier – Gencler Birligi Bergisch Gladbach 1:9
Spiel 17: TV Herkenrath – VfR Wipperfürth 2:3
1. Runde Ost
Spiel 18: VfL Berghausen - SSV Wildbergerhütte-Odenspiel 1:5
Spiel 19: SV Frömmersbach – BSV Bielstein 2:5
Spiel 20: Sportfreunde Asbachtal - TSV Ründeroth 0:2
Spiel 21: SSV Bergneustadt – RS 19 Waldbröl 2:0-Wertung (Nichtantritt)
Spiel 22: TuS Elsenroth - TuS Homburg-Bröltal 0:2
Spiel 23: SG Holpe-Wallerhausen – BV 09 Drabenderhöhe 0:5
Spiel 24: ASC Loope – SV Schnellenbach 5:1
Spiel 25: SV Bernberg – SV Hermesdorf 9:1
Spiel 26: DJK Gummersbach – VfR Marienhagen 0:10
Spiel 27: TuRa Dieringhausen – Borussia Derschlag 1:8
Spiel 28: FC Wiedenest-Othetal – Spvg. Rossenbach 1:0
Spiel 29: SV Schönenbach – SSV Hb.-Nümbrecht 1:3
Spiel 30: VfL Engelskirchen – FV Wiehl 1:3
Spiel 31: TuS Reichshof - TuS Weiershagen 0:6
Spiel 32: SSV Hochwald – Heiligenhauser SV 0:5
2. Runde (Mittwoch, 30. September/19:30 Uhr)
Spiel 33: Gencler Birligi - Wiehl
Spiel 34: Weiershagen - Refrath
Spiel 35: Hand - Hoffnungsthal
Spiel 36: Derschlag – Bensberg
Spiel 37: Overath-Vilkerath - Nümbrecht
Spiel 38: Wildbergerhütte-Odenspiel – Untereschbach
Spiel 39: Loope – Moitzfeld
Spiel 40: Wiedenest-Othetal - Lindlar
Spiel 41: Bielstein – Marialinden
Spiel 42: Wipperfürth – Jan Wellem
Spiel 43: Drabenderhöhe – Bergneustadt
Spiel 44: Bernberg – Heiligenhaus
Spiel 45: Bechen - Bröltal
Spiel 46: Immekeppel – Marienhagen
Spiel 47: Ründeroth – Frielingsdorf 0:2-Wertung (Rückzug Ründeroth)
Spiel 48: Altenberg- Marienheide
Achtelfinale (Mittwoch, 28. Oktober/19:30 Uhr)
Spiel 49: Sieger Spiel 35 - Sieger Spiel 48
Spiel 50: Sieger Spiel 40 – Sieger Spiel 41
Spiel 51: Sieger Spiel 34 – Sieger Spiel 42
Spiel 52: Sieger Spiel 43 – Sieger Spiel 46
Spiel 53: Sieger Spiel 39 – Frielingsdorf
Spiel 54: Sieger Spiel 44 – Sieger Spiel 45
Spiel 55: Sieger Spiel 37 – Sieger Spiel 36
Spiel 56: Sieger Spiel 38 – Sieger Spiel 33
Viertelfinale (Mittwoch, 14. April/19:30 Uhr)
Spiel 57: Sieger Spiel 51 – Sieger Spiel 52
Spiel 58: Sieger Spiel 56 – Sieger Spiel 53
Spiel 59: Sieger Spiel 50 – Sieger Spiel 55
Spiel 60: Sieger Spiel 54 – Sieger Spiel 49
1. Halbfinale (Mittwoch, 26. Mai/19:30 Uhr)
Spiel 61: Sieger Spiel 57 – Sieger Spiel 59
2. Halbfinale (Donnerstag, 27. Mai/19:30 Uhr)
Spiel 62: Sieger Spiel 60 – Sieger Spiel 58
Spiel um Platz drei (Sonntag, 20. Juni/11 Uhr)
Spiel 63: Verlierer Spiel 61 – Verlierer Spiel 62
Finale (Sonntag, 20. Juni/15:30 Uhr)
Spiel 64: Sieger Spiel 61 – Sieger Spiel 62

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