Oberberg - Die Mühlmann-Elf verliert unglücklich gegen Lindenthal-Hohenlind - Nümbrecht besiegt Blau-Weiß Köln souverän - Die Sparkasse Gummersbach präsentiert die Landesliga (AKTUALISIERT).
Borussia Lindenthal-Hohenlind - FV Wiehl 1:0 (0:0).
„So nah waren wir glaube ich noch nie dran, aus Lindenthal etwas mitzunehmen. Einen Punkt hätten wir auf jeden Fall verdient“, ärgerte sich Trainer Sascha Mühlmann über die knappe Pleite beim Aufstiegsbewerber. „Wir machen ein richtig gutes Auswärtsspiel, konnten uns aber leider nicht belohnen.“ Die Anfangsphase gehörte den Gastgebern, ehe Justus Dabringhausen die erste Gelegenheit für Wiehl verzeichnete. Sein Abschluss wurde von Torhüter Nick Esser pariert.
Danach wogte die Partie hin und her. Bei zwei Borussia-Angriffen war FV-Keeper Maximilian Vollmer auf dem Posten, auf der Gegenseite wurde Florian Liebelt bei einem Abschluss aus der Nahdistanz noch entscheidend bedrängt, bevor Bastian Schwarz mit zwei Kopfbällen nach Standards sowie Jan Peters aus der zweiten Reihe das Ziel knapp verfehlten. „Gemessen an den Großchancen hätten es zur Pause 4:3 für uns stehen können. Dann wäre alles gut gewesen“, meinte Mühlmann.
In der 55. Minute erlaubten sich die Gäste eine Unaufmerksamkeit auf der linken Abwehrseite und mussten prompt das 0:1 durch Ricky Fritzen schlucken. „Das war sehr bitter, aber ich hatte weiterhin das Gefühl, dass wir zu unseren Chancen kommen“, so Mühlmann. Tatsächlich waren Möglichkeiten zum Ausgleich vorhanden, doch weder Dabringhausen noch Peters hatten ausreichend Zielwasser getrunken. In der Schlussphase strich ein Kopfball des aufgerückten Innenverteidigers Ali Can Gültekin über den Kasten. Die Flanke hatte der eingewechselte Niclas Zeder geschlagen.
Das Lindenthaler Tor blieb wie vernagelt, während Vollmer bei zwei Kontern der Hausherren in der Nachspielzeit erneut glänzend reagierte und eine höhere Niederlage verhinderte. „Für uns ein sehr unglückliches Ergebnis“, befand Mühlmann und hatte damit im doppelten Sinne recht. Da die Konkurrenz im Tabellenkeller punkten konnte, beträgt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz nur noch zwei Zähler. „Wir wissen die Situation einzuordnen und haben jetzt das Derby gegen Nümbrecht vor der Brust. Wir müssen es schaffen, ein 50:50-Spiel daraus zu machen und dann schauen wir, was dabei herausspringt“, wagte der Trainer schon einmal einen Blick nach vorne. Alexander Marks musste mit einer Sprunggelenksverletzung ausgewechselt werden. Mühlmann befürchtet, dass sich der Allrounder einen Bänderriss zugezogen hat und länger ausfallen wird. (lo)
Tore
1:0 Ricky Fritzen (55.).
FV Wiehl
Maximilian Vollmer; Louis Usko (62. Thorben Riske), Bastian Schwarz, Ali Can Gültekin, Alexander Marks (74. Paul Neuendorff), Collins Ihekaire, Jordy Schurzmann (62. Yannick Zwiebel), Yannik Clemens (74. Yekcan Yildirim), Justus Dabringhausen (89. Niclas Zeder), Jan Peters, Florian Liebelt.
SSV Homburg-Nümbrecht – Blau-Weiß Köln 3:0 (2:0).
Die Nümbrechter erwischten einen perfekten Auftakt in die Begegnung: Keine vier Minuten waren gespielt, als Felix Klein eine Ecke schlug. Robin Brummenbaum versenkte den Ball per Kopf und es stand 1:0 für die Hausherren. „Mal wieder eine Ecke“, erinnerte sich Voike an das Spiel gegen den SV Schlebusch, als ebenfalls eine Ecke zur frühen Führung führte. Doch anders als gegen die Leverkusener gaben die Nümbrechter den Sieg diesmal nicht aus der Hand und legten nach.
Nach einem langen Einwurf von Lukas Grünberg verlängerte Brummenbaum per Kopf und Dean-Robin Paes musste am langen Pfosten nur noch einschieben (23.). „Das war ein guter Start für uns. Blau-Weiß war nicht einfach zu spielen. Wir haben heute defensiv gut aufgepasst und viele Zweikämpfe gewonnen“, erklärte Voike, dass von nun an im Fokus stand, kein Gegentor zu bekommen. Torchancen waren fortan auf beiden Seiten rar gesät. Für die Nümbrechter vergab der eingewechselte Marvin Hennecken in der Schlussphase die beste Gelegenheit und scheiterte dabei am Kölner Torwart Jannis Häck. Felix Klein sorgte in der Nachspielzeit für die Entscheidung und nutzte dabei einen Torwartfehler des Gegners zum 3:0 (90.+3).
„Wir wollten heute unbedingt die drei Punkte holen. Wichtig war es, hinten sicher zu stehen und wir haben defensiv dagegengehalten. Unter dem Strich ist der Sieg verdient, auch in der Höhe. Wir können uns heute kurz freuen, aber ab Montag richtet sich alles auf den Freitag“, hatte Voike schon das anstehende Derby beim FV Wiehl im Kopf. Nicht dabei sein wird voraussichtlich Mouad Zaki, der sich am Knöchel verletzte. Dean-Robin Paes kassierte zudem die fünfte Gelbe Karte und ist am Freitagabend gesperrt. (thg)
Tore
1:0 Robin Brummenbaum (4.), 2:0 Dean-Robin Paes (23.), 3:0 Felix Klein (90.+3).
SSV Homburg-Nümbrecht
Matteo Tessarolo; Felix Adamietz, Philipp Rüttgers, Henry Schäumer, Lukas Grünberg, Ricardo Bauerfeind, Joscha Trommler (80. Marvin Hennecken), Felix Klein (87. Dennis Kania), Mouad Zaki (64. Kilian Seinsche), Dean-Robin Paes (70. Niklas Clemens), Robin Brummenbaum (51. Felix Sievers).