FUSSBALL

Gerechte Nullnummer auf der Eichhardt

thg, lo; 19.04.2026, 22:00 Uhr
Fotos: Dietmar Scherbaum --- Yannik Clemens leitet den Ball vor dem Schlebuscher Noah Gonschior weiter.
FUSSBALL

Gerechte Nullnummer auf der Eichhardt

thg, lo; 19.04.2026, 22:00 Uhr
Oberberg - Wiehl und Schlebusch trennen sich mit einem torlosen Remis - Nümbrecht biegt einen 0:2-Rückstand um - Die Sparkasse Gummersbach präsentiert die Landesliga (AKTUALISIERT).

FV Wiehl – SV Schlebusch 0:0.

 

Mit einer Nullnummer endete das Duell der Tabellennachbahn auf der Eichhardt. Weder Fisch noch Fleisch für beide Teams, doch FV-Coach Sascha Mühlmann konnte dem torlosen Remis, mit dem man den SV Schlebusch auf Abstand hielt, auch positive Seiten abgewinnen. „Wir waren heute über 90 Minuten konzentriert und im Spiel. Das war in den letzten zwei Wochen nicht so. Von daher bin ich nicht unzufrieden mit der Leistung und mit dem Ergebnis. Den Punkt nehmen wir mit. Mal schauen, wofür er am Ende gut sein wird“, sprach der Übungsleiter von einem gerechten Resultat.       

 

[Justus Dabringhausen biss trotz muskulärer Probleme auf die Zähne.]

 

Den ersten gefährlichen Abschluss generierten die Gäste in der fünften Minute: Nachdem die Wiehler den Ball nicht aus der Gefahrenzone befördern konnten, probierte sich Konrad Gierlak an einem Seitfallzieher – der akrobatische Versuch landete jedoch einen Meter über dem Kasten. Fast im Gegenzug schickte Louis Usko Justus Dabringhausen, der trotz muskulärer Probleme auf die Zähne biss, mit einem Traumpass aus der eigenen Hälfte auf die Reise. Seine beiden Schüsse wurden jeweils abgeblockt. Das gleiche Schicksal ereilte Yannik Clemens nach der anschließenden Ecke (6.).

 

[Florian Liebelt im Zweikampf mit Marco Bramer.]

 

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit war Wiehl in einer ausgeglichenen und weitgehend ereignislosen Partie in der Offensive auffälliger, wobei es häufig daran haperte, dass der letzte Ball nicht ankam bzw. zu unpräzise gespielt wurde. Einen Chipball von Vinzent Stoffel verpasste Toni Skoro, der erstmals für die Startformation nominiert worden war, freistehend um Zentimeter (24.), in der 37. Minute hatte Dabringhausen etwas Platz im Strafraum. Sein Zuspiel in die Mitte wurde von einem Abwehrbein abgefälscht und kullerte beinahe über die Torlinie.  

 

Der zweite Durchgang entwickelte sich ähnlich, das totale Risiko scheuten beide Mannschaften. Die Schlebuscher tauchten zweimal in aussichtsreicher Position im Wiehler Sechszehner auf, doch erreichte der entscheidende Pass den Adressaten nicht. Eine Viertelstunde vor Schluss wäre Usko beinahe der Lucky Punch gelungen, sein Freistoß klatschte allerdings gegen den Außenpfosten. „Mit ein bisschen Glück kann der auch reinfallen“, so Mühlmann, der vor allem die Defensivleistung seiner Schützlinge hervorhob. „Schlebusch hat letzte Woche sieben Tore gemacht, wir haben nach dem 4:0 im Hinspiel gegen sie in 180 Minuten keinen Gegentreffer kassiert“, betonte er. (lo)

 

Tore

Fehlanzeige.

 

FV Wiehl

Maximilian Vollmer; Gino Lanfranco (77. Yasin Tarikus), Bastian Schwarz, Ali Can Gültekin, Louis Usko, Collins Ihekaire, Vinzent Stoffel (89. Yannick Zwiebel), Yannik Clemens (64. Jordy Schurzmann), Toni Skoro (78. Yekcan Yildirim), Justus Dabringhausen (61. Elias Butzmuehlen), Florian Liebelt.

 

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SpVg. Köln-Flittard – SSV Homburg-Nümbrecht 2:5 (2:0).

 

Die Nümbrechter erlebten ein Spiel mit zwei unterschiedlichen Hälften. „Die erste Halbzeit war eine Katastrophe. Es war wie zuletzt gegen Endenich. Wir hatten nur halbherzige Chancen und der Gegner macht aus zwei Möglichkeiten zwei Tore“, meinte Nümbrechts Trainer Marcus Voike und war ziemlich enttäuscht von der Leistung seiner Elf. Piotr Widera und Adis Muzurovic nutzten die beiden Gelegenheiten der Gäste eiskalt und die Gäste gingen mit einem deutlichen Rückstand in die Pause.

 

Zur zweiten Halbzeit stellte Voike um und ließ fortan mit einer Dreier-Abwehrkette und zwei zentralen Stürmern agieren und kam sofort zum Erfolg. Caleb Murphy verlängerte einen langen Ball auf Dean-Robin Paes, der aus rund 13 Metern zum Anschluss einschoss. Ricardo Bauerfeind traf nach einem Freistoß von Philipp Rüttgers per Kopf zum 2:2-Ausgleich. Mit dem 3:2 durch Paes war die Begegnung endgültig gekippt. „Was uns gegen Endenich nicht gelungen ist, ist uns heute alles gelungen. Und so kommt dann ein solches Ergebnis zustande“, meinte Voike, dessen Team das Resultat sogar noch in die Höhe schrauben konnte.

 

[Wiehls Coach Sascha Mühlmann konnte mit dem Punkt leben.]

 

In Minute 76 kassierte Flittards Muzurovic noch eine gelb-rote Karte, Nümbrecht nutzte die Freiräume: Felix Adamietz gelang nach einer Einzelleistung der Treffer zum 4:2 und Ritsuki Oyama bereitete das 5:2 durch Felix Klein vor. „Es war wichtig für uns, das Spiel zu gewinnen. Wir können jetzt selbstbewusst in die englische Woche gehen, mit dem Pokalspiel gegen Wiehl. Außerdem bin ich froh, dass wir mit dem Ergebnis auch die Nachbarvereine aus Marialinden und Wiehl unterstützt haben. Wir wollen ja auch im nächsten Jahr wieder Derbys spielen“, sagte Voike. (thg)

 

Tore

1:0 Piotr Widera (26.), 2:0 Adis Muzurovic (31.), 2:1 Dean-Robin Paes (47.), 2:2 Ricardo Bauerfeind (51.), 2:3 Dean-Robin Paes (72.), 2:4 Felix Adamietz (88.), 2:5 Felix Klein (90.).

 

Besonderes Vorkommnis

Gelb-Rot gegen den Flittarder Adis Muzurovic (76.).

 

SSV Homburg-Nümbrecht

Julian Schoepe; Felix Adamietz, Sebastian Ramspott, Henry Schäumer, Lukas Grünberg, Ricardo Bauerfeind, Joscha Trommler (72. Ritsuki Oyama), Felix Sievers (46. Philipp Rüttgers), Caleb Murphy (87. Marvin Hennecken), Felix Klein, Dean-Robin Paes (80. Dennis Kania).

 

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