FUSSBALL
Lindlar und Hohkeppel II: Erfolgserlebnis dringend benötigt
Oberberg - Die beiden oberbergischen Bezirksligisten hängen im Tabellenkeller fest und hoffen nun vor heimischer Kulisse auf die Wende.
Vorschau Bezirksliga (9. Spieltag)
VfR Wipperfürth - SV Frielingsdorf (Freitag, 19:30 Uhr).
Zur Vorschau zum vorverlegten Derby geht es hier.
Eintracht Hohkeppel II – CfB Ford Niehl (Sonntag, 13 Uhr).
Es fehlen: Ali Elyaqine, Oliwier Sicinski.
Zum Spiel: Die inzwischen siebte Saisonniederlage haben die Hohkeppeler offenbar gut verkraftet. Teammanager Murat Ekmen, der in den Herbstferien den neuen Chefcoach Fadi Jfeily vertritt, will nicht zu sehr auf das Ergebnis des jüngsten Derbys beim VfR Wipperfürth schauen, sondern auf das, was die Spieler auf dem Platz ablieferten. „Ich glaube, dass viel mehr in dieser Mannschaft steckt. Sie hat das nur noch nicht gezeigt. Die Mannschaft hat Moral bewiesen und ist gegen Wipperfürth nach einem 0:2-Rückstand wieder zurückgekommen. Wir haben dann in Unterzahl einen Konter bekommen“, erklärt er, warum es doch nicht zu einem Punktgewinn reichte.
Die Entwicklung gehe in die richtige Richtung. „Ich glaube, die Mannschaft hat verstanden, dass sie in der Liga angekommen ist. Wir haben gegen eine gute Bezirksligamannschaft wie Wipperfürth gezeigt, dass wir mithalten können. Das haben wir in den vorangegangenen Spielen nicht auf den Rasen gebracht“, sagt Ekmen und fordert von seinen Schützlingen, gegen Ford Niehl Punkte einzufahren. „Wir spielen zu Hause, da erwarte ich einen Sieg. Niehl ist für uns eine Pflichtaufgabe.“ Für die Hohkeppeler ist die Begegnung mit den Domstädtern ein echtes Kellerduell. Nur vier Punkte mehr haben die Niehler auf dem Konto. Am vergangenen Sonntag schoss sich der nächste Gast mit einem 7:0 gegen die SpVg. Flittard allerdings den Frust von der Seele.
Ekmen hat vom nächsten Gegner kein genaues Bild im Kopf. „Der Kader, den ich von Ford Niehl kannte, existiert nicht mehr. Sie haben einige neue Spieler aus der Jugend geholt und gestandene Spieler abgegeben. Für mich ist das eine Wundertüte. Sie haben auch noch nicht die Punkteausbeute, die sie sich wahrscheinlich vorgestellt haben. Das ist eine ähnliche Situation wie bei uns“, will er sich vom aktuellen Tabellenstand nicht blenden lassen. Die personelle Lage hat sich derweil gebessert. Nur noch Oliwier Sicinski fällt verletzt aus. Kapitän Ali Elyaqine ist nach seiner neuerlichen Gelb-Roten Karte für ein Spiel gesperrt. (thg)
TuS Lindlar – SC Weiler-Volkhoven (Sonntag, 15:15 Uhr).
Es fehlen: Luca Jansen, Fabio Römer, Marius Mukherjee, Tim Schmitz.
Einsatz fraglich: Lukas Dappen, Jack Devern.
Zum Spiel: Zweimal Vollwaschgang für den TuS Lindlar: Nach der 1:7-Heimklatsche gegen Spitzenreiter DJK Südwest Köln kam es für das sieglose Schlusslicht eine Woche später noch schlimmer. Beim Tabellenzweiten SpVg. Rheindörfer Nord gingen die Grün-Weißen mit 3:9 unter. Keine Frage, die beiden Gegner sind in einer anderen Gewichtsklasse als der Aufsteiger unterwegs, doch die Ergebnisse müssen zu denken geben. So werden es die Lindlarer jedenfalls extrem schwer haben, die Klasse zu halten. Mehr noch: Stand jetzt zeichnet sich eine ähnliche Horrorsaison ab wie vor zwei Jahren, als man sich sang- und klanglos wieder aus der Bezirksliga verabschieden musste. Seinerzeit hatte man nach acht Spieltagen übrigens die gleiche Bilanz wie jetzt: keinen Sieg, zwei Remis und sechs Niederlagen. Das Torverhältnis ist diesmal sogar noch schlechter.
Und nun schaut ein Kontrahent im Volksbank Parkstadion vorbei, der nicht gerade als Sparringspartner durchgeht. Mitaufsteiger Weiler-Volkhoven stand vor der Saison bei vielen Trainern sogar als Aufstiegsbewerber auf dem Zettel, haben die Kölner doch eine Mannschaft zusammengestellt, die mit einigen höherklassig erfahrenen Akteuren besetzt ist. Bislang konnten die Gäste den Erwartungen jedoch nicht gerecht werden. Momentan werden sie als Tabellenzehnter gelistet, quasi als letztes Team vor dem Bereich des Klassements, der sich als Gefahrenzone herauszukristallisieren scheint. Am letzten Spieltag verlor Weiler-Volkhoven knapp mit 0:1 gegen Tabellenführer Südwest Köln.
„Der Gegner ist aus meiner Sicht besser, als es der Tabellenstand aussagt“, erklärt Marcel Besgen vom TuS-Trainerteam und ergänzt: „Das ist eine Mannschaft mit vielen Mittelrheinliga-erfahrenen Spielen, die ordentlich kicken kann.“ Holen sich die Lindlarer also die nächste Abreibung ab? Nicht, wenn sie die gegen Südwest und Rheindörfer durchschimmernden positiven Ansätze über die gesamte Spieldauer auf den Platz bringen können. „Dann ist auch in dem Spiel etwas für uns möglich. Das Problem ist, dass wir Phasen drin haben, wo wir viele Fehler machen und unorganisiert sind. Dann wirst du von einer Mannschaft mit der Qualität, die Rheindörfer hat, auseinandergenommen“, betont Besgen.
Daher sei wichtig, sich besonders dann an den Plan bzw. die Vorgaben zu halten, „wenn mal etwas nicht funktioniert. Wir müssen in Drucksituationen ruhiger bleiben, es auch unter Druck schaffen, mehr Ballbesitz zu erzeugen und dürfen nicht wild werden, wenn wir ein Gegentor bekommen“, erläutert Besgen, der um die Einsätze von Lukas Dappen und Jack Devern bangt. Marco Bong und Kenan Sarvan stoßen hingegen wieder zum Kader. (lo)