FUSSBALL
Lindlarer Galavorstellung gegen Biesfeld
Oberberg - Die TuS-Reserve schenkt den Blau-Weißen sieben Treffer ein - Punkteteilung im Spitzenduell - Bielstein und Nümbrecht II trennen sich unentschieden - Tore satt in Marienheide, Bergneustadt, Waldbröl und Immekeppel - Marienhagen schlägt Altenberg ein Schnippchen (AKTUALISIERT).
TuS Lindlar II – Blau-Weiß Biesfeld 7:0 (2:0).
Die Lindlarer Zweitvertretung sorgt weiter für Furore. Der Aufsteiger ging auch im dritten Match als Gewinner vom Platz und machte dabei keine Gefangenen. Bis zur Pause begegneten sich die Mannschaften noch halbwegs auf Augenhöhe, allerdings auf einem eher zurückhaltenden Niveau. Der TuS nutzte seine Torchancen durch Niklas Horsch und Tobias Mibis eiskalt aus, während die Gäste aus Biesfeld auf der Suche nach dem Lindlarer Gehäuse erfolglos blieben. Lindlars Trainer Joey Ebert hatte letztlich nicht einen erwähnenswerten Torschuss der Blau-Weißen notiert.
Die Hausherren tobten sich dagegen nach dem Seitenwechsel munter aus und erzielten durch Robin Theisen, erneut Mibis, Justin Ebert und Leon Teschendorf (2) fünf weitere Treffer. „Wir hatten das Spiel jederzeit im Griff und haben einfach nur klasse gespielt“, freue sich Ebert über die „Galavorstellung“ seiner Schützlinge. Überschattet wurde die Begegnung von der schweren Verletzung von Gästetorhüter Pascal Schmitz, der mit Verdacht auf einen Achillessehnenabriss ausgewechselt werden musste. „Spätestens danach war die Luft raus“, ärgerte sich Biesfelds Trainer Maurice Velten, für den die Niederlage allerdings um ein paar Tore zu hoch ausfiel.
Tore
1:0 Niklas Horsch (14.), 2:0 Tobias Mibis (21. Foulelfmeter), 3:0 Robin Theisen (58.), 4:0 Tobias Mibis (64.), 5:0 Leon Teschendorf (67.), 6:0 Justin Ebert (74.), 7:0 Leon Teschendorf (78.).
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[Tobias Mibis (re.) erzielte zwei Treffer.]
BSV Bielstein – SSV Homburg-Nümbrecht II 2:2 (0:1).
Die Nümbrechter Zweitvertretung hatte mit Dogukan Bülbül, Moritz Becker, Jan Geue und Joscha Trommler ein Quartett aus der Landesligamannschaft in der Startformation. Die Hausherren ließen sich aber weder davon beeindrucken noch durch den 0:1-Pausenrückstand durch Robin Brummenbaum. Insgesamt fehlte es dem Spiel zwar auch in der Folge an klaren Torchancen, trotzdem ging es vor allen Dingen nach der Pause ständig hin und her. Philipp Cramer gelang schließlich nach einer knappen Stunde der Ausgleich zum 1:1. Moritz Becker bewies ebenfalls Knipserqualitäten und schoss die Gäste erneut in Führung, ehe ausgerechnet der Ex-Nümbrechter Leon Henseleit kurz vor Schluss zum Endstand traf. „Das war eine gerechte Punkteteilung. Die Jungs haben eine tolle Moral bewiesen“, freute sich Bielsteins Co-Trainer Serkan Mutlu über den ersten Zähler der Saison. Für Nümbrechts spielenden Assistenzcoach Robin Brummenbaum waren es hingegen zwei verlorene Punkte. „Wir haben das Spiel vor allen Dingen in der ersten Halbzeit bestimmt und dann am Ende zwei dicke Dinger zur Entscheidung liegen lassen“, erklärte er.
Tore
0:1 Robin Brummenbaum (24. Foulelfmeter), 1:1 Philipp Cramer (56. Bastian Buik), 1:2 Moritz Becker (78. Robin Brummenbaum), 2:2 Leon Henseleit (89. Leandro Del Giudice).
Union Rösrath – TuS Homburg-Bröltal 1:1 (1:1).
Sowohl Rösraths Trainer Sascha Brandenburg als auch THB-Coach Mats Bollmann freuten sich über den Spatzen in der Hand. Aus Sicht der beiden war es ein relativ unschönes Fußballmatch "und nur auf dem Papier ein Spitzenspiel“, wie sie unisono erklärten. Die Begegnung war von viel Hektik, Zweikämpfen und ungenauen Pässen geprägt. Fehlenden Mut glaubte Brandenburg zudem bei seinen Schützlingen ausgemacht zu haben. Trotzdem gingen die Hausherren durch einen abgefälschten Ball von Kaihan Yar in Führung. „Aus dem Nichts“, wie der Rösrather Coach bestätigte.
Der Ausgleichstreffer zum Endstand fiel bereits vor dem Seitenwechsel. Fabian Blum hatte das Spielgerät erfolgreich auf die Reise geschickt. Auch nach der Pause bekleckerten sich die Teams nicht mit Ruhm und blieben die hohe Fußballkunst schuldig. Auf dem schwer bespielbaren Geläuf hatten die Gäste kurz vor dem Ende noch zwei Möglichkeiten zum Lucky Punch. Allerdings ging Rösraths Torhüter Phil Puzalowski gegen Mamadu Jalloh und Bastian Sellau als Sieger hervor (88./90.). „Wir waren nachher in einem schlechten Spiel die etwas bessere von zwei nicht guten Mannschaften. Letztlich nehmen wir den Punkt aber gerne mit. Den muss man hier erst einmal holen“, bilanzierte Bollmann.
Tore
1:0 Kaihan Yar (43.), 1:1 Fabian Blum (45.+2).
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[Robin Theisen setzt zur Klärungsaktion an.]
SSV Marienheide – Borussia Derschlag 3:6 (2:2).
Nach einer Viertelstunde ging die Borussia durch Triantafilos Vlachos in Führung, ehe Marienheides Torhüter Ahmed Resul nur zwei Minuten später mit Rot vom Platz musste. Seinen Platz zwischen den Pfosten nahm Feldspieler René Radermacher ein. „Der Platzverweis hat uns natürlich in die Karten gespielt“, so Derschlags spielender Co-Trainer Waldemar Kilb, der seine Mannschaft als verdienten Sieger des Aufsteigerduells bezeichnete. Marienheide mühte sich zwar nach Kräften, doch genau die gingen am Ende aus und so stand der SSV am Ende ohne Punkte da. Doppeltorschütze Fidel Delibalta und Moritz Müller trafen für den SSV. Jordi Scherbaum (2) und Triantafilos Vlachos mit drei weiteren Treffern machten die Sache am Ende für die Borussia rund. „Das Ergebnis wird dem Spielverlauf gerecht“, fand Kilb. Marienheides spielender Co-Trainer Andreas Matus hatte derweil an der Leistung seiner Schützlinge nichts auszusetzen. „Wir haben auch in Unterzahl sehr gut mitgehalten. Beenden wir das Spiel mit elf Mann, ist hier mehr drin.“
Tore
0:1 Triantafilos Vlachos (15.), 1:1 Fidel Delibalta (30.), 1:2 Jordi Scherbaum (35.), 2:2 Moritz Müller (38.), 2:3 Jordi Scherbaum (50.), 2:4 Triantafilos Vlachos (60.), 3:4 Fidel Delibalta (65.), 3:5 Triantafilos Vlachos (70.), 3:6 Triantafilos Vlachos (80.).
Besonderes Vorkommnis
Rot gegen Marienheides Torhüter Ahmed Resul (absichtliches Handspiel außerhalb des Strafraums (17.).
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[Im Dauerregen hatte Biesfeld den Lindlarern nichts entgegenzusetzen.]
SSV Bergneustadt – FC Bensberg 3:5 (1:2).
Beide Mannschaften agierten im ersten Durchgang auf Augenhöhe. Den Bergneustädter Führungstreffer durch Samir Pllana ließen die Gäste nicht lange stehen, sondern drehten die Partie noch vor der Pause durch Anil Özkan und Bozo Sucic. Eine „verschlafene Viertelstunde“ nach Wiederbeginn kostete den SSV schließlich die Punkte. Bensbergs Angreifer Niklas Kombüchen schnürte dagegen hellwach einen Doppelpack. „Das hat uns das Genick gebrochen“, ärgerte sich Bergneustadts Trainer Marcel Walker. Denn trotz des Platzverweises gegen Omar Khodor sei sein Team, nun in Unterzahl, plötzlich besser ins Spiel gekommen. Paul Haselbach und Marlon Schultze konnten das Ergebnis aber nur noch etwas aufhübschen. Wasim Siwasli erzielte zwischenzeitlich den fünften FCB-Treffer. „Das war ein hochverdienter Sieg“, freute sich Bensbergs Trainer Gabor Uhrmann über den ersten Dreier der Spielzeit. „Die Mannschaft hat bis zum Schluss alles versucht“, versuchte Walker, der Pleite etwas Positives abzugewinnen.
Tore
1:0 Samir Pllana (28.), 1:1 Anil Özkan (36. direkter Freistoß), 1:2 Bozo Sucic (40.), 1:3 Niklas Kombüchen (48.), 1:4 Niklas Kombüchen (54.), 2:4 Paul Haselbach (61. direkter Freistoß), 2:5 Wasim Siwasli (74.), 3:5 Marlon Schultze (80.).
Besonderes Vorkommnis
Rot gegen Bergneustadts Omar Khodor (60. Notbremse).
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[Niklas Horsch versucht sich gegen seinen Gegenspieler durchzusetzen.]
SV Altenberg – VfR Marienhagen 0:1 (0:0).
Die Fußballer des SV Altenberg mussten nach zwei Siegen zum Saisonstart die erste Niederlage einstecken. Kapitän Radion Miller erzielte für die Gäste bereits in der Anfangsviertelstunde das Tor des Tages durch einen direkten Freistoß ins lange Eck. „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft“, freute sich Trainer Ingo Kippels über einen „dreckigen Auswärtssieg“. Im Dauerregen habe die Mannschaft jeden Meter gemacht und um jeden Ball gekämpft. „Altenberg hatte mehr Spielanteile, aber wir haben leidenschaftlich verteidigt und immer wieder versucht, für Entlastung zu sorgen“, berichtete Kippels und bewertete den Sieg deshalb auch als nicht unverdient. In der Schlussphase hielt Keeper Filipp Rosenthal die drei Punkte mit einer Glanzparade fest. SV-Trainer Ingo Oedelshoff sagte: „In der ersten Halbzeit haben wir nicht stattgefunden, deshalb geht die Niederlage in Ordnung.“
Tore
0:1 Radion Miller (12.).
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[Biesfelds Keeper Pascal Schmitz zog sich eine schwere Verletzung zu.]
RS 19 Waldbröl – SV Refrath 5:2 (2:1).
Mit dem ersten Saisonsieg haben die Waldbröler eine gute Reaktion auf die Niederlage der Vorwoche gezeigt. „Die beiden Gegentore waren vermeidbar, aber eigentlich ging es nur in eine Richtung“, sagte Co-Trainer Marco Smuda. „In der ersten Halbzeit waren wir noch nicht so dominant, danach hatten wir das Spiel im Griff.“ Bei den Gästen lief trotz des zwischenzeitlichen Ausgleichs nicht viel zusammen, wie Trainer Bernd Möldgen berichtete: „Wir haben das Zentrum nicht zubekommen und es sind uns kaum Ballstafetten über mehrere Stationen gelungen. Waldbröl war uns in allen Belangen überlegen.“
Tore
1:0 Marc Engelbert (20.), 1:1 Justin Becker (40.), 2:1 Veli Ümit (44.), 3:1 Jan Krieger (63.), 4:1 Marlon Held (65.), 5:1 (83. Eigentor), 5:1 Luca Vogel (89.).
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TuS Immekeppel – TV Klaswipper 5:2 (1:1).
Mit drei Siegen und 15 geschossenen Toren ist der TuS Immekeppel wohl die positive Überraschung der frühen Saisonphase, nachdem die Mannschaft in der vergangenen Spielzeit auf dem drittletzten Tabellenplatz knapp die Klasse gehalten hatte. „Ich bin sehr, sehr happy“, sagte Trainerin Helen Alfes. „Wir sind heute gut aus der Halbzeit gekommen, waren geduldig und haben unsere Offensivstärke ausgespielt.“ Aufgrund der bevorstehenden englischen Wochen und der Verletzungs- und Urlaubssituation mahnte Alfes aber vor zu großer Euphorie. Aufseiten der Gäste sagte Trainer Chris Lisson: „Das Ergebnis spiegelt nicht ganz den Spielverlauf wider, ist aufgrund unserer Fehler aber trotzdem verdient. In den ersten 30 Minuten war Immekeppel besser, danach hatten wir mehr Spielanteile. Die Halbzeit kam für uns deshalb zum falschen Zeitpunkt. Danach haben wir nicht mehr in die Partie gefunden und mit individuellen Fehlern die Gegentore ermöglicht.“
Tore
1:0 (31. Eigentor), 1:1 Pascal Thiemt (41.), 2:1 Janne Schwirten (61.), 3:1 Marc Kieslich (63.), 3:2 Jan Blaß (74.), 4:2 Janne Schwirten (80.), 5:2 Yves Sauer (90.+8).

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