FUSSBALL

Mühlmann wechselt den Matchwinner ein: Joker Butzmuehlen überragt mit Blitz-Hattrick

thg, lo; 12.04.2026, 19:40 Uhr
FUSSBALL

Mühlmann wechselt den Matchwinner ein: Joker Butzmuehlen überragt mit Blitz-Hattrick

thg, lo; 12.04.2026, 19:40 Uhr
Oberberg - U19-Stürmer schießt Wiehl gegen Marialinden zum Sieg - Nümbrecht ist Bonn-Endenich klar unterlegen - Die Sparkasse Gummersbach präsentiert die Landesliga (AKTUALISIERT).

TuS Marialinden - FV Wiehl 2:4 (1:0).

 

Extrem wichtiger Sieg für den FV Wiehl im Abstiegskampf: Die Mannschaft von Sascha Mühlmann schlug den direkten Tabellennachbarn im bergischen Derby und vergrößerte damit den Vorsprung auf die rote Zone, ohne dass allerdings Entwarnung gegeben werden könnte. Ungeachtet dessen war der Coach froh, dass seine Mannschaft die knifflige Aufgabe bei den kampfstarken Hausherren erfolgreich lösen konnte. „Aufgrund der zweiten Halbzeit war es ein verdienter Sieg. Am Ende hätte wir auch deutlicher gewinnen können“, so Mühlmann.

 

Wie bereits im Lokalduell gegen Nümbrecht vor zwei Wochen waren seine Schützlinge im ersten Durchgang allerdings überhaupt auf der Höhe. „Wir haben kein Fußball gespielt, fast nur lange Bälle geschlagen und waren insgesamt sehr fahrig“, berichtete Mühlmann. Die Quittung für den passiven Auftritt gab es kurz vor dem Seitenwechsel, als Marialinden durch Torjäger Andre Peters in Führung ging. Zu diesem Zeitpunkt ein verdienter Rückstand für die Gäste.

 

„In der Kabine war es dann auch so laut wie schon lange nicht mehr“, durften sich die FV-Kicker vom Trainer einiges anhören. Die Standpauke sollte fruchten, zudem stellte Mühlmann taktisch um und wechselte den A-Jugendlichen Elias Butzmuehlen ein, der später zum Matchwinner avancieren sollte. Der Ausgleich fiel indes nach einem ruhenden Ball von Louis Usko. Ali Can Gültekin war goldrichtig positioniert und drückte das Leder über die Linie.

 

Danach folgte der große Auftritt von U19-Stürmer Butzmuehlen, der die Marialindener zusammen mit einem weiteren Joker - Toni Skoro lieferte zwei Assists – aufmischte und binnen sechs Minuten einen lupenreinen Hattrick erzielte. Wiehl initiierte vor allen Dingen über die rechte Seite immer wieder gefährliche Angriffe, laut Mühlmann hätte Butzmuehlen sogar noch weitere Treffer nachlegen können. Stattdessen verkürzte Peters auf 2:4, am Wiehler Erfolg änderte das aber nichts mehr. Der Ex-Nümbrechter Julian Schwarz handelte sich in der Nachspielzeit noch die Gelb-Rote Karte ein.

 

„Was die Jungs in der zweiten Halbzeit abgeliefert haben, war überragend, wobei man sich fragen muss, warum wir in der ersten Halbzeit überhaupt nicht ins Spiel gekommen sind. Wir standen nach der Pause im Zentrum besser und haben endlich angefangen, Fußball zu spielen. Das war heute der Schlüssel zum Erfolg“, bilanzierte Mühlmann. (lo)       

 

Tore

1:0 Andre Peters (42.), 1:1 Ali Can Gültekin (50.), 1:2 Elias Butzmuehlen (72.), 1:3 Elias Butzmuehlen (76.), 1:4 Elias Butzmuehlen (78.), 2:4 Andre Peters (81.).

 

Besonderes Vorkommnis

Gelb-Rot gegen den Marialindener Julian Schwarz (90.+1 wiederholtes Foulspiel).

 

FV Wiehl

Maximilian Vollmer; Yasin Tarikus (80. Thorben Riske), Bastian Schwarz, Ali Can Gültekin, Louis Usko (78. Finn Hartmann), Collins Ihekaire, Vinzent Stoffel, Jordy Schurzmann (46. Elias Butzmuehlen), Yannik Clemens (70. Gino Lanfranco), Jan Peters (59. Toni Skoro), Florian Liebelt.

 

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SSV Homburg-Nümbrecht – FV Bonn-Endenich 2:3 (0:2).

 

„Das Ergebnis spiegelt unter dem Strich den Spielverlauf nicht wider. Wir waren klar unterlegen“, zog Nümbrechts Trainer Marcus Voike nach dem Abpfiff Bilanz und hatte den Eindruck, dass seine Equipe noch gut davongekommen war. „Wir wussten, dass der Gegner uns technisch überlegen ist, sehr gute Einzelspieler in seinen Reihen hat und haben uns darauf eingestellt. In der Woche war auch alles super, aber mit dem Anpfiff war das alles vergessen“, rätselte Voike, warum seine Elf die starke Trainingsleistung im Spiel nicht umsetzen konnte.

 

Keine sechs Minuten waren gespielt, als es das erste Mal klingelte. Die Nümbrechter ließen den Gast kombinieren, ein Pass in den Rückraum erreichte Aboubakr Isdayrah, der locker zur Führung einschoss. Nur fünf Minuten später ließ der SSV den Gegner erneut durchkommen und diesmal war es Saint-Ric Batantou, der zum 0:2 einnetzte. „Wir haben dem Gegner viel zu viel Platz gelassen und bekommen dann zwei Schüsse in den Winkel“, war Voike vom Auftakt seiner Elf nicht begeistert. Nach dem frühen Doppelschlag mühten sich die Gastgeber, die Endenicher in Gefahr zu bringen, schafften es aber nur einmal, kurz vor der Pause. Nach einem weiten Zuspiel hatte Felix Klein die Chance, den Ball am herauslaufenden Endenicher Torwart Malte Eisberg vorbeizuspielen. Der klärte jedoch außerhalb des Strafraums per Kopf.

 

In der Pause wechselten die Nümbrechter und brachten mit Caleb Murphy, Dean-Robin Paes und Joscha Trommler drei Offensivspieler. „Wir haben alles probiert, kriegen dann aber schnell den dritten Gegentreffer in den Winkel. Eigentlich geht man dann unter“, hatte Voike schon Sorge, dass das Tor von Amin Haj-Yahya nicht der letzte Gegentreffer gewesen sein könnte. „Wir haben es weiter versucht, aber es gibt solche Tage, da geht der Ball nicht rein“, meinte der SSV-Coach und klagte über mehrere Situationen, die im letzten Moment noch vom Gegner entschärft wurden. Kurz vor dem Abpfiff konnten aber auch die Nümbrechter noch einmal glänzen. Joscha Trommler versenkte einen Freistoß zum 1:3 und Niklas Clemens sorgte nach einer sehenswerten Kombination für den Anschlusstreffer. Für mehr blieb jedoch keine Zeit. (thg)

 

Tore

0:1 Aboubakr Isdayrah (6.), 0:2 Saint-Ric Batantou (11.), 0:3 Amin Haj-Yahya (59.), 1:3 Joscha Trommler (90.+1), 2:3 Niklas Clemens (90.+3).

 

SSV Homburg-Nümbrecht

Matteo Tessarolo; Felix Adamietz (46. Caleb Murphy), Henry Schäumer, Philipp Rüttgers (59. Sebastian Ramspott), Ricardo Bauerfeind, Lukas Grünberg, Ritsuki Oyama (80. Niklas Clemens), Marvin Hennecken (46. Joscha Trommler), Kilian Seinsche, Felix Klein, Dennis Kania (46. Dean-Robin Paes).

 

Tabelle und Ergebnisse Landesliga

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