FUSSBALL
Mit Mut und der richtigen Mentalität zum Klassenerhalt
Wiehl - Die U19 des FV Wiehl meldet sich in der Mittelrheinliga zurück - Großer Konkurrenzkampf im Kader des Trainergespanns Aydin Arslan und Marek Lesniak – Der Ligaverbleib steht im Fokus.
Nach zwei Jahren hat die U19 des FV Wiehl die Rückkehr in die Mittelrheinliga perfekt gemacht. Nachdem man im Juni 2025 die Qualifikation denkbar knapp verpasst hatte, sicherte sich die Mannschaft der Trainer Jerome Casper und Marek Lesniak beinahe mit einem Start-Ziel-Sieg den Meistertitel in der Bezirksliga und stieg auf direktem Wege in die höchste Verbandsspielklasse auf. Casper hat die Eichhardt verlassen und arbeitet künftig als Coach der U17 des Bonner SC. Für die Nachfolge fand der Klub eine interne Lösung: Aydin Arslan, der zuvor die Wiehler U17 und die U15 betreut hatte, ist zu den Ältesten aufgerückt.
„Ich freue mich sehr auf die Aufgabe und bin froh, Marek an meiner Seite zu haben. Er unterstützt mich sehr und hilft mir viel. Der Verein kann sich glücklich schätzen, so einen erfahrenen Mann in seinen Reihen zu haben“, sagt Arslan. Die ersten beiden Wochen der Vorbereitungsphase auf die neue Saison seien wegen unzähliger urlaubsbedingter Ausfälle unbefriedigend gelaufen, seitdem geht es aber stetig aufwärts. In dem großen Aufgebot ist der Konkurrenzkampf vollends entbrannt.
[Coach Aydin Arslan peilt den Klassenerhalt an.]
„Aus meiner Sicht sind wir auf einem sehr, sehr guten Weg. Die Neuzugänge sind super aufgenommen worden und die Chemie zwischen älterem und jüngerem Jahrgang ist perfekt. Die Jungs machen es uns zurzeit schwer, die Startelf für das erste Ligaspiel auszuwählen. Jeder von der Nummer 1 bis zur Nummer 25 will sich empfehlen. Das empfinde ich als sehr positiv und brauchen wir als Aufsteiger auch“, schildert der Coach. Mit Arthur Allerdings (Kreuzbandriss) gibt es derzeit lediglich einen Langzeitverletzten zu beklagen.
Die Niederlagen in den ersten Testspielen gegen KFC Uerdingen (1:5), FC Iserlohn (1:3) und SF Baumberg (1:2) ließen sich auch darauf zurückführen, dass man nicht komplett war. Anschließend folgten 4:0-Erfolge gegen TSC Eintracht Dortmund II und FC Lennestadt sowie ein 2:1 gegen den TSV Steinbach. Die Abläufe funktionieren also immer besser. „Die Jungs mussten sich umstellen, denn ein anderer Trainer bedeutet eine neue Philosophie und neue Ideen“, so Arslan, der von seinen Schützlingen einen mutigen Fußball sehen will. „Ich bin kein Freund davon, sich hinten reinzustellen. Ich möchte schon, dass wir die bestimmende Mannschaft sind, wobei es gegen die Topteams darauf ankommen wird, intelligent zu spielen. Da können wir nicht 90 Minuten lang pressen“, führt der Übungsleiter aus.
In taktischer Hinsicht sind ein 4-5-1 oder ein 4-4-2 möglich, Arslan und Lesniak lassen aber auch ein System mit Dreierkette (3-5-1-1) trainieren. Die meisten Akteure haben in der B-Jugend bereits Mittelrheinliga gespielt, wissen also, dass in der Beletage des FVM zwei Dinge von entscheidender Bedeutung sind: Eine gute Physis und die Bereitschaft, den Kampf anzunehmen. „Wir brauchen eine hohe taktische Disziplin, müssen aber auch dagegenhalten – und das die gesamte Saison über. In der U19-Mittelrheinliga muss jeder in Sachen Mentalität nochmal eine Schippe drauflegen“, fordert Arslan.
Zuletzt haben sich noch personelle Veränderungen ergeben: Mihajlo Ivkovic hat aufgehört, dafür bleibt Edgar Petrosyan doch an Bord und wechselt nicht zum bergischen Konkurrenten SV Bergisch Gladbach 09, auf den die Wiehler gleich zum Auftakt der Spielzeit am 6. September treffen. „Ich freue mich darauf, dass es mit dem Derby losgeht. Das ist eine echte Standortbestimmung“, so der Trainer, der sich mit seiner Equipe in der Mittelrheinliga etablieren möchte. „Wenn wir einen guten Start hinlegen sollten, ist vielleicht ein einstelliger Tabellenplatz möglich. Unser Hauptziel bleibt aber der Klassenerhalt.“
Wer zu den Titelfavoriten zählt, sei schwierig einzuschätzen. Am ehesten traut Arslan dem FC Hennef und dem Bonner SC den Sprung auf Platz eins zu. Dieser berechtigt nach Abschluss der Hinrunde zum Aufstieg in die DFB-Nachwuchsliga.
![]()
[Die Coaches mit den Neuzugängen.]
Zugänge
Konstantin Eggert (JSG Homburg), Mats Heberle (SC West Köln), Yusuf Celik (ASC Dortmund), Nino Barbuto (FC Lennestadt), Conner Sinderhauf (FC Iserlohn), Shkelzen Hyseni (SG Finnentrop/Bamenohl), Ilias Ilias (Bonner SC)
Abgänge
Kaan Armut, Omar Abadi, Finn Kuhn (alle Ziel unbekannt), Mihajlo Ivkovic (hat aufgehört)
Der Kader
Tor
Linus Schaffrath, Ben Wirths, Lion Carucci
Abwehr
Bendix Sievers, Gor Mirzoyan, Ben Rolfes, Konstantin Eggert, Marcel Harder, Mats Heberle, Yusuf Celik, David Schoger, Kilian Vor
Mittelfeld
Karl Krieger, Mats Schiergens, Deniz Vickollari, Miran Can Aydin, Edgar Petrosyan, Nino Barbuto, Arthur Allerdings, Timo Wolf, Jonas Ripplinger
Angriff
Conner Sinderhauf, Leandro Zacchini, Joel Hörstgen, Shkelzen Hyseni, Ilias Ilias
Trainer
Aydin Arslan (für Jerome Casper) uns Marek Lesniak (wie bisher)
Teammanager
Christian Sommer