FUSSBALL
Nüchternheit gegen Emotionalität
Lindlar – Hohkeppel empfängt mit der SpVg. Porz einen emotional agierenden Gegner – Die Eintracht will sich davon nicht beeindrucken lassen.
Von Thomas Giesen
Eintracht Hohkeppel – SpVg.Porz (Sonntag, 15:30 Uhr).
Es fehlt: keiner.
Zum Spiel: Mit Langeweile ist in den Begegnungen mit der Sportvereinigung aus Köln-Porz nicht zu rechnen. Wenn Trainer Jonas Wendt mit seinem Ensemble auftritt, ist stets etwas los auf den Fußballfeldern der Region. Das haben auch die Hohkeppeler in der Vergangenheit erleben dürfen. Ob so manche erregte Intervention von außen nun authentisch oder Kalkül ist, sei dahingestellt. Die Gegner der Porzer haben sich jedenfalls damit auseinanderzusetzen, will man nicht überrascht werden.
„Man kennt die Porzer ja und weiß, dass es eine Mannschaft ist, die stark über Emotionen kommt. Sie hatten einige Wechsel im Team und haben junge und hungrige Spieler geholt. Es wird sicher wieder ein sehr emotionales Spiel“, sagt Hohkeppels Trainer Giuseppe Brunetto, der sich von einer vielleicht angespannten Atmosphäre nicht beeindrucken lassen will. „Es ist unsere Aufgabe, unsere Spieler auf so etwas vorzubereiten. Bei unseren Besprechungen geht es nicht nur um Sportliches. Wir haben auch eine Rubrik für Sonstiges. Da geht es zum Beispiel um die Platzverhältnisse, die Kabinen, aber auch um solche Dinge. Wir müssen alles, was von außen kommt, ausblenden und dürfen uns davon nicht verrückt machen lassen. Wir dürfen auf solche Dinge nicht eingehen“, erklärt der Coach.
Die Porzer haben die vergangene Spielzeit nur einen Platz über dem Strich abgeschlossen, allerdings mit neun Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone den Klassenerhalt ziemlich souverän geschafft. Nach einem mittleren Umbruch ist der Klub mit fünf Punkten aus vier Spielen mittelprächtig in die Saison gestartet, rang einem der Meisterschaftsfavoriten, VfL Vichttal, am zweiten Spieltag aber etwas überraschend ein 2:2-Unentschieden ab. Brunetto: „Ich erwarte mal wieder ein Spiel, in dem wir oft den Ball haben werden. Porz wird auf Umschaltspiel setzen und uns dabei alles abverlangen.“